INTERVIEWS OF "FINAL PRAYER"


01. Music Hunter (Germany) | 2007-02-28
02. Worldwide Takeover (USA) | 2007-01-20
03. www.asice.net (Netherlands) | 2006-05-26
04. music-scan.de (Germany) (Germany) | 2006-05-14
05. www.allschools.de (Germany) | 2006-05-10
06. firealive.it (Italy) (Italy) | 2006-05-08
07. www.wallsoffire.de (Germany) | 2006-05-03
08. sweetjanemusic.de (Germany) (Germany) | 2006-04-15



FINAL PRAYER
Music Hunter (Germany) | 2007-02-28

Band Vorstellen (wie lange gibt's die band woher stammt die band wie ham sie sich gefudnen usw.)
Felix FP: Die Band gibt es seit Ende 2003, Anfang 2004 in der aktuellen Besetzung. Flo und ich haben die Band gegründet und hatten zu Beginn Probleme die richtigen Leute, d.h. vor allem den richtigen Sänger und Drummer zu finden. Dies hatte sich Anfang 2004 erledigt und dann haben wir sofort angefangen Songs zu schreiben, ein Demo aufzunehmen und Shows zu spielen. Hmm, ausser Mac (Gitarre) der uns von Daniel Core Tex „empfohlen“ wurde kannten sich alle anderen in der Band schon vorher von Konzerten etc., wir sind also keine gecastete Band o.ä., haha.
Wie würdet ihr euren stiel beschreiben und was hat sich im laufe der zeit daran geändert ?
Unser Stil ist moderner HC mit einigen wenigen Metaleinflüssen würde ich sagen und gross verändert hat der sich eigentlich nicht. Der Gesang ist vielleicht akzentuierter geworden, das wird sich vor allem auf der in Kürze erscheinenden split 7“ mit Alcatraz zeigen, aber sonst machen wir eigentlich nach wie vor das wofür FP unserer Meinung nach stehen sollte: in die Fresse-Hardcore!
Welche Einflüsse /Idole habt ihr?
Idole definitiv keine, denn „all my heroes are dead“… Idole ist definitiv das falsche Wort, denn wir heben Leute, vor denen wir Respekt haben oder die uns irgendwie beeinflusst haben, nicht auf ein Podest oder so. Beeinflusst haben uns eine ganze Reihe von Bands, Künstlern, Schriftstellern etc. auf ihre jeweils eigene Art und Weise. Dies zu konkretisieren würde den Rahmen dieses Interviews sprengen, also begebt euch selber mal auf die Suche nach „Zitaten“ in unsere Songs oder Texten. Ihr werdet überrascht sein, was sich da alles findet!
Man hört ihr lebt vegan, stimmt das und wenn ja wie kam es dazu?
Das stimmt definitiv nicht, von uns sind zwei Leute vegan und das war es. Wir haben uns auch nie als „vegane“ Band etc. bezeichnet – weder in Interviews noch anderswo. Aber um deine Frage trotzdem zu beantworten: ich bin Vegetarier geworden, als ich den Gorilla Biscuits Song „Cats and dogs“ gehört habe, in dem die Frage gestellt wird, warum wir alle Fleisch essen wenn wir doch so super tierlieb sind und unsere Haustiere verhätscheln. Das und Band wie Cro-Mags haben mich zum Vegetarismus gebracht. Vegan bin ich geworden als die erste Earth Crisis 7“ rauskam. Deren Texte haben mir klar gemacht, das Vegetarismus zwar cool ist, aber irgendwie nur die „halbe Miete“ da industrielle Milch- und Eierproduktion mit genauso viel Leid für die Tiere verbunden ist und ebenso viele ökologische Probleme nach sich zieht wie Fleischkonsum. Seitdem bin ich soweit vegan wie es in dieser Gesellschaft möglich ist und habe das nie bereut. So viel zu meiner persönlichen Meinung zu diesem Thema – dabei habe ich aber keinesfalls für die ganze Band gesprochen…
Wie sehen eure Zukunftspläne als Band aus ? ( neue CD in Planung ? )
Im Frühjahr 2007 kommt erstmal eine split 7“ von uns mit Alcatraz auf Demons Run Amok rec. heraus. Dann werden wir diverse Club- und Festivalgigs spielen und „nebenbei“ versuchen Songs für eine neue CD zu schreiben, die wir dann hoffentlich Ende 2007 aufnehmen werden. Dann hoffentlich wieder ne Tour etc.
Was waren bisherige Highlights? Beste auftritte oder besondere Erlebnisse?
Highlights sind für uns eigentlich immer shows in Berlin, da das einfach der beste Platz auf der Welt ist um ne geniale HC-Show zu spielen. Gerade erst hatten wir unsere hundertste Show in Berlin und die war der Oberhammer. Aber z.B. auch unsere Show vom Sucks n Summer Festival 2006 war genial oder auch die Show in Stuttgart auf unserer Tour im Februar… Wir haben in letzter Zeit eigentlich wenig schlechte Shows gespielt, ich hoffe das bleibt so…
Wie steht ihr zu euren „Fans“ ? Bekommt ihr viel feetback, wie ist der kontakt ?`Gibt es fanclubs oder ähnliches ? Gab es erlebnisse mit fans die irgendwie besonders waren ?
Haha, Fanclubs ist gut… nee, wir sind „noch“ nicht so gross wie die Misfits oder Turbonegro… Lustig wäre es allerdings schon… Wir können aber mit Fotos von Final Prayer-Supportern, die wir immer auf unsere myspace-Seite hochladen, diesbzüglich ein wenig punkten. „Fans“ im Rock n Roll-Sinne habe wir nicht und wollen wir auch nicht, HC ist zumindest theoretisch eine grosse Familie in der es keine Rockstars und so nen Scheiss geben sollte. Nur weil wir auf der Bühne stehen und Mucke machen sehen wir uns nicht als „Stars“, die „Fans“ haben die sie anhimmeln oder so. Es kommt zwar manchmal vor, dass Leute Autogramme wollen und dann malen wir denen ihre CD´s oder T-Shirts voll, aber das geht eher von den Leute aus. Wir sind alle „down to earth“ wie man so schön sagt. Quatscht uns einfach vor oder nach nem Konzert an, wir sind alle normale Leute.
Wie seht ihr die aktuelle entwiklung der Szene in Deutschland und den momentanen Emo-Boom?
Mit dem was heute unter Emo firmiert kann glaube ich keiner in der Band was anfangen. Emo ist zu nem Begriff geworden, mit dem Indierocker ihre Chancen auf Plattenverträge bei Majorlabels erhöhen wollen – sonst nichts. Als „Emo“ Anfang der 1990er Jahre durch Labels wie Ebullition oder Dischord geprägt wurde, habe ich auch „emo“ gehört, der damals aber weniger poppig und poliert klang und auch fest in HC integriert war. Ich habe damals Shows gesehen, auf denen „Emo-Bands“ wie Sensefield mit Lifetime und 4 Walls Falling zusammen gespielt haben – sowas ist heute undenkbar. Diese Aufsplittung der Szene heutzutage finde ich sehr schade.
Wie steht ihr zu dem zunehmenden versuch von Nationalisten, die Hardcore szene zu unterwandern und genau wie die Oi szene für sich zu gewinnen ?
Nationalismus ebenso wie Rassismus und Faschismus (die letzteren basieren ja auf Nationalismus als Grundideologie – d.h. ich bin Deutscher und du bist anders, etc.) haben unserer Meinung nach nichts im HC verloren. Koservatives Gedankengut sollen die Leute von mir aus in der Jungen Union pflegen, aber bitte nicht in unserer Szene.
Habt ihr Tipps für Nachwuchsbands die gerade versuchen in der szene fuss zu fassen ?
Hart und oft proben, jedes noch so kleine Konzert spielen und immer 110% geben – egal ob 5 Leute da sind oder 500. Andere junge Bands kontakten, sich gegenseitig zu Konzerten verhelfen, Teil der Szene werden und dadurch HC am Leben erhalten. Alles andere ist fake!
Kannst du auch etwas zu eurem Bandnamen sagen? Wer hat ihn gewählt und vor allem warum?
Wir hatten eine erste Show gebucht und brauchten nen Namen, woraufhin wir eine Liste mit möglichen Name entworfen haben und über diese Name abgestimmt haben. Final Prayer hat dabei die meisten Stimmen bekommen. So einfach ist das…
Welcher ist dein Lieblings-Song von euch?
Definitiv „Broken Mirror“: guter Text (ist ja auch von mir, haha), schöner Sing-a-long, harter schneller Part und ein harter Breakdown – ist meiner Meinung nach ein richtig guter HC-Song geworden und funktioniert live eigentlich immer.



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FINAL PRAYER
Worldwide Takeover (USA) | 2007-01-20

1. How long has Final Prayer been together?
We have been together since the end of 2003. First it was me and Flo (guitar) wirting songs in Flo´s bedroom and after that it took us some months to get the right line-up for this band together. We played our first gig in April 2004 and since then haven´t stopped putting our release and touring in Germany and its neighboring countries basically.

2. Is this the original line up? (If not, what is the current)
Yeah, so far we were lucky and had no member-changes. We have played a couple of gigs with fill-in musicians, but that´s about it. I´m glad we were able to collectively organize our work and spare time around the band…

3. How did the band get it's name?
Simple asnwer: we made a list with potential names that sounded good to us and after that each bandmember got to vote on his favourite name and final prayer simply got the most votes.

4. How many releases have you out?
We did a tape-demo in 2004 on Our World rec., a split CD with Crisis Never Ends on Punchline Productions in 2005, and a full length entitled “right here, right now” on Let it burn rec in 2006.

