Zero Mentality Black Rock

LiB 040 · 10/2009 · CD

Six years after the formation of the band, ZERO MENTALITY come to realize they are stranded on the planet of the apes. Bound to a music-scene which is ruled by absence of imagination, the five musicians out of the ruhrpott area deny to confirm to the mainstream. They run away from topical trends as if they were chased by the demons of hell, life and death. During their exodus they become aware there is only one salvation: Black Rock. From January to April 2009 they created an album together with their long-time producer and friend Jacob Bredahl in Arhus, Denmark. It's harder as cooled lava and softer as steel.

2.Electric Lips
3.No Salaam no Shalom
4.Planet der Affen
5.Devil's Charity
6.Fragile Heart
7.Feature Dich Selbst
8.Come Home
9.Dead Ember
10.Das Ende vom Lied



Get the CD, 7.90 € Get it on iTunes

Strombringer.at

Austria
Author: Grini
Date: 2010-06-05
Rating: 4 / 5

Die deutschen Rocker aus dem Ruhrpott von „Zero Mentality“ servieren mit „Black Rock“ ihre neue Scheibe. Auch auf dem neuen Werk lassen sich die Musiker nicht von den Ketten der Genres einschüren, sondern mischen ihre musikalischen Hintergründe froh durcheinander, was Ihrer Fanbase bestimmt gut gefallen wird.

Seit mehr als 6 Jahren schmiedet ZM ihr eigenes musikalisches Eisen und tingelt durch ganz Europa um ihre Kunst zu verbreiten. Das Ganze mit sehr großem Erfolg, was sich an der stabilen Fanbase der Truppe bemerkbar macht. Für das aktuelle Album „Black Rock“ konnte eine Ikone der europäischen Metal Szene, nämlich Jacob Bredahl (ex Hatesphere, Barcode), zum Sitzen an den Reglern verpflichtet werden, was dem Album sichtlich gut getan hat. Wenn man mit Zero Mentality noch nie was zu tun hatte, so wird einem bestimmt schon beim ersten Track klar, dass man sich hier mit Musikern beschäftigt, die sich nicht um stilistische Dinge Gedanken machen, sondern einfach Musik nach ihrem Bauchgefühl schreiben und diese über die Songs und Texte zum Ausdruck bringen. Mit „Black Rock“ kommt eine solide rockige Scheibe daher, die auf Hardcore Wurzeln aufbaut. Die Produktion ist sehr druckvoll und es macht Spaß den Lautstärkeregler nach oben zu drehen. Spätestens beim dritten Durchlauf des Albums hat man die eine oder andere Melodie im Ohr und man singt die melodiösen Passagen lauthals mit (war zumindest bei mir so). Ziemlich geil finde ich auch, dass ZM ihre Texte mit deutscher und englischer Sprache provokant durchmischen, was noch mal einen Tick „Eigenheit“ in ihre Songs bringt. Mid-Tempo Songs, als auch schnellere Tracks sind auf dem Album enthalten und machen gleichermaßen Laune, genauso wie der facettenreiche Gesang, der es zulässt dass die Scheibe nicht nach dem ersten Durchlauf schon langweilig wird. Gekonnte Solos an den richtigen Stellen unterstreichen die technische Fertigkeit der Gitarrenmänner und lassen auf dem Werk keine Wünsche offen. Mein einziger Kritikpunkt ist das Artwork der CD, das mir absolut nicht gefällt, aber was solls.

Mit „Black Rock“ haben ZERO MENTALITY ein Album in gewohnt hohem Standart am Werk, mit dem sie ihren guten Stand in der europäischen Szene noch ausbauen dürften. Von mir gibt´s dafür eine absolute Kaufempfehlung.
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Stageload

Germany
Author: Christian Bendel
Date: 2010-01-29

Black Rock…Das trifft den Nagel ziemlich genau auf den Kopf! Zero Mentality gibt es ja nun schon seit guten 7 Jahren und sie sind bekannt für ihren Bad Ass Rock. Nachdem sie schon Gigs mit Größen wie z.B. Slayer, Machinehead oder Korn gespielt haben, erkennt man ihren eigenen Stil inzwischen auf den ersten gespielten Akkorden…


Metal, Punk und Hardcore gemischt mit einer ganz eigenen Note Zero Mentality macht den Sound der Kombo aus. Der neu erschienene Silberling der 5 köpfigen Band aus dem Ruhrpott „Black Rock“ bringt 10 Tracks voll gepackt mit der düsteren, rauen Stimme des Sängers Ben mit, welche mit verspielten Gitarrenriffs und schallendem Bass unterlegt werden. Bei Song 5 „Devils Charity“ gibt es sogar einen super platzierten Frauen Chorus, der die Offenheit der Band für neue Elemente widerspiegeln lässt und die Musik der Band damit wirklich bereichert. Die Platte wird Kids in den verschiedensten Szenen begeistern, da alles vorhanden ist…Akkustik- und Metalgitarren ebenso wie Hardcore Abschnitte und Melancholische Klänge in Stimme und Sound. Super dicke Produktion, Hammer Songwriting und total geniale Umsetzung. Die Nummer 9 “Dead Ember“ lässt die Gänsehaut wachsen und diese Stimme der unbekannte Frau lässt sich unheimlich schön anhören und dann wumms. Da ist sie wieder…Die Genialität dieser Band. Also da kann man sich auf die nächsten Konzerte freuen und auch die Plattensammlung in jedem Fall bereichern, indem man sich diese neue Scheibe kauft.
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Vampster

Germany
Date: 2009-12-15

Die Musik einer Band kann noch so leicht zu verinnerlichen sein, aber wenn es darum geht sie zu beschreiben, ist dann doch manchmal das genaue Gegenteil der Fall. So ist es bei ZERO MENTALITY, die mit ihrem neuen Album "Black Rock", dem Hardcore fast gänzlich den Rücken gekehrt haben und nun irgendwo zwischen dreckigem Schweinerock für Turbojugendmitglieder, modernen Metal im Stil neuerer IN FLAMES, bis hin zu leicht melancholischen Untertönen so ziemlich alles parat haben und sich partout nicht kategorisieren lassen wollen. Dabei sind allerdings die dreckigen, derben und kräfitigen Nummern noch am gewöhnlichsten. Auch wenn hier ordentlich Gas gegeben wird, die ultimative Power gibt es mit dem thrashigen "Planet der Affen", und die wird über das ganze Album hinweg nicht wieder erreicht, auch wegen dem krassen Gastgesang von KOLDBORN-Sänger Lars. Aber muss das auch sein? Die wirklichen Highlights haben ZERO MENTALITY nämlich parat, wenn sie ein bisschen vom Gas gehen und ihre Wut mit traurigen Untertönen versehen. Dabei ist es egal, ob es leicht melancholische Nummern wie "Electric Lips" und "Fragile Heart" sind, die fast schon an SENTENCED erinnern, oder ob es eine bittere Anklage wie "Devils Charity" mit seinem großen Finale, inklusive Kinderchor ist. Das hat nicht nur Eier, das ist nicht nur mutig, das ist fast schon eine Großtat.

Überhaupt, was sich ZERO MENTALITY auf "Black Rock" alles erlauben, egal ob derber Rock und Hardcore, etwas zurückhaltender Metal, wilder Thrash oder sogar alles zusammen, wie in "Das Ende vom Lied", alles passt sehr gut ins Gesamtbild und hinterlässt niemals den Eindruck, als würde man mehreren unterschiedlichen Bands zuhören. Dazu kommt auch noch, dass hier wirklich tolle Leistungen zu hören sind, die Gitarren strotzen nur so vor Ideen und Spielfreude, die Grooves sind gnadenlos und Sänger Ben ist nicht nur tough, sondern auch gefühlvoll. Dass mit so viel Können auch die Kreativität frei wird, das beweisen die zehn Songs des Albums, die keinen einzigen Ausfall bieten. Und Jacob Bredahl hat das alles mit einer sehr schönen Soundwand superb eingefangen. Zweifellos, das sehr passend betitelte "Black Rock" ist eine dicke Überraschung für alle, die typischen Hardcore aus dem Pott erwarten. Denn ZERO MENTALITY sind mutig, haben das Herz am richtigen Fleck und den Arsch in der Hose. Derart kurzweilige, dicke, klischeefreie Alben dürfte es ruhig öfter geben. ZERO MENTALITY: Setzen, eins.
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Blueprint-Fanzine

