Metal Inside

Germany
Date: 2008-11-28

Auch wenn STORM & STRESS-Basser Niko sich dem Internet gegenüber noch immer skeptisch zeigt, nahm er sich die Zeit, gemeinsam mit Bandkollege Basti ein paar Fragen zur neuen EP „Sin“ zu beantworten, mit der die Ibbenbürener eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, dass mit ihnen zu rechnen ist, wenn es um Hardcore aus Deutschland geht.
Ibbenbüren Rock City ist eure Heimatstadt - wie kommt's, dass eine so kleine Stadt eine so aktive HC-Szene hat?

Niko: Das frage ich mich selbst oft genug. Ich denke, dass kommt daher, dass es ein paar Nennenswerte Bands irgendwie geschafft haben rauszukommen und hier jeder jeden kennt, wurde sofort an allen Fronten alles unterstützt und schon baute sich was solides auf. Es schon verrückt, was so ein 60.000 Einwohner Dorf alles gebracht hat. Aber alles cool!

Da ist es ja auch kein Wunder, dass ihr anfangs bei Blacktop Records wart - warum seit ihr dann zu Let It Burn weitergezogen?

Niko: Zunächst: Ich spiele nicht nur bei STORM & STRESS Bass, sondern mache auch BLACKTOP Records. Damals lag es auf der Hand, die Demo gleich per BLACKTOP Records zu veröffentlichen. Wir hatten ein Label und hatten eh schon immer den Großteil meiner Kontakte für die Band genutzt. Man merkt nur schnell, dass es schwer ist, diesen Spagat erfolgreich zu absolvieren und ich habe mich als „Niko Blacktop“ nicht darum gerissen, die neue STORM & STRESS zu machen. Ich war zwar völlig überzeugt, aber bei einer guten Alternative, war ich natürlich bereit, es abzugeben. Von Chris‘ Arbeit habe ich schon immer relativ viel gehalten und als ich dann Feivel kennenlernte, war für mich die Sache klar, dass primäres Ziel der „Sin“ sein wird, sie auf Let It Burn Records zu veröffentlichten. Irgendwann war Chris dann so dumm und hat zugesagt und seitdem ist alles cool. Top Wahl. Nicht bereut.

Steht ihr alle im Berufs- und Studienleben oder kommt das erst noch? Kann und wird STORM & STRESS auch funktionieren, wenn ihr nicht mehr alle nah beieinander wohnt?

Niko: Derzeit sind wir ALLE Studenten. Richtig. Jedoch ändert sich das auch zeitnah teilweise. Nungut… Derzeit ist es so, dass unser Gitarrist beispielsweise in Düsseldorf wohnt und wir anderen drei unserer Heimat treu geblieben sind. Es ist so schon teilweise schwer, da manche von uns sich auch Fernbeziehungen in den Kopf gesetzt haben. Letztendlich ist das aber kein Hindernis. Dieses Internet – welches sich übrigens NICHT durchsetzen wird – ermöglicht ja schnelle und gute Kommunikation auch auf Distanz. Also: Alles easy! Außerdem steht für uns alle fest, dass wir auch eigentlich in dieser Gegend wohnen bleiben wollen, deshalb denken wir gar nicht darüber nach, wie es mal wäre wenn jemand wegzieht. Das ist noch lange keine greifbar nahe Situation.

Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen?

Niko: Unser ehemaliger zweiter Gitarrist war so ein bisschen intellektuell und unser derzeitiger Gitarrist behauptet das auch von sich. Dann fanden die diese „Sturm und Drang“-Epoche geil und die haben es vorgeschlagen. Irgendwie ist das aber auch geil, oder?

"Sin" wurde vom WATERDOWN-Drummer produziert. Warum habt ihr ihn für den Job genommen? Wie viel Einfluss hat der Produzent generell bei euch während der Aufnahmen?