5. Where do you see this band in 5 years?
Hard question, we´ll all be in our thirtees by then, so I really don´t know. Probably still jamming, rocking out and having fun I would like to say.

6. Has there been any point in time when you thought it would be over with?
Nope, not yet. Everybody in the band is really dedicated and we all get along well with each other… One could say we´re always having a blast. Plus we mostly get a great feedback on our live-gigs and that makes up for all the stress, long drives, lack of food and money etc. It´s great, we all love playing in Final Prayer.

7. What are your lyrics influenced by?
Hmm, a broad range of issues ranging from domestic and international politics to hardcore-punk and the “scene” to personal issues like friendship and trust. Whatever moves me I´ll write about. There´s no strict agenda for our lyrics. Mostly political/ social issues though, coz that´s what goes round in my head the most – our world is just too fucked up to not sing/ scream about that…

8. How would you describe your sound to someone who has never heard you before?
Hmm, I´d say we play fast and heavy-sounding hardcore-music with a littlebit of Heavy Metal in it. Add to that some guy screaming his heart out and you got Final Prayer. Basically one could say a “harder version of Metallica”, haha, - that´s what I always used to tell my workmates when they ask me about my band.

9. Name some bands/musical influences.
Oh, that´s hard. Well obviously we all like hardcore music and that´s also our main influence. And with hardcore I don´t mean metalcore or emocore, but hardcore like Madball, Agnostic Front, Integrity, Sick of it all and newer stuff like Terror, Hatebreed etc. Besides that we all listen to and thus are influenced by lots of other music… Metal, Hip Hop, Reggae and so on… But our main influence is definitely HC-music.

10. What are shows like in your area?
The last shows we played in Berlin have been insane to say the least. Packed venues and lotsa kids dancing, diving and singing along – such a great vibe… Berlin is the best! We love it! No violence, no scene-star attitudes – just loads of kids wanting to have a great time and to go craty.

11. memorable recording/show story.
Hmm, shit, we played so many shows that I can´t really point out the one great story… On the last tour some friend of us was so drunk that he wanted us to paint his face blue for some reason. That was of course done immediately and he run around the whole night with a blue face while screaming out Cro-Mags lyrics – it was hillarious.

12. Favorite bands to play shows with.
Definitely Teamkiller and Crisis Never Ends, coz we get along great with them and they are both incredible bands.

13. Describe what first got you into hardcore/what it means to you.
Well I was a little skater at the beginning of the 90s and I like the sountracks to all the skatevideos, coz the music fitted skateboarding perfectly – just loud and fast and aggressive. The videos always featured bands like Bad Religion, Black Flag etc., so I checked those bands out and eventually liked them. Then some friend of mine took me to my first show and seeing the energy and the crazyness of a HC-show completely turned me over and from then I was hooked, kept on going to shows and buying records until today. What it means to me is quite hard to answer and is indeed very personal and subjective, that means HC might mean something different for other people. To me HC means anti-racism, anti-sexism and being against other forms of discrimination in the first place, diy, friendship, road trips, fanzines, fair prices, moshing, diving, being anti-mainstream… I could go on and on… Best thing that ever happened to me… period!

14. Why do you think it gets a bad rep from people that don't go to shows/understand?
Well, probably coz they don´t understand what it´s all about. They just see some kids raging to music that sounds like noise to me. My parents don´t get it, but I don´t care, coz I don´t get their taste of shitty hippy music either, haha. All my non-HC friends who I´ve taken to a gig could actually understand what´s so great about it afterwards.

15. Any up and comming bands to be on the lookout for in your area?
Make it count is the other band of our guitar player Mac, they´re cool. War from a harlots mouth recently got signed to Lifeforce rec. and are good as well. There´s loads of other good bands from Berlin, so check these out, too: Anticops, Farewell to words, Mönster, Prohibited, Reborn to conquer, Wrath of sanity, Alithia, Madlocks…

16. Is there anything besides myspace where people can hear your stuff?
Yep, www.finalprayer.de – drop us a comment in the guestbook please!

17. Is there anything else that you would like to add that I haven't asked?
Well, we´ll do a split 7” with Alcatraz from California this spring. It will be release through Demons run amok records, so check that out. We´re on tour all over europe in february, so come and check us out. Thanks for the interview, we appreciate it.



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FINAL PRAYER
www.asice.net (Netherlands) | 2006-05-26

German hardcore bands don't seem to be getting that much attention from the Dutch audience. And that's a shame, especially when it comes to Final Prayer. So we thought we'd do an interview with bass player Felix to introduce you to Berlin's finest.

Your style has changed a bit since your demo days. How did that go?

Well, as it is with most bands you need some time to figure out with direction suits you best, which sound suits you best, and most important where you want to see yourself heading to. The songs on the demo and the split CD were mainly written within the first 5 months of the band being together. We all had played in bands before, but no-one in Final Prayer had played together in a band before. Thus we never had a main songwriter, so we wrote all songs collectively together and therefore it took some time for us to find the right mix so that everybody is happy with the direction the songs are going to. I wouldn’t say the sound has changed drastically, we never played Metal or Emo and switched to being a HC-band within a year. It’s more that we figured out what we want, which is mainly to write energetic and heavy HC-songs with a pissed off and angry yet positive vibe to it.

Any new directions you want to try on your next release?

I can’t really say anything about that, coz the record only came out now and we have been playing out nearly every weekend since the release, so we haven’t had any time to sit down and write new material. We’ll do that during the summer, when we’re back from the tour with Crisis Never Ends. But I doubt we’ll make drastic changes, coz we’re all pretty happy with the direction the band is going to.

The Kohlekeller Studios are mostly known for metal. Why did you decide to record there?

Mainly because Kai Stahlenberg (Kohlelkeller Studios) already mixed and mastered our split CD, which we recorded in our practice-room, and he did a good job with it. There are no really good studios for the music we play that have affordable rates in Berlin. We asked him if he’d like to do it, he made us a good offer and the rest was set after that. Although it was a big financial and organizational effort we had to make to travel to Darmstadt, stay there for 14 days and record, we don’t regret it. About the sound: we made it very clear from the beginning that we don’t want some polished Metalcore-record and I think the result speaks for the professionalism of the Kohlekeller-Studios – they really put some effort into figuring out the best sound for our music.

Is there any specific reason why you re-recorded "Empower"?

We all liked the song coz it’s so damn fast and ends in a big breakdown. Empower was only released on our demo, which was limited to 300 copies and is long out of print, so we thought we’d put it on the new record so everybody can check it out. Plus the message of the song, which is about self-empowerment and not letting society, school or politicians establish tell you what morals, values, rules or ethics you are supposed to have, fits into the whole scheme of the album.

You're from Berlin. Is there still a difference between East and West there?

Yes and no. It’s not like in the early nineties where you could tell by the looks if someone was from the east or the west, but of course you do realize differences after a while concerning things like architecture, population structure etc. There are also some socio-economic differences still there as well: different wages between east and west and even higher unemployment rate in the east. Anyway, it’s a great city to live in and very fascinating because of its history – I love living here.

What does the Berlin hardcore scene look like?

Pretty damn good at the moment. Some good new bands coming, some older, established bands releasing new records and shitloads of shows every month. Some have a larger audience, some only attract few people, but that’s how it is everywhere I guess. The atmosphere at gigs is mostly very nice, no fights, no bullshit – all family.

Any bands or venues we should check out?

Among the newer bands are Make it Count, Prohibited, One hope left, Ivan Drago, The Working Dead and Cold war. They all have Myspace-sites and demos out, so check them out. Among the more established bands are Alithia (CD on Mad Mob rec.), Anticops (CD on Mad Mob rec.), Shortage (our drummers other band, CD out on Beniihana rec.) and Battle Royale (I used to play bass for them earlier, they just released a split 7” with Marked for Death from the UK). Most gigs are either at the Tommyhaus, the Wild at heart or the Cassiopeia, which is located next to the Skatehall.

Are politics a relevant subject for you to write about?

Yes, amongst other things like friendships, Hardcore or whatever, we do have socio-political lyrics. It is a sad thing to see that few HC-bands do actually take a stand and have something more to say than “fuck shit up on the dance floor” (don’t get me wrong, me love it when that happens). I never understood people saying that politics and Hardcore do not belong together. First, HC has always been political to a certain extent, all the old bands like Agnostic Front etc. used and still do play benefits all the time. Second, if some fucking actor like Ronald Reagan, or a fucking high-school dropout like George W. Bush is allowed to make politics and rule the world, why shouldn’t we have our say? It always has been one of the main strategies of the political class to make everybody else believe that you need a university degree to be involved in politics and to be able to understand them, to keep everybody else out of power. To me all people claiming to be apolitical just play into the hands of those in power. If you’re happy to be ruled, that’s your problem, I’m not. There’s nothing more dangerous to the world than the happy slave…

Can you explain what the message is in a few of your lyrics?

I’m gonna pick out one, which is the first track “Broken mirror”. It’s about the so-called beauty industry and their marketing campaigns. Everyday we’re all bombarded with adverts of “beautiful” men and women presenting the newest shower cream or perfume while looking amazing. The intended effect of such campaigning is not only to sell products, which is a legitimate goal of any advertising, but moreover to establish norms and guidelines of how we all have to look like, act, eat or feel. These adverts do not present the “truth” or “facts”, but ideals and norms of beauty that help these multinational companies make millions of profits each year. And this on the expense of thousands of women (and men) that die of anorexia year after year. The chorus says it all: I am more than just my body, I still got heart and soul.

A lot of German bands support 'Good Night White Pride'. Is racism really an issue at German hardcore shows?