Germany
Date: 2009-12-01
Rating: 7.5 / 10

ZERO MENTALITY haben sich mit ihrem brachialen, stark metalkantigen NYC-Hardcoresound in den letzten Jahren einen sehr guten Ruf erspielt, der weit über die Grenzen ihres heimischen Ruhrgebietes hinausging. Mit ihrem neuesten Output "Black rock" dürften sie jedoch so manchen ihrer Fans überraschen: Anstatt einen neuen Aufguss ihres bisherigen Erfolgsrezeptes zu präsentieren, haben sie sich neuen Einflüssen geöffnet und knallen dem Hörer einen gleichermaßen dreckigen wie melodiösen Bastard aus Metal, Hardcore und Rock direkt in die Kauleiste.
"Black rock" hat dabei viele unterschiedliche Gesichter: Während der Titeltrack etwa schön prollig durchs Stadion walzt, lässt "Electric lips" in bester HIM-Manier Mädchenherzen dahinschmelzen. In "No salaam no shalom" wird dagegen kurzerhand von der deutschen in die englische Sprache geswitcht, das von einer Gastsängerin vorgetragene "Dead ember" präsentiert sich als schmucke Rockballade und in "Devils charity" wird ungerührt der Moshpit aufgemischt. Trotz dieser großen Bandbreite fügt sich erstaunlicherweise alles bestens ineinander und macht in seiner Gesamtheit einen Stil aus, der für Fans verschiedener Lager interessant sein dürfte.
Die Entwicklung von ZERO MENTALITY war zwar nicht unbedingt vorherzusehen, aber sie ist konsequent. In einem Interview der Band konnte ich letztens irgendwo lesen, dass sie sinngemäß keinen Bock mehr auf die ständige Wiederholung haben, die in der Hardcore-Szene vorherrscht. Mit diesem Album haben sie einen guten Weg gefunden, dieser Stagnation zu entfliehen. Bleibt zu hoffen, dass dieses Unterfangen auch von ihrer Hörerschaft entsprechend gewürdigt wird.
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Rockfreaks

Denmark
Date: 2009-11-27
Rating: 6.5 / 10

My review plate has seen a lot of hardcore albums pass by lately, and only few of them have passed by unharmed. There's only so much generic hardcore one can take over a given time period, so luckily Germany's Zero Mentality have produced a solid enough third album to avoid the metaphorical fork and knife slaughter that was otherwise waiting for them based on a quick Myspace listen. Don't judge a book by the cover, they say, and this certainly holds true for "Black Rock", a hardcore album that dares to push the envelope and experiment outside the box by integrating several different tones and styles to a sound that's still hardcore at root.

The listener's interest should immediately be aroused by the opening track of the record, "Black Rock", which starts out with unusual "spat-out" vocals dwelling somewhere between clean and scream, before developing into a classic The Misfits styled woo-hoo gang shout echo. It quickly becomes clear that even though Zero Mentality too have a tendency to resort into one chord hardcore chugging every now and then (see "Planet Der Affen", for instance, featuring Koldborn vocalist Lars on growls), they aren't afraid to bring in significant rock influence as well nor to occasionally drop by the metalcore territory to borrow some blinding guitars. Consider for instance "Electric Lips", the catchiest track on the record, which sounds like the lost offspring between an unholy union of Eighteen Visions and Avenged Sevenfold. Before you run away screaming, however, it should be noted that producer Jacob Bredahl has really pulled out the best of such a sound, and it shouldn't be long before you notice bobbing along to the song, perhaps even humming the melody.

But where the band really pushes the hardcore envelope is on "Devils Charity". A female backing choir supports Ben's clean vocals in a great contrast that brings to mind The Chariot's fantastic "And Shot Each Other". I don't think I've heard such a technique on a hardcore album before, so props to Zero Mentality for daring to experiment like that. The vocal department in general is a pleasure compared to their peers, as the band variates between an in-your-face growl, raw clean vox, and the typical hardcore yell with some extra spoken-word passages and even female vocals. You don't have a chance to feel like Zero Mentality sound monotonous at any point.

While most tracks are rock oriented hardcore tracks, occasionally Zero Mentality explore dropping the hardcore element altogether, such as on "Fragile Heart", where they are a straight forward rock band more than anything else. Danish readers should actually find the song's transition quite interesting around three minutes in, as the vocal dynamic sounds exceptionally similar to our local heroes Trusted Few. It's this kind of constant variation, this type of ability to stretch their sound beyond the realms of hardcore that makes Zero Mentality such an interesting listen - even if they don't necessarily have many tracks that'll blow you away. Perhaps that's why they've toured or played festivals with bands as different as Agnostic Front, Napalm Death, Converge, koRn and even Slayer.
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New-Core

Germany
Author: Zechi
Date: 2009-11-22
Rating: 7 / 10

Der Ruhrpott Fünfer Zero Mentality meldet sich dieser Tage mit seinem dritten Longplayer zurück und schnell wird klar, dass die Jungs den Albumtitel „Black Rock“ nicht umsonst ausgewählt haben. Der Weg, der bereits mit dem letzten Album „Invite your soul“ eingeschlagen wurde, wird konsequent fortgesetzt. Die Hardcore-Roots sind noch weiter in den Hintergrund gerückt, stattdessen wurde der Anteil an düsterem, heavy Rock kräftig ausgebaut und auch die Metaleinflüsse sind wieder deutlich heraus zu hören.

Der Opener und Titelsong des neuen Album „Black Rock“ zeigt bereits eindrucksvoll wohin die Reise bei Zero Mentality geht. Treibende Rockriffs, die typische Stimme von Frontmann Ben, fette Back-up-Chöre und die dichte, verdammt druckvolle Produktion von Jacob Bredahl (Last Mile, Ex-HateSphere) und wenn am Ende die mächtigen „Oh-Oh-Oh-Oh-Chöre einsetzen, kann man nicht mehr still sitzen bleiben. Auch das folgende „Electric lips“ bei dem wie auch bei einigen anderen Songs sogar Synthie-Sounds und elektronische Spielereien eingebaut wurden, finde ich richtig stark. „No slaam no shalom ist dann wieder etwas hardcorelastiger, aber auch sehr rockig. Beim schnellen metallischen und sicherlich härtesten Song „Planet der Affen“ gibt es gesangliche Unterstützung von Lars (Koldborn) und Kevin (End of days) und „Devils charity“ endet mit einem weiblichen Chor, was aber gut zu dem Song passt. Gegen Ende des Albums kommt mit „Dead ember“ sogar ein ganz ruhiges Stück nur mit weiblichem Gesang.

Wie ihr seht, haben Zero Mentality auf „Black Rose“ einiges ausprobiert und auch wenn mir nicht alles gleich gut gefällt, so entwickelt der Ruhrpott Fünfer doch immer stärker seinen eigenen Stil. Die Produktion von Jacob Bredahl kommt mal wieder sehr fett daher, was aber wohl auch niemand ernsthaft angezweifelt haben dürfte.

Klar der klassische Hardcore-Hörer wird mit der Entwicklung vermutlich nicht besonders glücklich sein, wer sich aber offen gegenüber mächtigem Heavy-Rock mit Hardcore-Roots und Metaleinschlag zeigt, kann mit „Black Rock“ zweifelsfrei eine Menge Freude haben. Wie gesagt, an der Entwicklung von Zero Mentality werden sich die Geister scheiden. Ich kann mich noch nicht so recht entscheiden, on ich die Platte jetzt gut oder weniger gut finden soll. Wahrscheinlich von beidem etwas. Auf jeden Fall mal wieder ein interessantes Release auf Let it Burn Records, bei dem die Band nach ihrem Weggang von GSR Music untergekommen ist.
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PunkRockTheory

UK
Author: Thomas Dumarey
Date: 2009-11-16

With every new release, this German outfit starts to sound catchier and more rocking than before. On “Black Rock” this becomes even more obvious as they incorporate even more singalong parts and slick leads than ever before. It’s still metallic hardcore at heart but ya know… kinda like how 18 Visions evolved. Some love it, others hate it. They did manage to record a diverse album with a semi-acoustic ballad, male and female vocals that tackle both English and German lyrics and there’s even a choir on here somewhere. Seems like they’ve got everything needed to make a compelling album, right?

Well, not quite… I just can’t seem to wrap my ears around vocalist Bend Fink’s accent which is downright terrible. I’m sorry… call me small-minded or hung up on details but it takes away a lot of the fun for me.
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Smother

USA
Date: 2009-11-11

Monotonous melodic metallic hardcore fear not, Germany’s Zero Mentality is on the case. “Black Rock” turns in a rousing and churning militant version of the over-hyped genre with smashing harmonies and crushing dynamics. Drumming is steady while the vocals sound like a blunt Blitzkrieg of tortured emotions and liberating lyrics. Steady guitars fuel the energy while the bass undercuts the rhythm with stabbing efficiency. This album has so many surprises in store for anyone willing to give it a good honest listen. Perfect soundtrack to a sweaty workout too by the way!
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Scarred For Life

Germany
Author: Flo
Date: 2009-11-04

Beim Cover zu "Black Rock" gab’s keine Kompromisse: In fetten Lettern ist der Name zu lesen, sonst nichts. Weniger einfach zu beschreiben ist dagegen die Musik des Quintetts. Sie brauen eine Mischung aus Rock (insbesondere die Gitarrenarbeit und Melodieführung) und Hardcore (öfters mal die Vocals). Das Label beschreibt ihre Musik als "härter als kalte Lava und weicher als Stahl", ob das weiterhilft sei dahingestellt. Produziert wurde das ganze vom langjährigen Bandfreund Jacob Bredahl (ex-HATESPHERE/ BARCODE).

Dieser sorgte auch für einen ordentlichen Sound, der ziemlich fett aus den Boxen kommt und den Eindruck der Musik nochmals eher gegen Hardcore und Metal verschiebt, die tiefer Gestimmten Gitarren tun ihr übriges. Trotzdem spielen die Jungs bis auf ein paar kurze Ausbrüche ins Uptempo in treibendem Midtempo. Deutlich tritt bei einigen Songs eine melancholische Grundstimmung hervor, die aber gut passt. Ungewöhnlich sind einige Strophen, die auf Deutsch gesungen werden. Deutlichste Stärke der Band ist auf jeden Fall, dass sie klasse Songs schreiben, die dank des Grooves und vor allem der Melodien im Ohr bleiben. So z.B. das Eröffnungsdoppel aus dem treibenden Titelsong und dem düsteren "Electric Lips". Auch hin und wieder eingestreute Soli passen sich gut in den Sound ein. Der Sänger legt eine ziemlich große Bandbreite von rauem Gesang über Geshoute bis zu atmosphärisch gesprochenen Passagen vor.