Niko: Ich persönlich finde den Produzentenjob EXTREM wichtig und rate jeder Band, das zu machen. Man ist einfach als Band sehr sehr schnell naiv und gerade als Hardcoreband, denn da sind die meisten ja oft relativ frisch in der Szene unterwegs bzw. haben die wenigsten in professionelleren Bands gespielt und sich mal Gedanken um gutes Songwriting gemacht. Songwriting ist mehr, als nur eine Kombination aus drei/ vier coolen Akkorden. Oft ist man schon angetan von einem schönen C-Teil und versteift sich im Proberaum sehr auf sowas. Wenn dir dann ein Produzent sagt, dass er glaubt, man könne mehr rausholen und man probiert es aus UND wird überzeugt, dann ist das das klarste Zeichen was man bekommen kann.
Für Phil haben wir uns entschieden, da WATERDOWN ja sowas wie unsere großen Brüder geworden sind und wir den alten Sack auch schon laaange kennen. Er hat sich kürzlich ein Studio aufgebaut – was übrigens mehr als nur empfehlenswert ist – und hatte Bock drauf. Wir hatten also ein Studio vor Ort mit einem Freund als Produzenten, der ein Gehirn hat, welches zu 95% aus Musik besteht. Für uns steht seitdem fest, dass Phil fester Bestandteil aller STORM & STRESS Produktionen sein wird.

Bist du zufrieden mit "Sin"? Wie ist das bisherige Feedback?

Niko: Das Feedback scheint bisher sehr gut zu sein, was mich auch freut. Klar gibt es ein paar negative Kritiken, aber das sind oft auch Sachen, die wir selbst schnell bemerkt haben. Zusammengefasst, ist aber alles geil! Wir selber sind auch sehr zufrieden damit. Da geht aber bestimmt noch mehr *lacht*

Welcher Song hat sich zu deinem persönlichen Favoriten entwickelt?

Niko: Ganz klar „Point Nemo“, gefolgt von „Backslide“. „Point Nemo“ ist übrigens ein gutes Beispiel für einen guten Produzenten. Der Song war Anfangs stark auf zwei Gitarren aufgebaut und als wir uns dann von unserem zweiten Gitarristen trennen mussten, war der Song schon nahezu verworfen. Phil hat jedoch Sachen vorgeschlagen, die gerade aus diesem Song eine – für uns persönlich – pure Bombe gemacht hat.

Gibt es den Texten einen roten Faden?

Basti: Nun ja der rote Faden ergibt sich aus der Tatsache, dass jeder Text meinem Kopf entspringt und dementsprechend ein Thema behandelt, was nun grade in meinem Kopf rumspukt. Diese müssen dann thematisch nicht zwingend miteinander verknüpft sein, wer denkt schon immer stringent? Grob gesehen sind es immer Themen, die mit persönlichen Erfahrungen zu tun haben, Rückblicke auf Dinge, die bei einem hängen geblieben sind und dementsprechend im Kopf immer präsent sind. Da sind Texte einfach ein passendes Mittel zur „Bearbeitung“ dieser Gedanken, zumindest für mich.

Wie wichtig sind dir Texte von HC-Bands generell? Und eure im speziellen?

Basti: Mir persönlich sind Texte enorm wichtig. Das sind auch die ersten Sachen, die ich bei einer Band die mir vom ersten Eindruck her gefällt, auschecke. Es gibt so Bands, die Texte dazu benutzen ihre Sicht auf Dinge in der Welt zu vertreten und Verbesserungen vorzuschlagen, Alternativen aufzuzeigen und solche Dinge. Bei uns ist das was anderes…ich kann nichts davon erzählen, wie Dinge in der Welt besser werden, weil ich mir selber sehr selten darüber im Klaren darüber bin wie das überhaupt funktionieren soll. Das bedeutet nicht, dass ich Bands mit solchen „Weltverbesserungs-Texten“ grundsätzlich kacke finde oder so…ich höre selbst genug von diesen Bands glaube ich. Aber bei STORM & STRESS geht es uns , und im speziellen mir, um etwas anderes. Ich nutze die Texte, wie bereits erwähnt, eher als eine Art Mittel für mich selber, in denen ich versuche Gedanken, Gefühle und Stimmungen auszudrücken, die sich grade in mir befinden. Dass sowas oft ziemlich chaotisch, teilweise sehr persönlich und intim ist, ist nicht von der Hand zu weisen, aber das sind nun mal die Dinge wie ich sie sehe und fühle, also versuche ich das auch irgendwie in den Texten auszudrücken. Wenn dann irgendjemand diesen Song hört, den Text dazu liest und sich denkt „wow, das Gefühl kenne ich“ oder irgendwie sowas, dann ist das doch eine nette Sache glaube ich. Wenn das nicht funktioniert: auch gut. Ich habe immerhin mit mir selber „gearbeitet“ und versucht etwas für mich persönlich zu verändern. Es mag doof klingen, aber in erster Linie schreibe ich also den ganzen Kram nur für mich *lacht*