It is not so much only a problem at HC-shows, but it is a problem within society. Not only in Germany but also in Holland, Belgium, England, Spain etc. – everywhere there have been reports of people getting attacked for the colour of their skin, their sexual orientation etc. It was a problem in some parts of the German HC-scene that Nazi-Skinheads tried to get into shows, hang out and “just” watch the bands. It is well known that this is part of their strategy to undermine all kinds of “youth movements” like Techno, Dark Wave, Black Metal and also HC in order to gain support and recruit people for their organizations and in the end to dominate these scenes. By letting these people into venues etc., what they call “cultural hegemony” is made possible. Out of the fear that this could happen to HC (like it happened to large parts of the Black metal-scene) Good night white pride was founded. With my old band Disrespect we were amongst the first to support them. The purpose of Good night white pride is to cause awareness of the consequences we all face, when Nazis can attend gigs without any problems. I think the campaign did a great job in creating such awareness and it motivated a lot of people to actually get off their asses and do something about it. Thus of course there are still Nazis coming to shows once in a while, but hardly ever wearing their ideology on their sleeves like they did a couple of years ago. I think at a lot of the bigger shows, set up by rock promoters who only care about money, Nazis still can attend shows coz they don’t get kicked out by the bouncers, who are often enough their friends anyway. But at the real DIY-HC shows there are hardly any Nazis and if they come people will most certainly confront them with the fact that no-one wants them here.

Although Germany is very big in comparison to The Netherlands, we don't really get that many German bands over here touring. Why is that?

I don’t really agree to your statement. I think there’s actually far more German bands going to tour the Netherlands than there’s Dutch bands going to Germany. As far as I know all the bands from the Ruhrpott area play The Netherlands frequently, and even bands from the Eastern Germany or Southern Germany, which is both about 800 km away from The Netherlands play gigs in Holland. I think in general both scenes (Dutch and German) are so active and big, that they have become pretty much self-sufficient to an extent. Everybody in The Netherlands seems to have a band when we go there with Final Prayer, and everybody in Germany seems to have a band, too, so most shows are booked with local bands. I’d love to see some good Dutch and Belgian bands like Strike First, Justice or Rise and Fall, but they somehow never come to Berlin. Dunno why that is, people should open their eyes more, there’s so many great bands around in Europe for the time being.

How do things work in Germany as far as subsidies and support from the government on cultural issues are concerned?

Simple answer: there’s none for non-mainstream stuff like HC. It’s as simple as that. Venues do not get any support and bands do not get any support, unless they are valuable for German culture in the eyes of the ministry of cultural affairs. Everything we do we have to fund it ourselves, be it gigs, the band, a tour, a van. But on the other hand we can say what we want and do what we want without any influence from our bullshit government.

David, thanks for the interview and keep up the good work. For news, mp3´s and shit, surf to www.finalprayer.de.


Interview by David and Hellmondtrooper.
Pictures taken from the Final Prayer website.



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FINAL PRAYER
music-scan.de (Germany) (Germany) | 2006-05-14

Auf “Right Here, Right Now, dem Debüt der Berliner Final Prayer wird energiegeladener, wütend nach vorne losgehender Hardcore geboten, wobei hier und da schön das Tempo verschleppt wird, um die ein oder andere fett rüberkommende Mosh-Runde einzuleiten. Gestützt werden die Songs durch fette Back-Up-Chöre. Das Ganze kommt ohne Schnörkel auf den Punkt und das Beste an der Sache ist, dass die Jungs wirklich was zu sagen haben und gesellschaftskritisch ihre Meinung vertreten.

Musicscan: Mit wem habe ich denn das Vergnügen, stell dich bitte kurz vor.

Final Prayer: Ich heiße Felix, spiele Bass bei FP und bin Politikwissenschaftler Ansonsten sind bei Final Prayer noch Pascal an den drums (freier Redakteur im Bereich Musikfernsehen), Flo und Mac an den Gitarren sowie Stephan am Gesang. Die letzten drei sind allesamt noch Studenten.

Musicscan: Wie lange seid ihr jetzt als FINAL PRAYER am Start?

Final Prayer: Flo und ich hatten schon ewig vor zusammen eine Band zu starten, aber die richtigen Leute dafür haben wir erst Anfang 2004 gefunden. Dann haben wir relativ schnell die ersten vier Songs als Demo rausgebracht und sind damit ein bisschen getourt. Wir haben dann Anfang 2005 die Split Cd mit Crisis Never Ends veröffentlicht, wieder massig Gigs gespielt und eine Tour mit Teamkiller. Und dann jetzt im April 2006 das erste Album…

Musicscan: Wie lange habt ihr denn an den Songs zu „Right Here, Right Now“ insgesamt gearbeitet?

Final Prayer: Da hat relativ lange gedauert, da wir erstens nicht wirklich viel proben und zweitens auch nicht die schnellsten Songschreiber sind. Alles in allem kann man sagen wir haben mit vielen Unterbrechungen etwa ein ¾ Jahr dafür gebraucht. Nicht wirklich Punkrock ich weiss, aber bei uns entstehen die meisten Songs als ein Kompromiss aus den Meinungen und Geschmäckern von 5 Leuten und das kann sich daher hinziehen.

Musicscan: Warum habt ihr euch für den Namen FINAL PRAYER entschieden bzw. ist dieser vielleicht auf unsere aktuellen gesellschaftlichen Verhältnisse zu beziehen?

Final Prayer: Der Name hat eigentlich wenn ich ehrlich bin keine tiefere Bedeutung, außer das er sich für uns gut angehört hat und zu unserer Musik gepasst hat. Wir hatten ein Liste mit 5 oder 6 potentiellen Namen, haben demokratisch darüber angestimmt und „Final Prayer“ hat die meisten Stimmen bekommen. So einfach war das.

Musicscan: Aus welcher Intension heraus habt ihr FINAL PRAYER gegründet und hat sich die Einstellung im Laufe der Zeit vielleicht geändert?

Final Prayer: Das ist eine Frage, auf die Du sicherlich von jedem in der Band eine andere Antwort bekommen würdest, daher hier nur meine ganz persönliche Ansicht: ich habe zusammen mit Flo Final Prayer gegründet, weil ich erstens total Bock hatte in einer musikalisch relativ straighten, brutalen HC-Band zu spielen, die ohne viel Schnörkel, komplizierte Breaks und Metaleinflüsse auskommt. Zweitens gab es zu der Zeit (Ende 2003) kaum Bands in Berlin, die solche Musik gemacht haben bzw. gibt es immer noch kaum welche. Drittens und für mich die Hauptmotivation: Spass haben, ein bisschen touren, Leute treffen etc. – was wahrscheinlich die Gründe sind, wegen denen die meisten Leute eine HC- oder Punkband starten.

Musicscan: Was ist unter dem Album Titel „Right Here, Right Now“ zu verstehen bzw. wofür steht dieser Titel, was sind die Hintergründe?

Final Prayer: Der Titel ist einem Song von uns entlehnt, denn im Chorus von Best of times heisst es: Right here, right now, best of times before my life runs out. Die Message des Songs ist relativ simpel: carpe diem; nutze den Tag; träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum… wie man sieht gibt es extrem viele Sprüche bzw. Lebensweisheiten, die in eine ähnliche Richtung zielen. Best of times ist einfach ein Stück weit, was FP für uns alle ist: die beste Zeit haben, jeden Tag so leben, als wäre es der letzte und daher auch jeden Gig so spielen, als wäre es der allerletzte. Einfach eine positive mental attitude bewahren und sich von dem ganzen Scheiss, der einen tagtäglich umgibt, nicht fertig machen lassen. Daneben bekommt der Titel allerdings im Kontext des Covers für mich eine wesentlich allgemeinere oder wenn man so will politischere Bedeutung.

Musicscan: Ist auf dem Album-Cover nicht das Mädchen zu sehen, welches durch einen Napalmangriff verletzt wurde und nackt flüchtet?

Final Prayer: Das ist richtig, das Mädchen wurde während des Vietnamkrieges in den 1970er Jahren Opfer eines US-Napalmbombardements, welches sich gegen vermeintliche Vietcong-Guerillas bzw. deren Unterstützer richtete. Wie in allen Kriegen war auch hier, wie das von Napalm verbrannte Mädchen verdeutlicht, der Großteil der Opfer Zivilisten.

Musicscan: Wenn ja, wie ist das Ganze im Zusammenhang mit den auf dem Cover befindlichen Hochhäusern zu verstehen?

Final Prayer: Der Titel „right here, right now“ im Kontext des CD-Covers, auf dem ein von Napalm verbranntes Mädchen aus einer Industriemetopole herausläuft, verweist auf die Ungleichzeitigkeit der menschlichen Entwicklung. Während ein Viertel der Menschheit im reichen Norden bzw. der ersten Welt lebt (in den Industriemetropolen), leben drei Viertel arm und von Hunger und Krieg gezeichnet im armen Süden (verdeutlicht durch das von Napalm verbrannte vietnamesische Bauernmädchen). Wir alle leben in einer Welt, die vom Gegensatz von zwei „Welten“, die beide gleichzeitig Realität sind (right here, right now) aber dabei höchst ungleiche Charakteristika aufweisen, geprägt ist.

Musicscan: Die HC-Szene in Berlin ist wieder schwer aktiv mit Bands wie u.a. Final Prayer, Shortage oder Anti-Cops. Wie seht ihr die Berliner-Szene heute und welche Entwicklung hat sie genommen?