Gegen Ende des Albums haben sich dann doch noch zwei, drei mäßige Nummern eingeschlichen, die aber auch nicht wirklich schlecht sind. Lediglich die nichtssagende Ballade mit Frauengesang am Ende der Scheibe sorgt bei mir nur für Langeweile. Ansonsten ein ungewöhnliches Album, das ich richtig stark finde.
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Squealer-Rocks

Germany
Date: 2009-10-29

Verflixt, da lungerte doch noch unter einem Stapel Krimskrams auf meinem Schreibtisch diese CD herum, die ich euch natürlich auf keinen Fall vorenthalten wollte.
ZERO MENTALITY aus dem Ruhrpott wären uns dann mit „Black Rock“ doch fast durch die Lappen gegangen, was echt schade gewesen wäre. Aber ist ja noch mal gut gegangen und hier geht’s nun los....

ZERO MENTALITY gibt’s seit sechs Jahren und durch häufiges Touren haben sie sich seit dem Anfang enorm weiterentwickelt. Vor allem haben sie jetzt endlich realisiert, dass sie auf dem Planeten der Affen hier gestrandet sind und das Beste daraus machen müssen. Und das Beste heißt „Black Rock“ und ihr langjähriger Produzenten und Freund Jacob Bredahl (ex-Hatesphere) hat der Scheibe den richtigen Schmiss verpasst. Herausgekommen ist eine mit donnerndem Sound versehene Kreuzung aus Rock, Metal, Punk und Hardcore, die nun wahrlich und wahrhaftig eine historische Zäsur in die Musik auf dem Planeten der Affen bringt. Diese ungewöhnliche Legierung ist weniger ein nachäffen(sic!), als das Entwickeln eines eigenen individuellen Stils.

Auf „Black Rock“ versammeln sich Songs wie z. B. der lärmende Opener „Black Rock“, wo schon klar wird, wohin die Reise gehen soll. Kompositorisch rockig, aber vom Arrangement metallisch-laut donnern sie sich mit treibenden Drums durch den trotzdem melodischen Song. Der Gesang ist grimmig und rau bis heiser, aber verständlich. Selbst die Kiss-ähnlichen OHOOOOHOHO-Chöre am Schluss, ansonsten von mir eher mit „gruselig“ umschrieben, toleriere ich diesmal, denn sie haben was. Klasse!
„Electric Lips“, „No Shalaam No Shalom“ und „Come Home“ glänzen mit donnernden Riffs und Soli der schnellen Sorte sowie reizenden Melodeien (KEIN Buchstabendreher!) mit Punk-Attitüde. Bei „EL“ spielt zudem der Bass eine dominierende Rolle und in Punkto Wuppdich und Härte wird noch `ne Schüppe draufgelegt.
Das ist dann aber noch garnix gegen die nächsten Getöse bei „Planet Der Affen“ und „Devils Charity, die doch in echter Hardcore-Manier aus den Boxen brüllen, was nicht so ganz mein Ding ist, aber die Jungs können zweifellos was!
Übrigens: Bezaubernder Einfall mit dem Mädel-Chor am Schluss!
„Fragile Heart“ nimmt zwar ein bisschen Tempo raus, aber auch hier werden keine Gefangenen gemacht und der Groove geht inne Beine, meiner Treu! Mittendrin gibt es ein anmutiges gitarrenakustisches Zwischenspiel, bevor der Song in die volltönende Zielgerade einbiegt.
„Feature Dich Selbst“ hat's wieder mit dem Bass und der galoppierende Groove lässt die Gliedmaßen zucken. Auch dieser Song bekommt von mir die Note „hervorragend“!
„Dead Ember“ lässt dann erstmal die Luft aus dem bis zum Platzen angeschwollenen Ballon und eine niedliche Frauenstimme verzaubert mich zu leiser Gitarre und Keyboard....aber nicht lange! Dann geht’s doch wieder los und die getragenen Riffs und der langsame Groove gehen schlussendlich wieder in einen ruhigen kurzen Schlusspart über.
„Das Ende vom Lied“ bildet dann den würdigen Abschluss von „Black Rock“ und hier zeigen ZERO MENTALITY noch mal ihr Faible für den etwas lauteren Sound. Sehr schön!

Sehr rauer, aber nicht zu aggressiver Gesang trifft bei „Black Rock“ auf metallische Riffs und rockende, überraschende Songstrukturen. Die nihilistischen (alles Positive verneinenden) Texte sowie der tief empfundene gefühlsbetonte Gesang sind vortrefflich anzuhören.. Die Texte sind auch gern mal in Deutsch und selbst innerhalb der Songs wechselt die Sprache manchmal, ebenso wie das Geschlecht des Sängers, warum auch nicht?

Härter als erkaltete Lava, aber weicher als Stahl (ICH bin unschuldig! Das steht so im Infoblatt!) haben ZERO MENTALITY das Zeug dazu (und es auch verdient!) weit über die Grenzen des Ruhrpotts hinaus bekannt zu werden. Dabei ist es immer hilfreich, wenn es einen Schreiberling gibt, der dem Ganzen einen griffigen Gattungsbegriff überstülpen kann. Das werde ich jetzt tun und ich verkündige hier und jetzt, das ZERO MENTALITY ins neue Genre „Metalrock“ gehören, jawoll! Wie wär's damit? Oder mit „Ruhrpott-Metal“ oder 'nen bisschen allgemeiner „Ruhrpott-Rock&Roll“?

Die schon oben erwähnte Gemengelage ist vielleicht nicht jedermanns Sache, möglicherweise bevorzugen einige eher straighte, lineare Kompositionen und nicht dieses einfallsreiche unkonventionelle Zeugs, aber ich tue das nicht und deshalb gefällt mir „Black Rock“ die ganzen 36 Minuten ausnehmend gut.

And here are the results of the Dark City-Jury: volle Punktzahl, sachichma!
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Helldriver-Magazine

Germany
Author: Rolf Gehring
Date: 2009-10-21
Rating: 5 / 7

Nach einem bemerkenswerten Debüt und einem Zweitwerk mit einer deutlichen musikalischen Weiterentwicklung müssen Zero Mentality sich nun mit dem kritischen dritten Album positionieren. Die Band hat den Rock-Anteil in den Songs noch einmal deutlich nach oben geschraubt. Der Background im Hardcore schimmert oft nur noch schemenhaft durch. Stattdessen regieren bratende Rock Riffs und fette Grooves. Die Band legt sich einmal mehr keinerlei Limitierungen auf. So erinnert der düstere „Electric Lips“ mit Keyboards unter treibendem Beat mehr an HIM als an Agnostic Front. Auch Stilelemente aus 90er Crossover sind genauso zu finden wie heftiger Death´n Roll der Marke Entombed. Gastvocals gibt es von Lars von Koldborn und Kevin von End Of Days was dann nochmal für ein entsprechendes Death Metal Vibe sorgt. Doch damit noch nicht genug der Abwechslung, zum Einsatz kommen auch deutsche Texte und weiblicher Gesang. Langeweile kommt also keinesfalls auf. Auch die Qualität der Songs bewegt sich auf hohem Niveau. Die Riffs sind markant und es gibt reichlich coole Melodien und Parts die hängen bleiben. Die Band hat eine Menge origineller Einfälle in den Songs untergebracht. So kommt es immer wieder zu Aha-Effekten. Die Produktion von Jakob Bredahl kann sich ebenfalls sehen bzw. hören lassen. Ein großes Manko hat das Album aber. Dieses Mal fällt der deutsche Akzent von Frontmann Ben bei den englischen Texten eklatanter auf denn je. Tom Angelripper lässt grüßen. Hat man sich daran gewöhnt, kann man sicher damit leben, auffällig ist es aber. Zero Mentality zeigen sich einmal mehr von ihrer mutigen und experimentierfreudigen Seite. „Black Rock“ ist definitiv ein gutes Album geworden.
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Background Music

Germany
Author: micha sellfish
Date: 2009-10-19

als grenzgänger zwischen hardcore, metal sowie rock der derberen sorte dürfen Zero Mentality mich seit dem 2003er demo zu ihren anhängern zählen. und das trotz sporadischer deutscher texte sowie einem nicht zu unterschätzendem posing-faktor (inklusive kajal-missbrauch). doch das ruhrpott-quintett weiß einfach, wie man knackige tracks schreibt, schert sich nicht um trends oder stilistische no-go's... und kommt damit meinen schwedischen lieblingen von nine gefährlich nahe. mit neuer labelheimat im rücken gerät der dritte longplayer "Black Rock" (let it burn/soulfood) nun aber tatsächlich zu dem großen wurf, welchen die eigene diskografie noch vermissen ließ. und das - eine weitere einschränkung - trotz dezenter zugeständnisse in richtung nu-metal und gothic-rock ("feature dich selbst"). ja, ich bin noch bei sinnen! denn das resultat basiert nach wie vor auf saustarken riffs sowie einer gesunden fuck-off-attitüde gegenüber der herkunftsszene. der aus diesen zutaten entstehende cocktail zündet jedoch vor allem deswegen, weil der thrashanteil in kombination mit den großen hooks und harmonien fieser denn je klingt. und dank jacob bredahl (ex-hatesphere) diesmal der sound das starke songmaterial zum glück perfekt abrundet. da geht sogar die von jaqueline fink gesungene ballade "dead ember" in ordnung. und gegen tracks wie den titelsong kann sogar die neue doomriders einpacken.
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Musik-Industry.com