Fiel es euch leicht, die Songs für "Sin" zu schreiben?

Niko: Anfangs ja. Definitiv. Problematisch wurde es, als wir uns von unserem zweiten Gitarristen getrennt haben. Die Songs waren auf zwei Gitarren ausgelegt und mussten zeitnah auf eine runtergezogen werden. Das war dann schon ungewohnt, aber ging klar.

Was sind eure Pläne für 2009?

Niko: Zwei Häuser, ein Helikopter, eine Woche Moskau, zwei Öltanker, ein Album, viele Touren und vielleicht noch ein oder zwei Überraschungen. Auch geil wäre ein LKW im Arsch vom Papst.

Anfang Dezember steht ja erstmal die Release-Show für "Sin" an, mit den fulminanten DEATH IS NOT GLAMOROUS als Kollegen. Was erwartest du dir von dem Abend?

Niko: Viel viel Spaß! DEATH IS NOT GLAMOROUS haben schon oft bei uns gespielt und es war immer geil. Außerdem sind die großartigen RITUAL dabei, sowie DENY EVERYTHING und MHz. Super Line-Up, endlich die EP offiziell präsentieren und dann alles zerstören. Mega geil!

Und letzte Worte, Shoutouts, Grüße?

Niko: Hallo. Und niemals vergessen: Dieses Internet wird sich nicht durchsetzen. Das steht fest!


BACK TO TOP

Burn Your Ears

Germany
Date: 2008-10-25

1. Stell doch bitte mal dich und deine Band vor. Die ganze S&S-Geschichte also.

Basti: Also die Bandmitglieder haben sich untereinander alle bereits gekannt, das ist in so einem Dörfchen wie Ibbenbüren als Hardcore/Punk-Interessierter fast normal. Die erste Show als Storm & Stress war im Frühjahr 2007, damals noch zu fünft, mit 2 Gitarren. Das hat sich dann im März 2008 geändert…Jetzt sind Storm & Stress also Daniel lässt die Becken spritzen, Georg spielt die Gitarre, Niko führt den Bass spazieren und ich singe.

2. Wie kommt es, dass ihr jetzt nur noch zu viert seid? Gibt es Überlegungen, wieder zu einem Quintett anzuwachsen?

Basti: Also es war so, dass Henning, unser 2ter Gitarrist nebenbei noch eine Art Electro-Pop-Projekt am Start hatte bzw. hat. Das Projekt war für ihn immer wichtiger als Storm & Stress, das war für uns alle in der Band gar kein Problem soweit. Nur irgendwann war es dann so, dass wir mit Storm & Stress mehr Planungssicherheit brauchten, was zukünftige Shows und Touren usw. angeht. Das hat sich mit Hennings Zeitplanung leider nicht mehr gedeckt und so mussten wir uns dann dazu entscheiden getrennte Wege zu gehen…das war für alle Beteiligte irgendwie das Beste.

3. Glaubt ihr, dass euch das Force Of Change-Erbe ein wenig hilft, euch bekannter zu machen?

Niko: Also, wir wurden schon ab und an drauf angesprochen, aber wirklich was gehört von wegen „Ex-Force Of Change“ habe ich persönlich nie. Wir erwähnen es schon hier und da mal, aber das auch eher um nicht zu kurze Pressetexte zu haben. ;-) Persönlich wurden wir schon von der Band beeinflusst, aber um Storm & Stress bekannter zu machen ist die Auflösung dann doch zu lange her und unsere Zielgruppe im Hardcore ist dann doch ein wenig anders – auch wenn die musikalischen Unterschiede jetzt auch nicht all zu groß sind.