Final Prayer: Im Moment kann man wirklich nur positives über Berlin sagen… es gibt eine Masse an Bands, die in diesem Jahre Platten releasen werden (Alithia, Battle Royale, Shortage, Anticops, Ivan Drago…) und eine ganze Menge junger Bands, die Demos herausgebracht haben oder dies noch tun werden (Prohibited, Make it Count, Farewell to words…). Es sind fast jede Woche eine oder zwei Shows, die meisten Gigs sind gut besucht… Berlin ist im Moment sehr cool und wir spielen sehr gerne hier. Viele neue Kids, viele alte Leute, wenig elitäres Verhalten und (noch) wenig Eyeliner-Bands und Stylos… Berlin ist einfach laut, roh und dreckig, deswegen lieben wir es alle!

Musicscan: Früher habt ihr bereits in anderen Bands gezockt und seid deshalb schon seit einigen Jahren musikmäßig am Start, wie findet ihr die Entwicklung des HC hin zu metallischem HC und als Endresultat hin zum Metalcore?

Final Prayer: Hmm, als ich angefangen habe, hieß es von manch älterem Szenegänger Cro-Mags wären eine Metalband und würden den HC kaputt machen… Heute sagen die Old School Kids die einzig wahre HC-Band wäre Cro-Mags.. Was ich damit sagen will ist, dass man die Entwicklung von HC größtenteils immer nur ab dem eigenen „Eintritt“ in die Szene beurteilen kann. Seit ich HC höre hat es immer Bands gegeben, die Metaleinflüsse in die Musik haben einfliessen lassen, auch wenn es Anfang der 90er total uncool war Metal zu hören. HC war HC, Metal war Metal – die Szenen hatten kaum Berührungspunkte. Das ist mittlerweile anders und hat wie ich finde seine positiven und negativen Aspekte. HC ist musikalisch so vielfältig wie noch nie und leider auch so verkommerzialisiert wie noch nie zuvor. Ein Großteil der Bands ist technisch verdammt gut geworden, dafür fehlt mir oft der wütende, rotzige Spirit früherer Bands. Vieles klingt mir zu überproduziert und ist live mehr Show als die Darstellung eines Lebensgefühls (oder lifestyles). Gerade letzteres war für mich immer der Aspekt, der HC besonders gemacht hat… it´s more than just music, live it or leave it! Aber ich will hier nicht rumheulen, es gibt immer noch einen Haufen Bands und Leute, die HC leben – und auch eine Band wie Crisis Never Ends, die musikalisch wohl Welten von Minor Threat entfernt sind, haben verdammt noch mal derbe HC-Spirit…

Musicscan: Wie seht ihr die Vergleiche zu Hatebreed, Terror und Throwdown? Seid ihr damit einverstanden oder ist es eher als Namedropping des Promoters zu verstehen? ;-)

Final Prayer: Also Throwdown fand ich früher ganz cool, mit den neuen Zeugs kann ich nix anfangen – ist mir zu Nu Metal-lastig. Terror und Hatebreed finde ich beide sehr geil und würde auch nicht sagen, dass diese Bands uns nicht beeinflusst hätten.

Musicscan: Im Gegensatz zu anderen Bands des Genres beschäftigt ihr euch nicht mit dem eigenen „Überlebenskampf“ und dem Unity-Gedanken, sondern habt ein starken soziopolitischen Anspruch. Wie wichtig ist das für euch?

Final Prayer: FP wurde nie als dezidiert politische Band mit klarer ideologischer Ausrichtung gegründet – in erster Linie sind wir eine HC-Band und da HC immer auch politisch Stellung bezogen hat gegen Kriegstreiberei, Rassismus, Sexismus und andere Formen der Unterdrückung sehen wir uns natürlich in dieser Tradition. Wichtig ist es für mich als die Person die 80% der Texte schreibt in der Hinsicht, das ich nur Texte über Sachverhalte schreibe, die mich auch beschäftigen. Da ich mich definitiv als politischen Menschen sehe, beschäftigt sich auch ein Teil der Texte mit Politik – ohne das ich deshalb aber versuche anderen meine Meinung aufzuzwingen oder Bands schlecht reden will, die keine politischen Texte haben.

Musicscan: Seht ihr euch als Tough Guy oder Bollo Band oder würde man mit diesen Bezeichnungen euch nicht gerecht werden?

Final Prayer: Wir sind eine HC-Band – nichts mehr oder weniger. Und by the way: in Berlin sagt kein Mensch „Bollo“, denn das ist ein Begriff der aus dem Ruhrpott kommt… hier sagt man dazu „Prollo“ – und „Prollo“ will in Berlin kaum jemand sein, haha. Nee, im Ernst – solche Labels sollen uns mal andere Leute geben, wir sind eine HC-Band und das reicht uns völlig aus.

Musicscan: Welch einen Stellenwert hat ein Song wie „The Anthem“, wie wichtig ist es für euch solch einen Song zu schreiben?

Final Prayer: Einen besonderen Stellenwert hat der Song eingentlich nicht für uns als Band, dann schon eher „Best of times“. Egal, in „the anthem“ geht es primär um die Massen an Leuten, für die HC ein oder zwei Jahre ein toller, non-mainstream Trend ist, bevor sie wieder Discomusik hören, CDU wählen oder was auch immer. Diese Leute wird es immer geben, deren dämliche Fragen wie „du hörst immer noch solche Musik?“ werden wir alle immer wieder gestellt bekommen und der Text ist einfach unser „fuck you“ an diese Leute. Sehr einfache message und geht raus an alle, für die HC/ Punk mehr als nur Musik ist…

Musicscan: Ist bei euch tourmäßig was geplant und wie wichtig sind für euch die Liveaktivitäten?

Final Prayer: Live spielen ist denke ich mal für jede HC-Band das wichtigste, weil nur live dieses feeling rüber kommt, eines mit dem Publikum zu sein. Daher versuchen wir, soweit es das unsere jobs bzw. die unis erlauben, so viel wie möglich live zu spielen. HC ist einfach keine Konservenmusik – wer HC verstehen will, der muss es sich mal live angesehen haben.

Musicscan: Ihr habt ja bereits eine Split mit den Jungs von Crisis Never Ends veröffentlicht, wie findet ihr die neue Scheibe der Jungs?

Final Prayer: Sehr fett, haben sich sehr nach vorne weiterentwickelt und wir freuen und auf die Tour mit CNE im Juni.

Musicscan: Als Gastsänger sind Micha TEAMKILLER und Jogges SIDEKICK am Start, wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Final Prayer: Den Jogges kenne ich noch von Disrespect –Zeiten, da habe ich immer tapes mit ihm getauscht –das muss so 1995 gewesen sein. Seitdem sind wir immer in Kontakt. Vor den Aufnahmen haben wir ihm die Demoversion von „No place to turn“ geschickt und gefragt, ob er nicht den Mittelpart singen will. Er fand die Idee cool, ist mit Micha zusammen im Studio vorbeigekommen und hat es eingesungen. Wir haben ihm gesagt, er soll wie eine Mischung aus Bad Brains und Underdog klingen… was dabei rauskam könnt ihr auf der Platte hören. Mit Teamkiller haben wir ewig viele Gigs und eine Tour zusammen gespielt, die sind unsere Brüder aus dem Süden und von daher war es klar, dass Micha eine Gastpart auf der Platte kriegt. Bei den Backups ist übrigen Michael, der Teamkiller Drummer noch dabei gewesen!

Musicscan: Pascal ist ja ebenfalls bei Shortage aktiv, wie bekommt er das alles unter einen Hut?

Final Prayer: Gute Frage, die ich mir sehr oft stelle. Der Mann lebt einfach für die Musik. Wahnsinn. Der liebt es einfach, Schlagzeug zu spielen. Zudem spielen Shortage nicht so viel live, daher kann er das irgendwie unter einen Hut bringen.

Musicscan: Das letzte Statement gehört euch, was wollt ihr noch unbedingt los werden?

Final Prayer: Danke für das Interview, für mehr Infos oder um in Kontakt mit uns zu treten checkt www.finalprayer.de.



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FINAL PRAYER
www.allschools.de (Germany) | 2006-05-10

Stell Dich doch erst einmal kurz vor und erzähl uns ein paar Eckpunkte Eurer Bandhistorie?

Hi, ich bin Felix, spiele Bass in der Band und beantworte deine Fragen. Wir sind FP aus Berlin und spielen seit Ende 2003 zusammen. Bisher haben wir ein Demotape auf Our World Rec. veröffentlicht, eine Split MCD mit Crisis Never Ends und jetzt brandneu ein Album auf Let it Burn (Vinyl Version auf I.C. Records).

Wie steht’s mit Eurem Bandnamen? Wie kam er zustande und steht er in irgendeinem Zusammenhang zu Eurer Musik?

Der Bandname ist Resultat eines demokratischen Prozesses der Namensfindung könnte man sagen… Wir hatten die Demo-Veröffentlichung und einen ersten Gig in Planung und brauchten einen Namen, haben daher eine Liste mit Namen aufgeschrieben, die irgendwie zu unserer Musik gepasst haben, und Final Prayer hat einfach die meisten Stimmen bekommen. Eine spezielle inhaltliche Bedeutung hat der Name daher für uns nicht, er passt in erster Linie zur Musik.

Auf Eurem jüngsten Longplayer "Right Here, Right Now" zeigt ihr Euch einerseits roh und metallisch offenbart auf der anderen Seite jedoch eine ausgesprochene Affinität zum Oldschool Sound. Wie würdet ihr Euch positionieren und welchen Stellenwert hat Oldschool HC für Euch?