France
Author: Morgan Raguénès
Date: 2009-10-16
Rating: 3,3 / 5

Si vous aimez : Social distortion, die toten hosen, Agnostic front

Ce qui est frappant, à l’écoute de ce cd, c’est le timbre de voix du chanteur. Une voix roque, sombre, foutrement mélodique et puissante. Elle me fait un peu penser au style de Mike Ness, mais pourtant, ça n’a rien à voir. C’est assez bizarre au début, mais au fur et à mesure, je me suis pris à aimer cette voix hors du commun. En ce qui concerne la musique ; c’est un punk rock classique avec des passages typé plus Hardcore à la « Agnostic Front » et des solos qui feraient pâlir un métaleux. Le groupe chante, tantôt en langue allemande, tantôt en Anglais. Tout est tellement bien ficelé qu'on s’aperçoit à peine ces changement. Ce n'est pas choquant, et cela aère vraiment l’écoute de cet album. La prod est très bonne, et on a même le droit à quelques petites surprises… En effet sur « devils charity », le groupe se fait accompagner par une chorale d’enfants (dont le manager n’est autre que Fréderic Mitterand), et c’est vraiment bon. Une autre surprise est la présence de Madame "Levent Gunturkun", (une parfaite inconnue pour moi) qui balance un très beau texte sur une musique très calme. J’en ai la chair de poule.

Voici donc un album à mettre entre toutes les mains. Les punk rockeurs apprécieront, Les Hardcoreux ne devraient pas rester insensible non plus. Moi j’adore.
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Handlemedown

Germany
Author: Christian Mayer
Date: 2009-10-15
Rating: 7 / 10

Das deutsche Label „Let It Burn Records“ ist in erster Linie durch ihre zahlreichen Bands aus dem Hardcore-Lager bekannt. Prinzipiell dürften sich da auch ZERO MENTALITY – natürlich aus dem Ruhrpott – wohl fühlen, allerdings entpuppt sich ihr neues Album „Black Rock“ recht schnell als Genre übergreifendes Stück Musik. Und das beweist das Quintett nicht erst kurz vor Ende mit der wunderbaren Ballade „Dead Ember“, gesungen von der Frau oder Schwester von Frontmann Ben (der Nachname ist halt gleich). Mit diesem Stück lehnt sich die Band vielleicht etwas weit aus dem Fenster, da es komplett anders als alles andere ist, aber sie fällt nicht vornüber. Ganz im Gegenteil, „Dead Ember“ ist für mich der schönste Song des ganzen Albums. Aber auch mit der episch wirkenden Rocknummer „Electric Lips“ können ZERO MENTALITY deutlich punkten, woanders lassen sie solche aber leider auch liegen. Ebenfalls deutlich gelungener ist „Feature dich selbst“. Auch hier bewegt sich die Band mehr im Rock, paart gekonnt Härte mit Melodie. Das gelingt aber nicht immer. Der Titelsong vereint Metal und Rock, hat aber bis auf seine OhOhOh-Chöre nicht viel mehr zu bieten. Mit „Planet der Affen“ gibt es mal eben kurz auf die Fresse, auch ein Stück das ein wenig hinterherhinkt. Mangelnde Abwechslung kann man ihnen aber definitiv nicht unterstellen. Vielleicht sogar hätten sie sich das ein oder andere Experiment sparen können. Unterm Strich aber ist „Black Rock“ ein gutes Album, mit teilweise wirklich tollen Songs. Da darf auch gut und gern mal ein Song auf der Strecke bleiben.
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hARTboiled

Germany
Date: 2009-10-13

Zero Mentality waren schon immer irgendwie anders, aber sie bauen das durchaus mit Black Rock noch aus. Anfangs noch klassisch-NY Hardcore, dann mit "Invite Your Soul" schon mehr und mehr andere Anleihen, von Stadionrock bis hin zu Streetpunk. Jetzt allerdings unmöglich in irgendeine Schublade zu stecken und mit dem neuen Vertriebspartner Soulfood wird es wohl auch noch einige offene Ohren mehr erreichen. Sie sind prolliger, aber immer noch sympathisch, sie sind mehr Rock und eingängiger als jemals zuvor und irgendwie bin ich an Avenged Sevenfold erinnert, die ja auch weit von ihrem anfänglichen Weg abgekommen sind und auf unpeinliche Weise, extrem peinliche Elemente umgesetzt haben. Es wird auf Dicke Hose gemacht, aber irgendwie mit Augenzwinkern, es gibt Hymnen und große Melodien und eine Menge Klischees die einfach weggeschnippt werden.

Black Rock startet mit dem Titeltrack, samt "wo oh hoooo" Singalongs und einem Hook, der - haha - hängenbleibt. "Electric Lips" ist vermutlich der stärkste Song der Platte und erinnert an HIm oder auch Type 0 Negative und ist somit etwas entspannter, wird aber von "No Salaam No Shalom" gefolgt, das wieder ordentlich draufhaut. Das erste Mal tauchen hier auch wieder die teils deutschen Texte auf und es werden immer mehr Groove und Soli ausgepack. "Planet der Affen" bollert erbarmunglos nach vorne und die Hardcore Einflüsse sind eindeutig wieder herauszuhören. Es wird geschrien, gegrowlt und weniger rockig zur Sache gegangen. "Devils Charity" folgt dann mit Sprechgesang und einer Art Frauen Chor und in "Fragile Heart" wird der balladeske Hammer samt Akustikpart ausgepackt und ebenfalls fast mehr gesprochen denn gebrüllt. "Feature Dich Selbst" beginnt wieder mit abgesenkter Stimme und HIM-touch und bleibt durchweg eher langsam. "Come Home" ist ein kurzer Ausflug Richtung Schweine Rock und bleibt unspektakulär. "Dead Ember" strotzt wie der Titel vermuten lässt vor Pathos und kitsch. Überwiegend akustisch mit Frauengesang, wohlgemerkt - trotz Pathos - immer noch halbwegs unpeinlich. Der Rausschmeissen heisst "Das Ende Vom Lied" und packt nochmal die Metal Kante aus.

Also, Zero Mentality haben sich aus dem Einheitsbrei gegraben, machen mal eine andere Kombination aus Metal, Rock und Hardcore und machen dabei echt Spass.
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Pitfire

Switzerland
Date: 2009-10-13

Lauscher auf! Was Zero Mentality hier mit „Blak Rock“ und dem vielsagenden Untertitel „Play It Loud“ vorgelegt haben, hat ein sehr grosses Überraschungspotenzial! War die Basis bis Anhin klassischer Hardcore, so haben auf dem neusten Album zumindest währen der ersten 4 Songs („Black Rocks“ / „Electric Lips“ / No Salaam No Shalom“ und „Planet der Affen“) gänzlich andere Einflüsse das sagen: Rock, in erster Linie, dazu eine sehr dreckige Gesangsstimme, die auch Punk-Bands gut anstehen würde. Beim deutschen Song „Planet der Affen“ wird der Text zudem gerappt wiedergegeben, aber nicht ohne bei der Titelzeile „No Salaam No Shalom“ wieder in schönsten Schweinerock zu wechseln.
Ab Song fünf drückt dann der Hardcorebackground der Band wieder durch: „Devils Charity“ bringt eine deutliche Zäsur ins Album. Die Stimme ist nun tief und shoutend, es gibt tanzbare 2-Step-Parts und Riffs mit der nötigen Härte. Bei „Fragile Heart“ tönt man dann aber bereits wieder nach einer kaputten Rockband. Ganz am Schluss gibt’s mit „Das Ende vom Lied“ nochmals die ganze Härte zu spüren, wobei auch hier der Refrain untypisch hymnisch und melodiös daher kommt.
Mein persönliches Urteil fällt zwiespältig aus: „Black Rock“ ist gemessen an seiner Kreativität und der künstlerischen Weiterentwicklung ein wirklich grosser Wurf der Band. Leider ist mit dieser Platte jedoch das Kapitel „Hardcore“ für Zero Mentality wohl abgeschlossen, auch wenn wie bei den letzten Platten auch, wieder mit Jacob Bredahl (Hatespehre / Barcode) zusammengearbeitet wurde.
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Partyausfall

Germany
Date: 2009-10-11
Rating: 8 / 10

"Black Rock, the beginning the primeval core, rockin' your world like nobody before", noch Fragen? Zero Mentality lassen sich nicht erst seit ihrem letzten Release schwerlich einer eindeutigen Musikrichtung zuordnen, doch der gleichnamige Opener ihres neuen Albums "Black Rock" erleichtert diese Angelegenheit ein wenig und läutet den folgenden Genrezirkus denkbar zuverlässig ein: Astreine Rocknummern, Groove-Granaten am laufenden Band, mal zügig, mal gemächlich, aber mit viel Sinn für Melodie und nahezu allgegenwärtigen Einflüssen aus dem Metal. Zusammen mit dem dezenten Hardcore-Hammer der hier und da noch geschwungen werden darf, Akustikeinlagen, Frauenchor und mehr ergibt sich ein spannendes Sammelsurium, das auch bis zur allerletzten Sekunde zu unterhalten vermag. Zugegeben: Wirklich leichter wird die Definition des Musikstils dadurch nicht, positiv ist diese musikalische Vielfalt aber allemal.