4. Wie kam die Verbindung zu Let It Burn und Burning Flag zustande und wie liefen die Aufnahmen mit Phillip Meyer? Konntet ihr von seinen Erfahrungen bei WATERDOWN profitieren?

Niko: Die Verbindung zu Chris und Let It Burn kam ursprünglich von meiner Seite, da Chris und ich aufgrund unserer Labelaktivitäten oft in Kontakt standen. Unsere Arbeitsweise war immer ähnlich und somit hat er natürlich immer Sympathiepunkte bei mir sammeln können. Für mich stand fest: Ich WILL das Release auf Let It Burn haben. Der Rest der Band sah das relativ schnell ähnlich. Kaum mit Chris in Kontakt, hat er uns die ersten eigenen Inseln versprochen und alles war geritzt.
Phil Meyer (Burning Flag Musicproduction) ist ja – wie du schon erwähntest – Drummer bei Waterdown, die teils auch aus Ibbenbüren stammen. Demnach kennen wir ihn auch schon seit geraumer Zeit. Außerdem hatte Daniel – unser Drummer – auch eine Zeit bei Phil Schlagzeugunterricht. Phil schien unsere Musik zu gefallen und dann hat er uns angeboten mit uns zu produzieren, als eine der ersten Bands. Das konnte für uns kaum besser laufen. Phil ist nicht nur ein wahnsinnig guter Musiker, sondern auch ein super Produzent. Da spielen nicht nur die Waterdown-Erfahrungen in’s Spiel, sondern auch sein hohes Alter und seine dementsprechende Weisheit. Er hat oft für das letzte kleine Etwas bei den Songs gesorgt und das nicht nur mit elementarer Kritik am Songwriting, sondern auch mit guter Unterstützung bei Entscheidungsfragen. Man ist als Band doch sehr sehr schnell naiv und blind. Da ist ein guter Freund als außenstehender Betrachter sehr wertvoll. Wenn er dann noch so ein Wissen mitbringt, wird er automatisch Gott. Fazit: Wir lieben Phil Meyer. Chris ist aber auch okay.

5. Wie kommt es, dass ihr zwei EPs nacheinander und nicht erstmal ein Album gemacht habt? War ein neuer Release wichtig, aber noch nicht genügend Songs für ein Full-Length vorhanden?

Niko: Nachdem Henning die Band verlassen hatte, gab es zunächst Unstimmigkeiten wie alles weitergehen sollte. Das hat einiges an Zeit gebraucht. Als dann fest stand, dass ein Quartett die Zukunft der Band ist, mussten sämtliche bis dahin aufgenommen Songs umgeschrieben werden. Darauf folgte dann schon die nächste Tour und wir waren nicht sicher, wann wir ein Album fertig produzieren hätten können. Da die neuen Songs besonders mit einer Gitarre schon sehr anders klangen als die der ersten EP, hatten wir dann noch einen Anstoß, eine Art „Neuanfang“ zu starten. Zu viert, frischer Wind, neues Release, neues Label, neue Motivation. Wir wollten zudem keinen Druck bei dem Songwriting von einem Album und waren aber auch nicht bereit, mit der alten EP, welche nicht mehr repräsentativ ist, noch weiter zu touren.

6. In welcher Tradition seht ihr euch?

Basti: Mit Tradition meinst du jetzt, in welcher musikalischen Schublade, welcher „Schule“ wir uns einordnen würden, richtig? Also da wage ich ehrlich gesagt gar keine Einschätzung. Wir sind zwar alle grob im Hardcore/Punk/Metal-Bereich musikalisch sozialisiert worden, wie erwähnt ist Ibbenbüren ein Dorf, wo es für alternative Musik nur einen Anlaufpunkt gibt. Eben an diesem Anlaufpunkt haben sich die Wege gekreuzt. Grob gesehen haben wir also alle dasselbe in der Jugend gesehen. Aber es ist trotzdem so, dass jeder in der Band da in anderen Nischen seine persönliche Erfüllung im Bereich Musik gefunden hat. Niko ist beispielsweise eher dem modernen oder dunkleren Hardcore zugeneigt, während Daniel ja beispielsweise eher im Oldschool beheimatet ist. Also ist bei uns alles irgendwie bunt gemischt, wobei es nicht so ist, dass jemand die andere Hardcore-Ecke verabscheut. Also grade deshalb ist es für mich persönlich ziemlich schwierig eine Tradition unserer Musik zu definieren. Ich glaube wir machen einfach das, worauf wir Bock haben. Klar, das sagt schon irgendwie jede Band, aber ich wüsste jetzt wirklich nicht, welche traditionelle Schule ich bei uns als Referenz nennen sollte, außer Rock.