Wir verwenden beim Songwriting auf jeden Fall viele verschiedene Einflüssen – da hast du auf jeden Fall recht – von daher würde ich uns auch nicht als wirklichen Old School bezeichnen. So wirklich puristisch ist ja unser Sound nicht, allerdings ist traditioneller HC sicherlich die Grundlage unseres Sounds. Ich persönlich mag HC (heutzutage muss man wohl „Old School“ davor setzen, damit die Leute wissen was gemeint ist, weil HC als Musikrichtung so unglaublich vielfältig geworden ist) aufgrund seiner Direktheit, Energie und größtenteils positiven Attitude. Zudem ist es die Musik, mit der ich aufgewachsen bin. Ich habe immer auch Punk, Metal oder Hip-Hop gehört, aber so wirklich zugehörig fühle ich mich nur zur HC-Szene.

Euer neues Album scheint trotz Kritik an Missständen in der Gesellschaft einen positiven Grundtenor zu haben, was wollt ihr mit der Scheibe vermitteln?

In erster Linie beziehen einige Texte auf der Platte zu politischen oder sozialen Themen Stellung, weil ich Lust hatte darüber zu schreiben. Mir ist vollkommen bewusst, dass ich damit nicht die Welt verändern kann o.ä., aber Texte über Dungeons & Dragons oder das Leben auf der Strasse kann ich nicht gut schreiben, weil ich mich weder für das eine interessiere noch authentisch über das andere schreiben könnte. Von daher drücke ich mit den Texten in erster Linie meine Gedanken bzw. Kritik an bestimmten Missständen aus und hoffe natürlich das es den einen oder anderen zum nachdenken anregt. Ich würde uns aber nicht dezidiert als politische Band sehen, aber laufen einfach alle mit offenen Augen durch die Welt: der Masse an Ungerechtigkeit, Armut, Kriegstreiberei und Ausbeutung bietet sich einfach für Textinhalte an.

Wie viel Zeit habt Ihr Euch für die Aufnahmen von "Right Here, Right Now" genommen?

Wir waren insgesamt 14 Tage in den Kohlekeller Studios in Darmstadt. Für die Songschreiberei haben wir ca. 9 Monate gebraucht, weil wir immer wieder live gespielt und getourt sind und daher nicht wirklich nur auf das Songwriting fokussiert waren.

Würdet Ihr im Nachhinein irgendetwas ändern wollen an den Aufnahmen?

Kleinigkeiten gibt es immer, aber im großen und ganzen sind wir sehr zufrieden mit der Aufnahme und können Kai und das Kohlekeller Studio nur weiter empfehlen.

Wie bewertet ihr die deutsche Hardcore Landschaft und wie ist Eure Einstellung zum Metalcore Hype?

HC in Deutschland ist so lebendig wie selten. Es gibt unzählige Labels, Gigs, Bands, Zines etc. und es macht einfach total viel Spaß gerade Konzerte zu spielen. Aufgrund der Ausdifferenzierung von HC in so viele Sub-Szenen wie Screamo, Emo, Metalcore etc. ist es allerdings immer seltener mit verschieden klingenden Bands zusammen zu spielen. Wir spielen gerne Shows zusammen mit Metalbands oder Punkbands, aber das ist sehr selten geworden. Ansonsten ist die Szene aber so gut wie lange nicht mehr… Zu Metalcore kann ich nicht viel sagen – interessiert mit musikalisch nicht wirklich. Gibt einige gute Bands, deren Wurzeln auch in der HC-Szene liegen wie HSB oder Maroon, die dann auch was zu sagen haben; gibt aber auch tonnenweise Stylo-Spacken, die eine auf Rockstar machen, sich schick anziehen und schminken und außer Style und so einem mittlerweile MTV/ H&M-kompatiblen Image nichts zu bieten haben. Aber deren „Szene“ hat sich mittlerweile so weit von der HC-Szene entfernt, dass man so Leute eh auf unseren Shows sowieso nicht sieht.

Ich hab das Gefühl, das die Kids da draußen gerade lieber mal zu einer heimischen Band greifen als die nächste Band zu feiern, die aus den USA kommt. Wird „support your local scene“ wieder gelebt?

Na ja, „gelebt“ klingt etwas hochgestochen, aber ich denke von der Grundtendenz stimmt das schon. Wobei man sagen muss, das viele EU-Bands einfach auch saugut sind und viele US-Bands an die Wand spielen. Es liegt daher eher an der Qualität und nicht an der Herkunft der Bands. Woher Musik/ Kunst kommt ist ja erstmal egal, gute Musik ist gute Musik – da sollte es scheißegal sein woher die Band kommt. Nationalismus und Musik passen für mich nicht zusammen, besonders nicht in Deutschland.

Was gibt es Szenetechnisch so aus Berlin zu berichten?

Hmm, hier gibt es eigentlich immer viel zu viele Gigs, so mindestens 2 pro Woche, so dass vor allem Shows unter der Woche oft nicht so gut besucht sind. Schlecht besucht in Berlin heißt allerdings so 80-100 Leute – das muss man dazu sagen. Sonst gibt es ne Masse guter Bands: checkt mal: Make it Count, Prohibited, Wrath of Sanity, Ivan Drago, Alithia, Shortage, Anticops, Battle Royale…

Welche Bands beeinflussen Euren Sound?

Hmm, da würde jetzt jeder in der Band eine andere Antwort drauf geben… Ich persönlich würde sagen älteres NY-Zeugs, dann Sache wie All Out War und Integrity und so neuer Kram wie Terror haben „Spuren“ hinterlassen.

Was rotiert denn momentan bei Euch im Player?

Bei mir die Champion/ Betrayed split 7“, die Rise & Fall LP, die Wrong Side LP, die Bad Brains „i against i“ und eigentlich immer The Streets…

Was macht Ihr alle neben der Musik? Was habt Ihr für Jobs?

Stephan, Flo und Mac studieren noch, Pascal arbeitet als freier Mitarbeiter bei TV-Produktionen als Cutter und in der Redaktion und ich mache meinen Doktor in Politikwissenschaft. Final Prayer ist unser Hobby und das ist auch gut so, die Band fulltime zu betreiben schwebt uns nicht vor.

Und wohin soll’s mit FINAL PRAYER gehen, wie sieht Euer 5-Jahresplan aus?

Erstmal viel Touren, dann neue Songs schreiben, Ende des Jahres ne split 7“ auf Vendetta Records und im nächsten Jahr hoffentlich ein neues Album… Was wir in fünf Jahren machen weiss ich nicht, das ist so ne lange Zeit – da möchte ich keine Vorhersagen treffen…

Shoutouts?

Gehen raus an dich für das Interview, an Simone und Ploedi, die das Allschools früher gemacht haben und alle die uns bisher in irgendeiner Form unterstützt haben – besonders Heuler-Chris von Let it burn.



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FINAL PRAYER
firealive.it (Italy) (Italy) | 2006-05-08