Kratziger Gesang und einige gesprochene Parts werden durch schnelle Shouts und Growls ergänzt, auch auf weibliche Unterstützung darf der Zuhörer sich freuen. Die Vocals fallen ebenso eigenwillig wie polarisierend, aber wirkungsvoll aus und punkten mit entsprechendem Wiedererkennungswert; "No Salaam No Shalom", kein Frieden? "Feature Dich Selbst", ein Aufruf zu mehr Eigenverantwortung? Die Reichhaltigkeit der behandelten Themen steht der der tonalen Untermalung in nichts nach. "[...] one should be ready to include everything into expectation", so tönt die Werbetrommel und sowohl textlich als auch in jeder anderen Hinsicht ist dem nichts mehr hinzuzufügen.

Zero Mentality haben sich einmal mehr weiterentwickelt, auf "Black Rock" gebärden sie sich auffallend, heben sie sich weiter vom Rest der Untergrundszene ab, jedoch nicht um jeden Preis, das ist nicht nur wünschenswert, sondern auch äußerst sympathisch; das Pfeifen auf Konventionen, die Konsequenz ihrer selbst, das verschafft der Band eine Fanbase, die mindestens genauso vielschichtig ist wie die Kapelle, die sie allesamt so feiern. Die Empfehlung, egal ob Anhänger, Quer- oder Neueinsteiger, kann also nur lauten: Reinhören! Anspieltipps sind "No Salaam No Shalom", "Devils Charity" und der Titeltrack, wovon letztgenannter auf dem MySpace-Profil der Jungs zur Verfügung steht.
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Mass Movement

UK
Author: Martijn Welzen
Date: 2009-10-10

Having started out as a pure ‘Ruhrpott’ band, Zero Mentality now step up to the plate, heading towards a different, undiscovered territory. For those not in the know, the German Ruhrpott is a highly industrialized area to the far west of the country. Most of the time, probably influenced by their environment, bands from this area are hard-hitting metalcore bands dedicated to pointing out the hardships of life. Zero Mentality don’t want to be confined by any invisible walls and incorporate rock and metal into their new songs as if they have never done things any differently. Their development reminded me a bit of 18 Visions and the way that band stepped away from their pure metal-core towards a well oiled rock machine with this rather desperate outlook on life. Still they never loose their cool and terrific groove. ‘Black Rock’ is a well balanced mix of styles, even jumping back and forth from German to English,which only adds to the bands strength. I’m hoping that they’ll take this record out on the road shortly. I wonder what the hardcore puritans will have to say?
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Got-A-Nerve

Germany
Author: Stephan
Date: 2009-10-08

Es ist nun schon einige Tage her, als ich ich damals erstmals "Traitor of my own" von Zero Mentality hörte, und schon damals kam mir der Gedanke: die Jungs sind anders, die schlage in eine Kerbe, die bis dato noch nicht wirklich existierte. Und so sind ZM ihren Weg gegangen, haben sich von allen Schubladen brav ferngehalten und noch heute fällt es schwer, die Jungs aus dem Ruhrpott einem bestimmten Genre zuzuordnen. Genau dies macht die Geschichte ja so interessant und die Neugierde auf die neuen Songs umso größer. Die Band hat sich in der Vergangenheit immer dagegen gesperrt, in die Hardcore-Szene gepackt zu werden, auch wenn es kein Geheimnis ist, dass sie dort viele Anhänger hat und natürlich auch gerne auf reinen Hardcore-Shows die Instrumente schwingt. Mit dem neuen Album "Black rock" haben sich Zero Mentality wieder ein Stück weit abgesetzt. Zwar kommen ZM wie gewohnt rockig und metallisch daher, dennoch haben sie inzwischen ein ganz bestimmtes Etwas entwickelt, dass ihre Songs anders macht und hervorhebt. Von treibend über düster und mystisch bishin zu brutal - das sind Zero Mentality anno 2009. Das in München ansässige Label Let It Burn Records, bei dem unter anderem auch ZM's Ruhrpott-Kollegen Black Friday '29 eine musikalische Heimat gefunden haben, hat sich "Black rock" angenommen, aufgenommen wurde das Album in Dänemark (Jacob Bredahl). Und wenn neben den musikalischen Szenegrößen wie Hatebreed, Converge, Napalm Death, Cannibal Corpse, Korn und Slayer (mit all diesen Combos haben ZM bereits die Bühne geteilt) auch die journalistische Gilde von Rock Hard, Metal Hammer oder Aardshock auf die Jungs und das neue Album aufmerksam werden, dann steckt da eine ordentliche Dampfwalze dahinter.
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Musikansich

Germany
Author: Rainer Janaschke
Date: 2009-10-08
Rating: 16 / 20

Ja, das gefällt mir, was die Ruhrpottler Zero Mentality da auf ihrem Album Black Rock zum Besten geben. Ein knackiger Genremix mit Elementen von Rock, Metal, Hardcore gepaart mit einer dunklen Stimmunge, so dass auch ein paar Einflüsse des Gothic Rocks ausgemacht werden können.

Mit diesen ganzen Zutaten setzt die Band sich natürlich zwischen allen Stühle, die es so in der harten Rockmusik gibt. Na und, Zero Mentality kümmern sich nicht um Schubladen, dann sollten wir das auch nicht machen.

“Black Rock“ legt mit einem coolen Rock Riff los um später in dreckigen Metal überzugehen. Geil. “Devils Charity“ hat eine unüberhörbare Hardcore Attitüde.
Gesungen wird meistens ziemlich heftig, und gerne auch mal in deutsch und in englisch. Um die deutschen Texte auch zu verstehen, muss man aber schon genauer hinhören, der Gesang von Sänger Ben ist doch ab und an etwas undeutlich.

"Dead Chamber" überrascht mit sanfter Akustikgitarre und weiblichen Gesang und entwickelt sich später zu einer furiosen Halbballade.

Black Rock rockt! Und zwar heftig!
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EMP Mailorder

Germany
Author: Oliver Kube
Date: 2009-10-06

Punkrocker, Deutschrocker, Metalrocker, Hardcorerocker, Emorocker, Doppelrocker, Softrocker usw. – beim ebenso unberechenbaren wie unverschämt unterhaltsamen neuen Werk der sympathischen Ruhrpottler kommen alle auf ihre Kosten.

EMP Redaktion:
Manchmal – etwa beim geilen, zwischen Glam und True Metal variierenden Titelsong oder beim zu gleichen Teilen aus modernem Trainingsjacken-Deutschrock und lupenreinem Hardcore kombinierten "Planet der Affen" – ist man sich nicht ganz sicher, ob die fünf Ruhrpottler das alles wirklich ernst meinen oder ob sie hier ein Parodie Album abliefern. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass der sympathische Fünfer einfach nur die Musik macht, die ihm gerade in den Sinn kommt und auf die er gerade Bock hat. Versehen mit guten Melodien, einem frischen Sound und teils nachdenklichen, dann wieder herrlich ironischen, augenzwinkernden Texten, wäre das allemal legitim. Ich kann mich aber natürlich auch täuschen. Fakt ist allerdings, dass "Black rock" ein ebenso unberechenbares wie beinahe unglaublich unterhaltsames Album ist, auf dem mit "Dead ember" sogar Platz für eine Emo-Feuerzeug Ballade sowie einen Toten Hosen Rocker ("Das Ende vom Lied") ist, ohne dass einer der beiden Tracks auch nur im Entferntesten fehl am Platze wirken würde.
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My Revelations

Germany
Author: Christoph Füllenbach
Date: 2009-10-06
Rating: 10 / 15

Mit "Black Rock" veröffentlichen die Ruhrpottler von ZERO MENTALITY ihren dritten Longplayer. Auf diesem habe sie sich um einige Schritte vom Hardcore weg und auf klassischen Hardrock hin bewegt. Die Riffs sind simpler und das gesamte Scheibchen ist weniger aggressiv als andere Outputs der Jungs. Dabei halten sie sich nicht an aktuell häufig vorkommende Mischungen zwischen Hardcore und Thrashmetal, sondern wagen etwas ziemlich eigenständiges. Insgesamt ist das Album sehr abwechslungsreich und zeigt verschiedenste musikalische Fassetten. Schießt der Opener "Black Rock" mit seinen Sing-A-Longs noch in die Party Rock'n'Roll Ecke, so sieht der Spaß bei "Electric Lips" doch schon ganz anders aus. Die Strophe wird von ruhigeren Gitarrenklängen begleitet und Bens Stimme wird erzählend und sehr tief; irgendwie erinnert die gesamte Konstellation ein wenig an frühere Stücke von HIM. Doch damit nicht genug, dass man auch noch heftig kann, wird mit "Planet Der Affen" oder "Das Lied vom Ende" gezeigt. Beide zwar immer noch rockig, aber mit deutlich mit Saft! Allein beim Lesen der Songtitel dürfte schon aufgefallen sein, das die Herren zwischen zwei Sprachen hin und herwechseln, teilweise sogar innerhalb eines Tracks, was gut was her macht. Sehr gut gefällt auch die Nummer Neun des Albums. Eine Ballade mit tollem Spannungsbogen, sehr emotionalem Text, welche von einer Frau mit wirklich guter Stimme gesungen wird.
Die Produktion der Scheibe drückt und ist ordentlich fett aufgemacht. Vor allem durch den Mut die Hardcoreschiene etwas zurück zunehmen und etwas mehr auf den rockigeren Zug aufzuspringen, dürften sich ZERO MENTALITY einige neue Freunde machen.
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In Your Face

Germany
Date: 2009-10-05
Rating: 8 / 10

Als ich die aus dem Ruhrpott kommenden ZERO MENTALITY im letzten Jahr im Vorprogramm der BIOHAZARD-Reunion-Show in der Bochumer Matrix sah, konnten sie mich nicht überzeugen, ihre Mixtur aus Metal, Core und Punkrock funktionierte an diesem Abend nicht so gut. Als nun der neue Silberling "Black Rock" bei mir eintrudelte, ging ich mit entsprechend wenig Erwartungen an das Release und wurde sowas von an die Wand geblasen, dass ich mich fragte, ob es wirklich die gleichen ZERO MENTALITY waren, von denen ich anno 2008 nicht begeistert war.