7. Wie kommt es, dass sich die Vocals so krass geändert haben, wenn man die beiden EPs vergleicht? Im ersten Augenblick hatte ich sogar an einen Sängerwechsel gedacht?

Basti: Das ist interessant. Ich habe das jetzt schon öfter gelesen bzw. gehört. Ich wundere mich da selber etwas drüber, auch wenn ich natürlich weiß, dass sich da was geändert hat. Also eigentlich war es so, dass ich mit Storm & Stress das aller erste Mal in einer Band gesungen habe, die versucht hat zu touren, eine Platte zu veröffentlichen usw. Ich hatte vorher schon mal was in der Richtung gemacht, aber nie so richtig ernsthaft. Also war die alte EP das erste mal, dass ich vor so einem Mikrofon stand und da meine Songs rein gebrüllt habe. Ich habe ja nie Gesangsunterricht oder irgendwas in der Richtung genossen. Also war das alle noch sehr roh und ungewohnt für mich. Innerhalb der ersten Touren und mehrerer Liveshows und Proben hab ich dann natürlich mehr über meinen Gesang herausgefunden, herumexperimentiert und einfach besser kapiert, was da so mit meiner Stimme passiert. Bei den Aufnahmen zur „SIN EP“ hatte ich dann noch zusätzlich Hilfe von einem Profi an der Hand: Phil hat mir sehr viele Tipps und Hinweise gegeben. Ich bin dadurch auch irgendwie selbstsicherer geworden was meine Stimmleistung angeht und so hat sich das dann zu der Stimme entwickelt, die jetzt auf der „SIN EP“ zu hören ist. Ob das in Zukunft genau so bleibt wage ich zu bezweifeln, da wir uns ja musikalisch in jeder Richtung weiterentwickeln wollen und auch neue Sachen ausprobieren wollen. Also ist für die Zukunft auch Gesang oder Gegrunze möglich, keine Ahnung was da passieren kann…

8. In wie weit ward ihr in der Entstehung des Intros „Sin“ einbezogen?

Niko: Phil und ich waren die einzigen die bei dem kompletten Prozess der „SIN EP“ anwesend waren. Es war eine spontane Idee, der EP ein orchestrales Intro zu verpassen. Also haben Phil und ich einige Nächte voller alkoholfreiem Weizen, Energy Drinks, Kaffee und Zigaretten in seiner verqualmten ehemaligen Bude verbracht und nach und nach das Intro geschrieben. Letztendlich hat Phil alles gemacht und ich habe nur beschrieben was wir wollten. Phil hat das so umsetzen können und dann bei Cubase rumgeklickt und ich war raus. Irgendwann war’s geil, wir haben noch mehr Regen drunter gemischt und ein paar schiefe Akkorde. Dann haben wir es vor die anderen Lieder auf eine CD gebrannt. Peng, peng!

9. Wann kann man denn mal mit einem Full-Length-Album rechnen (und wie werden die Vocals dann klingen ;-) )?

Niko: Wir schreiben dran. Ehrlich jetzt. Läuft! Also… Der Plan für das Album steht und es ist auch terminiert, aber da wir uns und die Zeitplanung zweier Bandmitglieder gut kennen, verspreche ich hier noch nichts. Wir lassen euch aber denke ich noch ein Jahr oder so warten. 2009, soviel sei gesagt.
Basti: Was die Vocals angeht hab ich ja bereits vollmundig was angekündigt. Ich werde noch singen, also werden die Vocals ähnlich sein wie bei der „SIN EP“, aber wir wollen nichts ausschließen und eine Menge ausprobieren. Schließlich haben wir Einflüsse, die von Coldplay über Jimmy Eat World zu Rammstein, Slipknot und den Ärzten reichen…also wir sind da selbst noch gespannt was passiert.