Final Prayer taken the quickness/straightness of hardcore blended with the heaviness of metallic riff bringing a perfect balance between the early Hatebreed, Born From Pain and Black Friday 29. A personal sound, definetly of their own...the most powerful formula into play metalcore...directly from Germany!!!!
1. Hi guys! The name FInal Prayer sounds direct and aggressive as well. Let's start with an explanation about it.
Is there any meaning behind?
Felix: Hi there at Fire Alive Webzine. Well about the name Final prayer: we just tried to come up with something that fits our music. We had our first gig lined up and needed a name, so we made a list of possible names and Final Prayer was the one most people in the band favoured... That´s basically the story behind our name, there´s no special meaning or concept to it – it just somehow fits our music and is indeed, as you said, agressive and direct.
2. Introduce yourself to the European fans who had not a chance to check you guys out yet.
The band was started when Flo (guitar) and me (bass) had the idea of playing some heavy, direc, in your face HC. This was around the fall of 2003. We wrote a couple of songs in Flo´s bedroom and then searched for some people to jam with. We tried a couple of drummers and singers, so it us took until the beginning of 2004 to find a fixed line-up for the band. The line up since then is Stephan – vocals, Flo and Mac – guitar, Felix – bass and Pascal – drums. In March 2004 we recorded four songs in a practiceroom as our demo, which was released on tape (there were 300 copies made but they´re all gone, so don´t bother asking, haha) by Our World Records. After the release of the demo we played about 25 shows in Germany, Austria, Switzerland and Holland. We then got the offer from Punchline Productions to do a split Cd with our friends in Crisis Never Ends – this release came out in January 2005. Right after that we started to play dozens of shows, did a tour with Teamkiller in September 2005 and went into the studio in January 2006 to record the full length. Our full length was released in April by Let it burn records. The Lp will hopefully out in May on I.C. Records. We playing out nearly every weekend right now to support the record and will do a tour in June with Crisis Never Ends. That´s basically the FP story so far...
3. Your music has a strong sociopolitical message: could you guys tell us any detail about it? What are your lyrics about?
Not all of our lyrics deal with sociopolitical issues – some also deal with issues like how great it is to play in a band and to use music as a vehicle to release all your agressions in a positive way, what sucks in the HC-scene etc. But after all you are right: I would consider us a socially conscious band. We do have lyrics dealing with media maipulation, the instrumentalization of religion for war, the “beauty” industries and its sexist, degrading advertising campaigns, the exploitation of the third world and so on... We also do play benefit shows when possible and try to support good causes – after all this is fucking Hardcore, it´s more than just music, it´s a state of mind.
4. How did you get in touch with Chris from Let It Burn Records? I definetly think that Germany is the "headquarter" of hardcore and metal bands in Europe...Anyway each band which definetly rocks is from Germany!
I can't hide it...i'm really envious of your scene!!!
I got to know Chris about 10 years ago, when he and his brother did a fanzine and i did one, too. We traded fanzines and they came and visited me in Berlin and so on. We´ve stayed in touch on and off over all these years and when i send him some demos of our new songs he immediatly offered us a deal. There were other labels interested as well, but Chris was the person we felt most comfortable with... About Germany being the headquarter of HC and Metal: it´s really hard for me to say something about that... I think there are great bands around everywhere, it just happens that Gemany always had a very strong scene with a lot of dedicated people – maybe that´s why a lot of german bands get a lot of attention. But there´s strong scenes in a lot of different european countries right now. Thus I´d rather say the european scene is amazingly strong right now. That´s a great development i think!
5. Would you guys consider Final Prayer as a pure metalcore band?
With a few words: what sounds metalcore and what isn't definetly metalcore in your point of view?
Uuuuhh, difficult question... honestly speaking I´m not into most Metalcore at all. I like HC music and i like some Metal, but i don´t like this new crossover thing called Metalcore. The Metalcore thing is so hyped and there´s so many bands just copying the “big bands” and hoping to get signed, make some money, kiss the ass of major labels and become rockstars – i´m not into that at all. I know a lot of bands that started the Metalcore thing and the people in these bands (Maroon, Caliban, Heaven Shall Burn etc.) who are down to earth and real, but their music just never did it for me. If i listen to HC, i want to listen to HC- you know what i mean... real HC, pissed of, in your face, brutal, energetic music with an attitude to it. If I listen to Metal, i wanna hear some good melodies, crazy solos, shitty outfits... you get the picture. Although i have to admit i like old crossover like C.O.C., D.R.I., Crumbsuckers, late Cro-Mags, but that´s not Metalcore to me. Anyway, Final Prayer to us is a HC-band and we don´t see us playing Metalcore. We´d rather play dirct, in your face yet heavy HC with some Metal-influences. That´s how i´d describe our music...
6. Recently you made a 5-day tour over Easter:
you must tell us something about it!!!!
Touring is always a fun thing to do – if I´m honest it´s probably the reason why i play in bands – and our little Easter tour was no different. We played some funny shows, saw some amazing bands (Teamkiller, Solid Ground, Rise & Fall, Born from pain, Cataract, Slumlords...), met old and new friends.... On the third day our van broke down and it took the rental agency five hours to get a replacement. The van we got as a replacement didn´t fit our whole backline, so we had to leave the drumkit and some cabinets behind. By the time we got the new van and had it loaded we were really late, so we drove from Mainz in Germany to Gent in Belgium (that´s where we had the gig) like maniacs, didn´t barely stop to piss and arrived just in time to play last. Most people had already left as we played after the headlining band, but we didn´t really care and raged through our set. What else? We discovered some gay porn TV channel at Tom/ Reality Records house – but I won´t go into details here, haha. Tom is a nice guy and i bet he didn´t know about it coz he´s got satelite TV with about 200 Tv stations... What else? We had to drive back from the last show in Eindhoven/ Holland to Berlin, coz some of us had to work next morning. At around 5 am we nearly got into one big accident, where two trucks crashed into the hard shoulder and five people actually died – we found out about that next day on TV. We were among the few vehicles that got through ok, after us the whole highway was blocked for four hours. Was crazy seeing all these cars and trucks smashed... Luckily it wasn´t us.
7. Arne from Lifeforce Records is a friend of you, aren't you? Let me know more about this awesome dude, i write him nearly everyday...yeah haha i just don't wanna bother him (and you too)!!!
I got to know Arne like six years ago or so. He´s this laid back, friendly guy that´s somehow always busy. He does good work with his webzine HYPERLINK "http://www.music-scan.de" www.music-scan.de and for his promotion agency, although he should actually be studying at University. He looks like a Metalhead with his long hair and tight black jeans, but we still like him, haha. I bet he gets pissed off when reading this, haha.
8. Will you play at any summer festival this year?
If someone offers us a slot we´ll definitely do it. So far nothing has worked out, but we hope to make on some festivals. Would be rad, i love hanging out at summer fests.
9. What is running on your cd player at the moment?
Fuck CD´s, haha. On my record player the Go it alone/ Blue Monday split 7” is spinning. Before that i listened to the Iron Age LP – so good. Stuff we all dig right is the new Rise & Fall, Solid Ground, Madball, the Down to nothing CD and a lot of non-HC shit like Down, Slayer, Crowbar, old Metallica, Nasum and so on...
10. Thanks a lot guys for your time and your patience, do of your scene a Fire Alive, keep it alive...FOREVER!!!
Have you any last word that you would like to say to the readers of Fire Alive?
Thanks for the interview and for your support. For more informations, mp3s and shit, go to www.finalprayer.de. Be a part of the scene, not just the scenery. That´s all, good night.
Walter



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FINAL PRAYER
www.wallsoffire.de (Germany) | 2006-05-03

Seit einige Jahren sind in Berlin einige Jungs unter dem Namen "Final Prayer" unterwegs, die dieser Tage ihr erstes Album betitelt "Right Here, Right Now" veröffentlichen. Auf der Scheibe gibt`s heavy Hardcore pur. Bassist Felix stand für uns Rede und Antwort...

Interview
Stelle Dich und Dein Part in Final Prayer zunächst doch mal vor.
Hi, ich heisse Felix und spiele Bass bei Final Prayer. Daneben gibt es noch Mac und Flo an den Gitarren, Stephan am Mikro und Pascal an den Drums.
Würdest Du mir einen kleinen Rückblick über Final Prayer geben, für diejenigen die euch nicht kennen?
Wir haben Ende 2003 angefangen Musik zu machen – das waren zu Beginn aber im Wesentlichen nur Flo und ich. Wir hatten beiden Lust darauf eine Band zu starten, die brutalen HC spielt. Wir haben erstmal in Flos Zimmer einige Songs geschrieben und dann haben wir einige Monate damit verbracht die richtigen Leute für die Band zu finden. Anfang 2004 ging es dann in der jetzigen Besetzung los, im März haben wir vier Songs aufgenommen im Proberaum, die Matze von Our World Records als Demotape rausgebracht hat. Ab dem April haben wir dann angefangen Shows zu spielen, u.a. mit Terror, Champion, Comeback Kid, Cataract etc. Dann haben wir im Januar 2005 eine split CD mit Crisis Never Ends gemacht, die über Punchline Productions erschienen ist. Danach haben wir noch mehr live gespielt und im September 2005 auch eine Tour zusammen mit Teamkiller gespielt. Im Januar 2006 sind wir ins Studio gegangen und haben unsere erste Platte aufgenommen, die Anfang Mai offiziell erscheint. Das ist die FP Story bis heute...
Ihr habt ja vor kurzem eure neue Scheibe „Right Here, Right Now“ herausgebracht. Was soll uns der Titel denn sagen oder was bedeutet er für euch?
Der Titel ist sozusagen ein Zitat aus unserem Song „best of times“, in dem der Chorus „right here, right now, best of times before my life runs out“ lautet. Das dürfte sich in diesem Kontext selbst erklären... Der Song handelt darüber, nichts in seinem Leben „for granted“ zu nehmen, sein Leben so zu leben wie man es selbst für richtig hält und sich weder von der Schule, den Eltern oder der Gesellschaft im allgemeinen vorschreiben zu lassen, was man zu tun und zu lassen hat. Sich selbst verwirklichen – darum geht es eigentlich... Das ist in einer Welt, in der Konformität über alles gestellt wird, oftmals sehr schwer.
Im Kontext des Covers der Platte kann man „right here, right now“ aber auch als Verweis auf die Gleichzeitigkeit von Elend, Armut, Hunger, Krieg auf der einen Seite, und Reichtum, Dekadenz und Verschwendung auf der anderen Seite verstehen. Wir leben ja alle in einer Welt, in der tagtäglich Essen weggeworfen wird, während täglich mehrere tausend Kinder in anderen Erdteilen an Hunger sterben – das ist zwar irgendwie „common sense“ und man reflektiert darüber oft gar nicht mehr, aber manchmal ist es wichtig sich diese unglaubliche Diskrepanz zwischen „erster“ und „dritter“ Welt in Erinnerung zu rufen.
Entgegen des aktuellen Trends, immer mehr Bands die mal in der Hardcore-Ecke zuhause waren und dann eine lupenreine Metalcore-Band bis hin zur Metalband werden scheint es bei Final Prayer eher in die andere Richtung zu gehen. Die neue Scheibe kommt gänzlich ohne grösseren Metal-Inside Anteil aus. Wie kommt`s?
Wir hatten einfach keinen Bock auf Metalcore. Wir alle lieben zwar Metal und wir lieben auch alle HC (offensichtlich), aber der Mix aus beidem hat uns nicht zugesagt. Nicht das ein crossover aus beiden Stilen keine Daseinsberechtigung hätte, aber wir als Band wollten einfach eine simple, brutale HC-Platte machen. Keine unnötigen Schnörkel, keine Melodien, keine Solos – einfach nur brutal und direkt, denn diese Intesität und Direktheit ist es doch, was HC als Musikform ausmacht. Und dies vermisse ich im Metalcore einfach komplett – sowohl auf den Platten als auch bei den meisten Bands live...
Hattet ihr keine Angst in den Kohlekeller auch einen metallischeren Sound verpasst zu bekommen?
Nein, Kai wusste das wir sein Studio kaputthauen, wenn er uns so einen klinischen, sterilen Metalcore-Sound verpasst, haha. Nein im Ernst: Kai ist ein überaus professioneller Soundman, der sich sehr gut mit unserem Sound und unseren Erwartungen auseinandergesetzt hat und dementsprechend unseren Livesound mehr oder weniger direkt auf Platte umgesetzt hat. Von daher kann ich nur Positives über Kohlekeller Studios erzählen, denn die Arbeit dort war äußerst konstruktiv.
Wie steht es denn im Moment um die HC-Szene im Raum Berlin und darum herum? Wie sind die Shows und in welcher Gegend dort lohnt es sich am meisten auf eine HC-Show zu fahren?
Also Shows gibt es allein in Berlin mindestens eine pro Woche, meistens aber 2-3. Das killt natürlich zu einem gewissen Grade die Besucherzahlen, weil es sich einfach kaum jemand leisten kann auf 3 Shows in der Woche zu gehen. Nichtsdestotrotz gibt es sehr oft sehr intensive, verrückte Shows hier, insbesondere wenn lokale Bands spielen. Zur Zeit gibt es eine Menge lokale Bands, die sich alle untereinander unterstüzen und die häufig gute Konzerte in Berlin haben. Im Umland von Berlin sind vor allen Dingen in Potsdam und Brandenburg häufig gute Konzerte. In Berlin lohnen sich vor allem Gigs im Wild at Heart oder dem Tommy-Haus, manchmal auch im Cassiopeia neben der Skatehalle... die größeren Sachen sind alle im So 36.
Würdest Du die Lyric`s und Gedanken zum Song „First World Down First“ näher erläutern?
Der Text stammt von Stephan, aber da die Message des Songs relativ kompakt ist, versuche ich mich mal an einer Interpretation: Der Text beschreibt in erster Linie die Arroganz und Gedankenlosigkeit, mit der innerhalb der OECD-Welt (der reichen Industrienationen, der „ersten Welt“) Politik gemacht und gewirtschaftet wird. Der Rest der Welt wird, wenn er überhaupt in Wirtschafts- und/oder Politikkonzepten vorkommt, überhaupt nur als „unzivilisiert“, „rückständig“, „unterentwickelt“ usw. Dargestellt und dementsprechend dem Rest der Welt sehr wenig Raum für die eigene Entwicklung, wirtschaftlich wie politisch, gelassen. Hinter dem Text könnte man den einigermaßen zynischen Verweis auf die Doppelmoral der „ersten Welt“ lesen, denn was ist denn bitte schön „zivilisiert“ daran andere Länder unter Bruch des Völkerrechtes anzugreifen, täglich tonnenweise Essen wegzuwerfen während an anderen Orten tausende Kinder an Hunger sterben oder immer neuere Waffensysteme zu entwickeln, mit denen sich der Planet nun 30mal statt nur 20mal in die Luft sprengen läßt? Dem technologischen und wirtschaftlichem „Fortschritt“ der „ersten Welt“ hält der Text sozusagen den damit teilweise einhergehenden moralischen, ethischen Bankrott entgegen.
Wie sehen denn die näheren Zukunftspläne oder Wünsche für Final Prayer aus?
Wir werden im Juni eine Tour mit unseren Freunden von Crisis Never Ends spielen, dann über den Sommer hoffentlich ein paar neue Songs schreiben, Ende des Jahres eine Split 7-inch auf Vendetta Records herausbringen und im Winter hoffentlich wieder touren. Daneben natürlich viele Einzelshows an den Wochenenden. Wir haben eigentlich immer Bock live zu spielen und ich denke das ist auch das, was Final Prayer wie HC generell ausmacht: es ist einfach Musik, die sich live am besten konsumieren läßt, haha.
Was sind Deine Top-5 oder, wieviele Dir gerade einfallen, Hardcore-Scheiben der letzten Zeit?
Mmmhh, schwierige Frage... Ich finde die Iron Age LP sehr geil, die neue Rise & Fall, die Champion/Betrayed Split 7-inch ist super... Daneben höre ich gerade noch die Wrong Side LP ziemlich oft und die Blacklisted LP.
Möchtest Du noch etwas hinzufügen oder hast Du noch einige Neuigkeiten für uns?
Checkt unser erstes Album aus, es erscheint Anfang Mai bei Let It Burn Records. Für weitere Infos surft mal auf unsere Website www.finalprayer.de, oder checkt uns auf Myspace unter www.myspace.com/thefinalprayer. Vielen Dank für das Interview und das damit verbundene Interesse an unserer Band. Checkt mal folgende Berliner Bands ab – die machen alle ziemlich gute Musik: Shortage, Alithia, Anticops, Battle Royale, Ivan Drago, Make it Count, Prohibited, Farewell to words, Never put aside…
So, das war meine letzte Frage. Danke, dass Du Dir die Zeit für das Interview genommen hast.