Was der Fünfer hier auffährt, ist oberamtlich und wird jeden Liebhaber härterer Musik erfreuen. Es gibt ein abwechslungsreiches Album, auf dem groovender Metal den größten Anteil hat, man unternimmt aber immer mal Ausflüge in andere Genres: "Dead Ember" kommt als schöne Akustikballade mit Frauengesang daher oder "Das Ende vom Lied" ist eine düstere Midtempo-Metalcore-Nummer mit schaurig-schönen Melodiebögen.

Man sieht auch an diesen beiden Titeln, dass Sänger Ben Fink keine strikte sprachliche Ausrichtung fährt, so gibt es neben rein deutschen und englischen Lyrics auch Mixturen von beiden, wie auf dem brachialen "Planet Der Affen", das mit vokalistischer Hilfe durch Lars von KOLDBORN und Kevin von END OF DAYS wohl die härteste Abrissbirne des Albums darstellt.

Summa summarum ist "Black Rock"ein gutes Album und hat mit dem Titelsong auch einen richtigen Gassenhauer, dessen Mitgröhl-Ende sicherlich bei den nächsten Liveauftritten den meisten Besuchern im Ohr hängen bleiben wird!
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Green Hell

Germany
Date: 2009-10-05

Das dritte Full Length der Ruhrpottler kommt am 9. Oktober! Wer die Band in den letzten Monaten mal live erlebt hat und auch sonst nicht in den letzten Jahren der Bandgeschichte völlig hinterm Mond gelebt hat, kann sich wahrscheinlich schon an fünf Fingern abzählen, dass mit dem dritten Album der Band kein neuer Knaller zwischen Cro Mags und Integrity ins Haus steht, sondern konsequent die Linie fortgeführt wird, die zuletzt mit der Split 7inch mit Heartbreak Motel verfolgt wurde. Will heißen: Es bleiben weiterhin einige, mal mehr mal minder starke, Hardcore Einflüsse als Grundgerüst, ABER im großen und ganzen ist "Black Rock" wie der Titel schon anmuten lässt ein richtiges Rockalbum. Das ganze unterlegt mit "whoahohohaaaa" und Piano Parts und natürlich den mittlerweile schon obligatorischen und sehr gut abgestimmten teils deutschen und teils englischen Texte. Puh fällt mir echt verdammt schwer da nen passenden Vergleich zu finden, aber sagen wir mal Life Of Agony machen ne Party und haben neben John Joseph und Scott Vogel auch noch die etwas älter gewordenen Turbonegro eingeladen. Scheiss drauf, was deine 08/15 Hardcore Freunde sagen, das Ding hier ist der Hammer!!!!
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Dosenmusik

Germany
Date: 2009-10-05
Rating: 9 / 15

Und wieder ein neues Subgenre?
Tracklist: 01. Black rock
02. Electric lips
03. No salaam no shalom
04. Planet der Affen
05. Devils charity
06. Fragile heart
07. Feature dich selbst
08. Come home
09. Dead ember
10. Das Ende vom Lied
Sowohl der Titel des neuen Albums als eben auch der Titelsong machen recht schnell klar, was man auf „Black Rock“ von den fünf Jungs aus dem Ruhrpott so geboten bekommt. Hier wird ein großer neuer Schritt gewagt und die doch manchmal recht festgefahrenen Genregrenzen weit hinter sich gelassen. Hören sich doch gerade die ersten drei Stücke „Black Rock“, „Electric Lips“ und „No Salaam, No Shalom“ mehr nach einem Bastard aus Metal und vor allem Rock an, wo auch Bands wie zB Mötley Crue gefallen dran finden würden.

Man muss ehrlich sagen, dass sich das anfangs erstmal ein bisschen gewöhnungsbedürftig anhört, zumal die Stimme von Sänger Ben auch ziemlich im Vordergrund steht. Doch wirkt die Musik nicht einfach irgendwie zusammengewürfelt sondern durchdacht und ordentlich strukturiert und macht nach häufigerem hören auch durchaus Spaß.

Ab dem vierten Song „Planet der Affen“ werden ihre Hardcorewurzeln wieder deutlicher und kommen mehr und mehr zum Vorschein. Die Stimme wird etwas tiefer und schleppender und es wird weiter aufs Gas getreten um immer mal wieder ein klassisches Break einzustreuen. Auch die Metalriffs die gerade bei „No Salaam, No Shalom“ sehr deutlich zu hören sind, werden ein wenig zurückgeschraubt ohne, dass sie ganz verschwinden. Ein weiterer sehr interessanter Track ist „Fragile Heart“ welcher als Hardcorebrecher beginnt und zwischendurch sehr melodiöse Tendenzen animmt und von Keyboard untestützt sehr abwechslungsreich wirkt. Der Rest des Album gestalltet sich auch eher in Richtung Hardcore als die ersten drei Rocklieder, was eigentlich fast ein bisschen schade ist, wirken die ersten Songs doch recht frisch und ein, zwei mehr von dieser Sorte hätten dem Album sicher nicht schlecht getan. Und wenn man denk, dass Album läuft einfach so aus, bekommt man mit dem vorletzten Song „Dead Ember“ eine astreine Ballade mit weiblichen Gesang vor den Latz geknallt. Um dann mit „Das Ende Vom Lied“ nochmal einen Hardcoresong mit deutschen Texten zu enthalten.

Allerdings muss man sagen, dass man sich an die Stimme und die Art wie Ben Fink sinkt doch ein bisschen gewöhnen muss, teilweise erinnert er mit seiner Betonung der Worte so ein bisschen an Clawfinger, und irgendwie kann ich mit deutschsprachigen Liedern nicht so ganz anfreunden.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass die Herren hier einen doch recht mutigen Schritt gegangen sind und das Spagat zwischen Rock, Hardcore und auch Metal gerade in den ersten Songs gut und auch interessant hinbekommen und man auf die weitere Entwicklung durchaus gespannt sein darf.
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Powermetal.de

Germany
Author: Chris Staubach
Date: 2009-10-05
Rating: 6 / 10

Ein Potpourri der harten Musik, das gewollt enorm viele Grenzen sprengt.
Aus dem Ruhrpott kommt mit ZERO MENTALITY ein hoch explosives Gebräu aus Metal, Hardcore und einer rotzigen Prise Punk Rock, das teilweise sogar mit deutschen Texten veredelt wird. Seit sechs Jahren machen die Jungs bereits die Musikszene unsicher und veröffentlichen nun mit "Black Rock" ihr mittlerweile viertes Album. Fünfunddreißig Minuten auf die Glocke, ohne Rücksicht auf Verluste. Das gilt auch für alle handelsüblichen Genregrenzen, die man nicht unbedingt immer zufällig sprengt.

Grundsätzlich bin ich ein Freund von genreübergreifender Musik und die Mischung, der sich ZERO MENTALITY verschrieben haben, ist jetzt auch nicht wirklich neu. Das Quintett springt jedoch nicht nur von Song zu Song, sondern sogar innerhalb der Songs zwischen den einzelnen Stilen hin und her, was das Zuhören manchmal etwas anstrengt. Sie präsentieren klassische Metalnummern mit coolen Gitarren und viel Energie ('Black Rock', 'Das Ende vom Lied'), holzen dann in bester Hardcoremanier durch die Gegend ('Planet der Affen', 'Come Home'), packen auch mal was rockiges ('Electric Lips', 'Feature Dich Selbst') oder gar balladeskes aus ('Dead Ember'). Trotzdem haben sie innerhalb der Songs sogar noch einige Überraschungen auf Lager. Sei es nun der Kinderchor in 'Devils Charity', das Akustikgitarrensolo in 'Fragile Heart', die mächtigen brutalen Shouts bei 'Planet der Affen' oder aber die überragende weibliche Performance bei 'Dead Ember', es gibt viel zu erleben auf diesem Album.