10. Wie viel Zeit beansprucht die Band in eurem Leben und was für Jobs macht ihr?

Basti: Vorab: Wir sind alle Studenten, manche mehr, manche weniger erfolgreich. Also beruflich macht die Band keiner von uns. Dementsprechend ist Zeit ein schwieriger Faktor, vor allem was Organisation und Planung innerhalb der Band angeht. Niko ist der Organisator, ich der Helfer, die anderen zwei die Bremsen. ;-) Natürlich frisst die Band viel Zeit und so einige universitäre sowie private Sachen werden da häufig hinten angestellt, aber die Zeit die man mit der Band zusammen verbringt macht das natürlich wieder wett…auch wenn grade einige unserer Bandmitglieder gerade dabei sind ihre Zukunft zu vernichten. ;-)

11. Was hat es mit dem Leuchtturm-Cover auf sich?

Basti: Ja der Leuchtturm. Der ist ganz schön ne? Fanden wir auch. Wir sehen uns selbst als Band halt als „Licht in der Dunkelheit“, als letztes Zeichen…als Anker, als Fixpunkt für die verlorenen Seelen…was ein Leuchtturm halt so symbolisiert. Und da grade im Hardcore soviel nebulöser Scheiß verbreitet wird sehen wir uns da als Erleuchter…
Niko: Ehm, fast. Also wir wollten Wasser. Viel Wasser. Unser Cover mochte der Chris nicht, denn die EP sollte sich ja auch verkaufen. Also hat so ein Designer uns ein wunderschönes Cover gezeichnet – und ein Leuchtturm hat ja oft was mit Wasser zu tun.

12. Und wo kommt euer Name eigentlich her?

Basti: Also der Begriff bedeutet ja übersetzt „Sturm und Drang“, Epoche und so. Werde ich jetzt nicht haarklein erklären, weil ich das selber gar nicht so genau weiß. Es war aber so, dass wir uns gedacht haben, dass der Ausdruck des Sturm und Drang irgendwie was ruheloses, unkonventionelles und aufbrausendes in sich hat, was die Klugen in der Band zu diesem Vorschlag motivierte. Ich finde, dass bringt ganz gut die Stimmung der Musik und der einzelnen Persönlichkeiten in der Band rüber, auch wenn viele Leute bei dem Namen schnell denken könnten, dass wir eine bebrillte Studentenband sind, die gerne diese „Bücher“ liest. Ist aber Quatsch. Wir sind einfach rastlos, unzufrieden und irgendwie durcheinander.

13. Wo siehst du euch in fünf Jahren?

Niko: Georg in Berlin, Daniel in Nürnberg, Bastian in der Gosse und mich irgendwo wo Roboter stehen, die darauf warten programmiert zu werden. Ehm… Wenn wir uns jedoch NICHT dumm anstellen und aus der Band was machen, dann irgendwo auf dem Stadtfest in Buxtehude.
Nein, mal im Ernst…. Wer weiß das schon? Am liebsten als Headliner für Rammstein, aber fünf Jahre kann leider keiner planen bei solch wackeligen Existenzen. Klar wären wir gerne eine Band die bis dahin gewachsen ist und alles erreicht was sie erreichen will, aber sowas kann man in der heutigen Musikszene einfach nicht selbst kontrollieren. Sollten wir von einem Major prostituiert werden, wären wir dabei. Wenn wir so klein bleiben wie jetzt, ist das auch geil.

14. Famous last Words?

Alles ist egal, alles ist erlaubt, alles ist geil.


BACK TO TOP

A TRAITOR LIKE JUDAS & LIGHT Y...
Guerilla Homefires (vinyl EP)

LET IT BURN
Anniversary Sampler

TAUSEND LöWEN UNTER FEINDEN
Machtwort (2nd press)
Ignore these two fields.
You want to stay up to date with the LET IT BURN Family? Sign up for our NEWSLETTER!

Do you want to support LIB and receive some free stuff? Then don't hesitate and...