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FINAL PRAYER
sweetjanemusic.de (Germany) (Germany) | 2006-04-15

Hätte man nach der Split von Crisis Never Ends noch denken können, dass sich die Jungs von Final Prayer eher in Richtung Metalcore hätten entwickeln können, der sei mit dem neuen Werk namens “Right Here, Right Now” beruhigt, denn der Fünfer scheint nicht nur wütender denn je, sondern vermochte den eigenen Stil sogar innerhalb des Segments Hardcore auszubauen, ohne dabei eine Mischform aus verschiedenen Stilen entstehen zu lassen. Felix, Bassist bei Final Prayer, stellte sich bereitwillig all unseren Fragen zu „Right Here, Right Now“:


SJM: Stelle dich und die Grundidee, die sich hinter der Band Final Prayer verbirgt, bitte mal vor. Was sollen die Leute mit dem Bandnamen verbinden? Wer sind die anderen Bandmitglieder und wie sieht die Aufgabenverteilung bei euch aus?

Felix/Final Prayer: Ich bin Felix und spiele Bass bei Final Prayer. Neben mir gibt es noch Flo, der Gitarre spielt, Mac an der anderen Gitarre, Pascal an den drums und Stephan am Gesang. Die Idee hinter Final Prayer war einfach, daß Flo und ich Lust hatten eine HC-Band zu gründen, die mehr oder weniger schnörkellosen, brutalen HC spielt. Das war Ende 2003 und zu dieser Zeit war gerade Metalcore am kommen und so ziemlich jede Band in Berlin hat Metalcore gemacht. Das soll jetzt nicht heissen, das von uns keiner Metal hört – ganz im Gegenteil – aber wir hatten halt Bock die Art von Musik zu spielen, die man auf unserer Platte findet: brutaler, schnörkelloser HC. Bands die wir alle mögen sind sicherlich Integrity, Terror, Madball, Agnostic Front, Sick of it all... viel NYHC und Clevo-stuff. Der Bandname ist das Ergebnis eines demokratischen Prozesses: wir hatten eine Liste mit 4 oder 5 Namen, jeder in der Band hatte zwei Stimmen und Final Prayer hat einfach die meisten Stimmen bekommen. So einfach war das. Die Leute können da sicherlich alles mögliche mit verbinden, eine konkrete message hat der Name jedoch für uns nicht – er klingt einfach gut und passt zu unserer Musik.

SJM: Als Metalcore-Band bzw. Hardcoreband mit Metaleinschlag hat man es zur Zeit sicherlich nicht ganz einfach, da es in diesem Umfeld einen gewissen Hype gibt und die Bands nur so aus dem Boden zu schießen scheinen. Wie seht ihr die Situation im Moment? Warum erfreut gerade diese Musikrichtung sich im Moment einer solchen Beliebtheit? Seht ihr das als Chance für euch oder ist das eher erschwerlich, da man sich vehementer denn je „gegen die Konkurrenz“ durchsetzen muss?

Felix/Final Prayer: Wie Du aus meiner obigen Antwort schon entnommen haben wirst, würden wir uns selbst definitiv nicht als Metalcore bezeichnen. HC mit Metaleinflüssen schon eher, wobei ich die bei uns im Gegensatz zu den von dir genannten Bands nicht so derb hoch hängen würde. Anyway, Metalcore ist gerade extremst angesagt, wird von der Musikindustrie recht stark vermarktet und kommerzialisiert und hat daher aber etwas den Kontakt zur HC-Szene verloren. Was nicht zwangsläufig heissen soll, das die Leute in den besagten Bands nichts mehr mit HC zu tun haben wollen, aber deren Publikum hat sich doch stark vergrößert. Das ist sicherlich positiv für die von dir genannten Bands, hat aber den Nachteil das es wie du richtig erwähnt hast Unmengen an Bands gibt, die auf diesen Zug aufspringen wollen. Deren Platten und Gigs finde ich größtenteils eher uninspirierend, weil man finde ich oft merkt, dass diese Bands nicht „real“ sind. Ob der Metalcore-Hype für uns eine Chance ist oder hinderlich finde ich schwer zu sagen: sicherlich profitiert man davon, wenn man mit einer Band wie Maroon zusammenspielt und einen da halt 150 Leute sehen, die nicht zu ner Show von uns ins Wild at Heart gehen würden. Andererseits sind wir musikalisch relativ weit weg vom Metalcore... ehrlich gesagt mache ich mir über solche Sachen gar keinen Kopf, wir versuchen einfach möglichst viele gute Konzerte zu spielen, gute Platten zu machen und Spaß zu haben. Und als Band sehen wir die anderen Bands sowieso nicht als Konkurrenten an – HC ist ja schließlich kein Wettbewerb sondern in erster Linie musikalischer Ausdruck eines Lebenstils, der mit bestimmten Einstellungen und Werten verknüpft ist.

SJM: Mit Destiny, Heaven Shall Burn, Maroon und Caliban sind ja ganz schön durchschlagende „Konkurrenten“ mit am Start. Wie seht ihr eure Chancen – besonders als deutsche Band – auf dem momentanen Markt? Auch in Anbetracht der Tatsache, dass sich der Deutsche schlechthin lieber mit CDs von Bands aus den Staaten eindeckt.