Sänger Ben beschränkt sich auf reinen Sprechgesang, der mal mehr, mal weniger gut kommt. Wirkt er grundsätzlich recht eindimensional und platt, kommen in den besten Momenten Parallelen zu CLAWFINGER auf ('No Salaam No Shalom', 'Come Home'). Ansonsten kann der Frontmann aber wenig Akzente setzen, was das Gesamtpaket zusätzlich schwer verdaulich macht. Ein Lob geht vor allem an Produzent Jacob Bredahl (ex-HATESPHERE), der die Musik brachial in Szene gesetzt hat und damit noch einige Zusatzpunkte aus dem Köcher holen konnte.

Ich muss gestehen, dass "Black Rock" nach mehreren Durchgängen irgendwie Spaß macht, mich aber letztendlich trotzdem im Regen stehen lässt. Einzelne Passagen, einzelne Songs möchten mir gefallen, doch der Gesamteindruck ist zerfahren und unrund. Somit positionieren sich ZERO MENTALITY dann schließlich doch eher in der Hardcoreecke, so dass ich auch nur Anhängern dieser musikalischen Ausdrucksform einen Lauschangriff raten möchte.

Anspieltipps: Planet der Affen, No Salaam No Shalom, Dead Ember
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Metalnews.de

Germany
Author: Markus Grunow
Date: 2009-10-03
Rating: 6 / 7

"Schwatten Rock aussem Pott?!"


Es gibt sie, diese Momente, in denen man noch von einem Musikalbum überrascht wird. ZERO MENTALITY haben dies auf ihrem neuen Album „Black Rock“ eindeutig geschafft. Hier ist einiges enthalten, was das rockende Herz grundsätzlich begehrt. Derbe, vorantreibende Gitarrenriffs, eine stellenweise hübsch düstere Atmosphäre, gesunde Härte und interessante, sowie zumeist auch abwechslungsreiche Songstrukturen.

Welche Schublade sollte man denn öffnen, um ZERO MENTALITY halbwegs einordnen zu können? Das fällt schwer, denn die Mischung aus Metal und normalem Rock wurde versehen mit Anleihen im Gothic-Bereich, als auch mit Hardcore- und sogar Punk-Elementen. Mal erinnern einzelne Passagen von Sänger Ben an Clawfinger oder Muse, dann wieder an die Sisters und selbst Thomas D. schimmert in „No Salaam no Shalom“ in den ersten Sekunden durch. Solche plötzlich auftretenden Überraschungseffekte machten durchweg Laune. Dass wir uns nicht falsch verstehen, die Truppe aus dem Ruhrpott marschiert schon zumeist ordentlich nach vorne, wobei das Gaspedal nur halb durchgetreten wird.

Man growlt, brüllt und singt auf deutsch, als auch auf englisch die Gedanken zur Welt. „Planet der Affen“ geht beispielsweise derart nach vorne, dass man gar nicht anders kann, als sich vom Groove treiben zu lassen. Mit „Fragile Hearts“ hat man nach meinem Dafürhalten sogar eine erstklassige Single am Start, sofern man diesen Weg beschreiten würde. „Feature dich selbst“ ist dann der Wendepunkt des Albums. Sehr basslastig segelt das Schiff hier über den Metalsee, eher gemütlich geht es da an Bord zu. Anschließend stürmt es noch mal heftig mit „Come Home“, einem für dieses Album schon schnellem Stück mit satten Riffs.

Und wenn wir schon beim Bootsvergleich sind, dann passt auch die Vorstellung mit der plötzlich erscheinenden Sirene. Denn in „Dead Chamber“ ist der Sturm vorüber, das Boot hat im Hafen angelegt und die Bordmannschaft lauscht den Klängen der Sirene im Hafen. Keine Ahnung, wessen Stimme wir da nun lauschen, aber die junge Dame stimmt uns prächtig samt Akkustikgitarrenbegleitung ins furiose Finale ein. Schwergewichtig schleppt sich ZERO MENTALITY nunmehr voran, nur um sich beim letzten Song „Das Ende vom Lied“ noch einmal in die Ruder zu legen. Sehr breit und atmosphärisch dicht gibt es hier Core-Elemente vermischt mit Gothic auf die Ohren. Ein schöner Abschied einer gelungenen Platte, die für all diejenigen interessant sein dürfte, die keine Hemmnisse gegen eine wilde Mixtur von Einflüssen haben.
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OX-Fanzine

Germany
Author: Jens Kirsch
Date: 2009-09-30
Rating: 8 / 10

Der Titel ist Programm, den das "Rock" aus dem Namen des insgesamt vierten Albums von ZERO MENTALITY beschreibt den nun eingeschlagenen musikalischen Weg absolut passend. Statt also stumpf die Bollo-Schiene zu fahren und dabei gefahr zu laufen, zu einer Band unter sehr vielen zu verkommmen, kombinierte man lieber die brutale Gewalt des Hardcore mit den lässigen Melodien von erdigem Rock. Und tatsächlich: Es funktioniert! Nach zwei, drei Durchläufen wich meine anfängliche Skepsis einem überraschend positiven Gesamteindruck, der nach wie vor anhält. Mit "Black Rock" ist ZERO MENTALITY ein erstklassiges Album gelungen und es wäre schön, wenn sich mehr Bands trauen würden, auch mal das eine oder andere Experiment zu wagen.
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Terrorverlag

Germany
Author: Philipp Prüßmeier
Date: 2009-09-30

ZERO MENTALITY, ein Name, bei dem man ein Klingeln vernehmen sollte, musizieren die fünf Herren aus dem Ruhrpott doch schon seit mehr als sechs Jahren zusammen. Seitdem teilte man sich die Bühnen mit TERROR, SICK OF IT ALL, CALIBAN und HEAVEN SHALL BURN, um nur ein paar Szenegrößen zu nennen. Nach der Mini Split CD „Vices and Virtues“ mit den Kollegen von THE HEARTBREAK MOTEL erscheint zwei Jahre nach der Veröffentlichung des grandiosen „Invite your Soul“ Album der neue Longplayer mit dem programmatischen Titel „Black Rock“.

Ziemlich düster, aber auch ziemlich fett präsentiert das Quintett seine Waffen und weiß diese auch zu nutzen. „This Sound covers up the Planet like a Virus of Lust“ heißt es im (Titel-)Track Nummer eins und man muss diese Aussage ganz einfach mal abnicken. Man legt sehr cooles Riffing an den Tag und gibt den Hörern die Chance, die Nummer stimmlich zu unterstützen. Gut gelungener Mitgröhler! Mit „Black Rock“ sprengen ZERO MENTALITY Genregrenzen: Man löst sich vom New York Hardcore, in dem man seine Wurzeln hat und addiert einige metallische Einflüsse, lässt dann aber auch eher rockige Sounds aus den Boxen erklingen. Typisch für die Ruhrpottler ist das Hin- und Herswitchen zwischen deutschen und englischen Texten, eher untypisch dagegen balladeske Töne, wie man sie im vorletzten Stück „Dead Ember“ zu hören bekommt. Akustische Gitarre, Pianoklänge und weiblicher Gesang machen die Sache wirklich rund, ebenso wie das Album als Ganzes betrachtet.

Ich muss ehrlich feststellen, dass mir „Black Rock“ ziemlich gut gefällt, obwohl ich eigentlich eher „einsprachige“ Alben bevorzuge. ZERO MENTALITY haben einen Silberling zusammengeschustert, den man gut und gerne mehr als einmal hören kann und auch möchte. Man ballert gehörig drauf los, zeigt aber, dass man auch mit ruhigen Tönen punkten kann. Mit der Scheibe setzt man einen weiteren Meilenstein in Richtung große Karriere, statt sich selbst Steine in den Weg zu legen. Ich bin begeistert, zwar nicht sprachlos, aber die Platte rockt definitiv!
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Asice

The Netherlands
Author: maurice
Date: 2009-09-29
Rating: 4 / 5

After two albums on GSR Germany's Zero Mentality has put out their third album 'Black Rock' on Let It Burn Records. After 'Invite Your Soul' the band now incorporated more rock influences in their sound. On the last album I already heard the typical Hot Water Music melodies and on the new one you can hear this even more.

These melodies are so fucking catchy and so are the vocal lines. In "Electric Lips" you quickly sing along with vocalist Ben's words: "Electric Lips and electric hips / Electric Lady she's one of a kind / Electric eyes and electric smiles / I can't get her out of my mind" or in "No Salaam No Shalom" with "No Salaam - no Shalom / Father against father and son against son / Nocturnal war it has just begun / from sacred city to a sinful slum / Freedom for all will never be done". You get more than just rock, by the way, “No Salaam – No Shalom” is kicking off with a catchy metal riff that brings you back to the early days of the band. In “Planet der Affen” the same heaviness is spread with the help of the vocalist Lars (Koldborn) and Kevin (End of Days).

Still Zero Mentality is a band that dares to do something different. In "Devils Charity" we hear a female vocals choir and in the opening song "Black Rock" we are surprised by a "wohoho" chorus. I bet they are even more hated by the mosh kids now but Zero Mentality simply attracts a different crowd the last couple of years.

As on ‘Invite Your Soul’ and in “Devil’s Charity” there are more female vocals; on this album they’ve invited Jacqueline Fink (I am not sure if she’s family or the wife of vocalist Ben Fink). She’s not only participating in the choir in “Devils Charity”, she does the leading part in the semi-acoustic ballad “Dead Ember”. Yes, Zero Mentality is still crossing the thresholds without losing their own sound.