Felix/Final Prayer: Wie gesagt, wir sehen uns nicht so sehr als „Marktteilnehmer“ und hatten auch nie das Ziel berühmt und reich zu werden, von daher sind mir unsere Chancen gegenüber oben genannten Bands relativ egal. Allerdings hast du mit der US-Orientierung der Szene auf jeden Fall einen Kritikpunkt angesprochen, den wir als Band teilen. Damit will ich jetzt überhaupt gar nicht auf deutsches Liedgut, eine Quote im Radio für deutsche Songs o.ä . plädieren. Aber es lohnt sich doch durchaus, lokalen bzw. europäischen Bands eine Chance zu geben. Derzeit ist die HC-Szene in Europa m.E. nach so stark wie schon lange nicht mehr – zu vielen unbekannteren US-Bands, die vor wenigen Jahren noch allein wegen dem Zusatz „aus USA“ die Clubs gefüllt haben, gehen deutlich weniger Leute und viele große europäische Bands spielen Headliner-Touren vor gefüllten Clubs. Von daher hat sich hier in den letzten Jahren viel getan – eine Entwicklung die wir begrüßen, ohne jedoch jetzt nationalistisch argumentieren zu wollen. Eine gute Band ist eine gute Band, und da ist es erstmal scheissegal woher sie kommt.

SJM: Sag doch mal bitte, wie es zu dem Bandnamen gekommen ist und was er (speziell für euch) für eine Bedeutung hat. Wie sieht es mit dem Albumtitel „Right Here, Right Now“ aus? Kann er für das Album als Ganzes stehen? Wenn ja, in wie fern?

Felix/Final Prayer: Den Bandnamen hatte ich bereits oben erläutert. Der Albumtitel ist dem Song „best of times“, der auch mit auf der Platte ist, entnommen. Im Song geht es darum, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen, keinen Tag zu verschwenden und nach vorne zu schauen. Sich ganz einfach nicht von dem ganzen Scheiss, mit dem man tagtäglich konfrontiert wird, fertig machen zu lassen. Sicherlich kann man diese message auf die gesamte Platte übertragen, denn ich denke unsere Texte sind zwar sehr wütend und kritisch, aber niemals nihilistisch. Wir würden uns schon als Band mit einer positiven message verstehen wollen.

SJM: Gibt es eine Grundidee, auf die das gesamte Album baut? Kann man das auf einen Nenner bringen oder steht jeder Song für sich?

Felix/Final Prayer: Ich denke es gibt einen wütenden, aber gleichzeitig konstruktiven und somit positiven Unterton der Platte – getragen von unserer Sicht auf gesellschaftliche Mißstände und dem Wunsch nach Veränderung. Ein Konzeptalbum ist right here, right now aber nicht. DieSongs wie auch die Texte sind alle separat für sich entstanden und beziehen sich nicht notwendigerweise aufeinander.

SJM: Was lässt sich denn über die Aufnahmen zu „Right Here, Right Now“ sagen? Wie lange habt ihr gebraucht, um das Album fertig zu stellen und wie ist das abgelaufen? Bitte ein paar Sätze dazu.

Felix/Final Prayer: Aufgenommen haben wir 14 Tage lang in den Kohlekeller Studios bei Darmstadt. Flo war als einziger in der Band die gesamte 14 Tage vor Ort, wir anderen sind aufgrund beruflicher Verpflichtungen oder Uni zwischen Berlin und Darmstadt gependelt. Es war also sowohl ein finanzieller wie organisatorischer Aufwand, aber ich denke das Resultat hat sich gelohnt. Wir haben zum ersten Mal nichts live eingespielt, damit die Platte so tight wie möglich klingt. Beim Mix dann haben wir sehr darauf geachtet, das die Platte nicht zu steril klingt, sondern ein „live-feeling“ behält. Wir wollten auf keinen Fall ein dieser typischen überproduzierten und steril klingenden Metalcore Platten machen. Kai Stahlenberg vom Kohlekellerstudios ist ein sehr relaxter und überaus professionell arbeitender Mensch, der das Beste aus uns herausgeholt hat.

SJM: Deckt sich das Ergebnis „Right Here, Right Now“ mit euren Vorstellungen, wie die Platte werden sollte, als ihr ins Studio gegangen seid? Stand das Album schon komplett, als ihr angefangen habt, aufzunehmen oder gab´s da Überraschungen?

Felix/Final Prayer: Ausser den guestvocals stand die Platte bis auf wenige kleine Veränderunge, die wir während der Aufnahme vorgenommen haben, komplett. Im Studio noch Songs zu schreiben, wäre sicherlich nicht gut gegangen, von daher hatten wir die 10 Songs vorher fertig. Überraschungen gab es somit nur positive – wir sind wirklich sehr zufrieden mit dem Ergebnis – was natürlich nicht heisst das wir aus heutiger Sicht nichts ändern würden... Wir hatten als Idee im Kopf, dass die Platte klingen muss wie ein Güterzug, der entgleist und dabei gegen eine Wand fährt... ob uns das gelungen ist muß jeder Hörer selbst entscheiden.

SJM: Wie spiegelt sich diese Einflüsse deiner Meinung nach in eurer Musik wieder?

Felix/Final Prayer: Hmm, es gibt bei FP keinen Hauptsongwriter, daher finden sich in unseren Songs immer Einflüsse von 5 verschiedenen Leuten, die allesamt extrem viel verschiedene Musik hören. Einen Haupteinfluss gibt es für uns daher nicht. Konsens ist lediglich, dass wir HC-Musik machen wollen – für jeglich Einflüsse sind wir dabei offen.

SJM: Sag doch mal bitte, welche die 5 letzten Platten waren, die du dir gekauft hast?

Felix/Final Prayer: Die neue Path of resistance CD, eine Joy Division (“Warzaw”) Lp mit deren Demos drauf, die Bad Brains “I against I” auf vinyl (hatte ich noch nicht auf Platte), die Justice LP und die Zero Mentality LP. Besonders die Bad Brains (wer sie noch nicht haben sollte: kaufen!) und die Zero Mentality höre ich rauf und runter.

SJM: Ihr nagt ja mit euren Texten ziemlich an bestehenden Zuständen und arbeitet metaphorisch? Mal ganz allgemein gefragt: Wovon handeln eure Texte und worin bestehen deren Grundintention? Ist das realistisch, mit Texten etwas verändern zu können? Wie seht ihr das?

Felix/Final Prayer: So wirklich auschließlich gesellschaftskritisch sind unsere Texte nicht, denn manche Songs behandeln auch eher persönliche Themen oder sind eher humorvoll geschrieben. Der Großteil der Songs allerdings, da gebe ich dir recht, setzen sich schon mit Missständen unserer Gesellschaft auseinander. Die Themenpalette reicht dabei von der Instrumentalisierung der Religion für Kriegstreiberei (one by one) bis hin zur Schönheitsindustrie und ihren größtenteils sexistischen, bzw. „Schönheit“ allein über Modelfiguren und makellosen Äußerem definierenden, Werbekampagnen, die jährlich dazu beitragen, dass immer mehr Frauen (und Männer) an Magersucht und anderen Komplexen bzw. psychischen Krankheiten leiden (broken mirror).

SJM: Welchen Weg wollt ihr mit Final Prayer gehen? Sprich: Wo wollt ihr hin? Was möchtet ihr mit der Band erreichen? Wo siehst du euch in, sagen wir, 1 oder 2 Jahren?

Felix/Final Prayer: So einen konkreten masterplan haben wir nicht, sind ja auch keine professionelle Band, die mit der Musik ihren Lebensunterhalt bestreiten muss. Ich denke wir wollen weiterhin einfach gute Songs schreiben, gute shows spielen, viel touren und mit der Band/ Musik die ganzen Aggressionen und negativen Gefühle in positiver Art und Weise verarbeiten, die in uns schlummern. Danke an dieser Stelle auf jeden Fall für die ganze Unterstützung, die uns von allen Seiten entgegengebracht wurde – wir haben auf jeden Fall die „best of times“ und zwar „right here, right now“, haha!

SJM: Für Leute, die Final Prayer und „Right Here, Right Now“ noch nicht kennen: Mit euren eigenen Worten - was wird diese Leute erwarten? Und vor allen Dingen: Wie war bisher das Feedback geartet, das ihr auf die neuen Stücke und die neue Platte bekommen habt (auch live), besonders von Leuten, die die Band schon seit ihren Anfangstagen her kannten?

Felix/Final Prayer: Wir haben auf die neue Platte bisher (sie ist ja offiziell noch nicht mal draußen) nur positives feedback gekriegt. Viele Leute meinen, sie hätte noch viel mehr HC-Einflüsse und viel weniger Metal-Einflüsse als sie erwartet hätten – und genau das hatten wir vor: einfach eine angepisste, wütende, knallige HC-Platte machen. Von daher sind wir sehr zufrieden. Auch live haben wir immer positive Resonanzen auf die neuen Songs bekommen… auch von Leuten, die uns vorher nicht kannten.

SJM: Ihr scheint ja live dieses Jahr noch viel vorzuhaben. Wie sehen die Pläne, die über das Release des Albums hinausgehen, konkret aus? Was habt ihr 2006 noch alles vor?

Felix/Final Prayer: Hoffentlich weiterhin viel touren, viele neue Leute kennen lernen und alte Freunde überall in Europa wieder treffen, am Ende des Jahres eine 7“ oder split 7“ rausbringen und 2007 ein neues Album.

SJM: Das letzte Statement überlasse ich immer der Band. Gibt es etwas, das ihr noch loswerden oder gesagt wissen wollt?

Felix/Final Prayer: Hmm, am ehesten vielen Dank für das Interview und das Interesse an uns. Für weiter Infos checkt unsere Website: www.finalprayer.de. Checkt mal die ganzen anderen Berliner HC-Bands aus: Battle Royale, Alithia, Shortage, Ivan Drago, Make it count, Totally Sunburned, Cold War, Farewell to words, Prohibited…



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