The lyrics are still both in German and English and vocalist Ben Fink is singing better and better. Needless to say I’m having a good time with “Black Rock” still I think the narrow-minded hardcore kid who followed this band from the beginning can stay away from this new album. The only question I have: when will Zero Mentality do Dutch show again?
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With Love The Undeground

Germany
Author: Thomas Eberhardt
Date: 2009-09-27
Rating: 8 / 10

ZERO MENTALITY aus dem Ruhrpott setzen ihren Weg als kontroverse, eigensinnige und zugleich hochgelobte Band fort. Mit dem Opener "Black Rock" versucht der Fünfer seine Musik zu definieren, sich selbst neu zu kreieren. Die genutzen Phrasen wirken anfangs zwar etwas unbeholfen und antiquiert, sind aber spätestens bei "Electric Lips", einem Song mit Synthie Unterstützung oder dem Anti-Kriegssong "No Salaam, No Shalom" vergessen. "Devils Charity" lässt einen Kinderchor einen Song über Gewalttaten an Kinder beschließen und so schaffen die Fünf den Bogen zwischen Metalpathos und Sozialkritik. "Fragile Heart" ist ein bombastischer Song, der erneut Metal mit Hardcore und Härte mit Melodie verbindet, wie es ZERO MENTALITY durch die Bank hervorragend gelingt. "Feature Dich Selbst" hat einen Backup-Chor im Stadionformat und "Mother Said Come Home" ist dann ein Straighter Hardcoresong mit Feedback und mal ohne Gitarrensolo. Von einer ganz anderen Seite zeigt "Dead Emotions" die Band. Der Songs beginnt akustisch und mit weiblichen Vocals, um dann in einem Meer von Streichern zu enden und nochmal richtig die Pathosschiene zu fahren. Gäste sind Kevin on END OF DAYS, Heinz und Lars von KOLDBURN. Zehn Songs, die in Sachen Kreativität und Progressivität nochmal Maßstäbe setzen. Ob das euch jetzt stellenweise zu gekünstelt und theatralisch ist, müsst ihr selbst entscheiden, handwerklich ist es jedenfalls eine Macht.
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Poisonfree

Germany
Author: Phil Penninger
Date: 2009-09-27

Nach 6 Jahren und mindestens einem Meilenstein in der Discography erscheint nun das 3. Album der Band aus dem Pott, welches auf einem Münchener Label veröffentlich wird, nachdem es in Dänemark mit Producer Jacob Bredahl eingespielt wurde. Soweit zu den nackten, geographischen und numerischen Fakten.

Musikalisch hat sich die Band einmal mehr weiterentwickelt – und das war abzusehen, nachdem die letzten Releases schon immer ein bisschen eine Reise nachgezeichnet und von Innovationskraft und –mut gezeugt haben. Vom stampfenden Mid-Tempo Hardcore der Anfangstage gibt es immer noch ein Fundament zu finden, auch auf der neuen Platte. Den bereits auf „invite your soul“ eingeschlagenen Weg jedoch, mehr Rock und Melodien aufzunehmen, wird hier fortgeführt und in überraschende Höhen getrieben. Es gibt mehr Metal, mehr Hooks, Solos, Rock, Klavier und teilweise unverschämt catchy Tracks.

Mit „Black Rock“ legt die Platte stampfend und rockend los, mit Röhrenjeans und diesem reduzierten Gesang, tief gestimmten Gitarren und am Ende einem prolligen Mitgröhl-Part. Beinahe vertraut. Mit „Electric Lips“ aber gehts dann bereits eine Ecke weiter, denn der Song balanciert zwischen zuckersüss und bitterböse, mit einem hypnotisierenden Riff als Wegbegleiter. Spätestens hier werden die ersten alten Fans skippen. „no salaam no shalom“ ist dann stumpf und laut, southern rockig und modern metallig. Anthrax wollten mal so klingen, und Hardcore und Punk erscheinen in diesem Moment weit weg, auch wenn es später ausgedehnte Solos gibt. „Planet der Affen“ ist dann moderner amerikanischer Metal mit toughem Hardcore, und ist sicher wieder ein bisschen vertrauter und mit Guest Vocals von End of Days versehen. Dennoch wird selbst hier viel gewagt, und der Song bleibt gut. „devils charity“ ist flotter, grooviger mit der gewohnt rotzigen Stimme, und wieder mit viel Melodie, Solos usw. „fragile Heart“ beginnt fast wie ein KillSwitchEngage Track, balanciert dann mit Ambient und Spoken Words, und entwickelt sich toll und beinahe episch.

Hier und da wirds selbst mir zu viel: die Ballade mit weiblichem Gesang und zu starkem Akzent ist dann eine Nummer zu cheesy und überflüssig, und in einigen Songs hatte ich ein bisschen genug von diesem stampfenden rockigem, deutschen Metal. Unterm Strich muss man sich sowieso reinhören, und zwar nicht zu knapp. Die Band hat bereits mit dem letzten Release in diese Richtung gedeutet, und wird sich nicht nur von alten musikalischen Zöpfen, sondern auch von alten Fans verabschieden. Viele andere jedoch werden die Band mit offenem Geschmack und Armen begrüssen. Hier traut man sich noch was, und ey: wie langweilig wäre denn die dritte Kopie des begnadeten Debuts?
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The Pit

Germany
Author: Katharina Neuert
Date: 2009-09-27

Selten war ein Albumtitel so gut gewählt. "Black Rock" beinhaltet alles, was die Musik von Zero Mentality ausmacht. Rockende Gitarrenriffs, eine leicht düsterte Grundstimmung, zeitweises Gänsehaut-Feeling und einen Sänger, der bilinguistisch - nämlich auf deutsch und englisch - seinen Frust herausschreit. Die angepriesene Mischung aus Rock, Metal und Hardcore gab es schon einige Male und oft genug ist dieses Konzept völlig in die Hose gegangen. Zero Mentality allerdings scheinen ihr Rezept für eine durchgehend gelungene Platte gefunden zu haben.

Die Ruhrpotter Jungs, die in ihrer Heimat und Österreich inzwischen durch Soulfood Music vertrieben werden, fuhrwerken schon seit 2003 in ihrem Kämmerlein herum und haben es bis dato auf einen ansehnlichen Backkatalog gebracht: Seit ihrer Gründung haben die Fünf immerhin eine Demo und drei Full-Length-Alben herausgebracht, das letzte davon mit Namen "Virtues & Vices" war eine Split-Veröffentlichung mit der Band The Heartbreak Motel. Für ihr neustes Baby "Black Rock" holten sie sich zum wiederholten Mal Jacob Bredahl, ehemals bei Hatesphere als Fronter tätig, ins Boot, der der Platte produktionstechnisch seinen Stempel aufdrückte.

Geht man davon aus, in welchen Kreisen sich die Band bewegt - immerhin teilten sie sich schon die Bühne mit Cannibal Corpse, Slayer, Korn und Hatebreed - so ist der Zusatz "Play It Loud", der auf der CD selbst prangt, relativ unnötig. Die Scheibe rockt auch so ziemlich derb, wobei mich hier vor allem Sänger Ben überrascht, der eine erfrischend auffällige Stimme hat, die mehr Wiedererkennungspotenzial hat als die meisten seiner Kollegen - dass er diese auch einzusetzen weiß, zeigt sich schon beim Titeltrack, bei dem vor allem der Gesang beeindruckt.

"Electric Lips" entwickelt sich schon beim zweiten Durchlauf zu einer Art Clubhit. Die Gitarrenarbeit erinnert stark an Muse, auch die Sehnsucht, die der Song ausstrahlt, findet sich auf vielen Stücken der britischen Alternative-Götter. Ein mehr oder minder perfektes Stück Musik, das sich sofort in Herz und Gehörgang festsetzt. "Planet Der Affen" rock nicht nur schweinemäßig, hier kehrt endlich der Metal ein: Zero Mentality haben sich Unterstützung von den Sängern der Bands Koldborn und End Of Days geholt. Zum ersten Mal gibt es hier richtige Growls, der Song wirkt zu jeder Sekunde authentisch.

Insgesamt wird die Platte in der zweiten Hälfte deutlich härter. Die Hardcore-Wurzeln der Fünf kommen ausgerechnet beim ruhig anmutenden "Fragile Heart" durch, einem etwas schwerfälligen Stück, das einige Zeit zum Anlaufen braucht. Der Hörer wird mit einer Akustik-Gitarre überrascht, die erstaunlich gut in das Stück passt, das kurz darauf wieder voll losbrettert. Dass die Band auch anders kann, zeigt "Feature Dich Selbst": langsame Gitarren, ein dominanter Bass und ruhiger Gesang verleihen den einzelnen Strophen einen Gothic-Tocuch, im Refrain darf Ben sich allerdings wieder voll austoben.

Ebenso überraschend kommt "Dead Ember" daher: Wo vorher Gitarrenriffs die Boxen zum Wackeln gebracht haben, steh nun eine Akustikgitarre allein auf weiter Flur. Eine Frauenstimme geleitet uns mit sehr angenehmem Gesang in die zweite Hälfte des Stücks, wo sie von ihrem männlichen Gegenpart unterstützt wird. Kurz kommen endzeitliche Gitarren auf, bevor der überaus starke Song ebenso ruhig ausklingt wie er begonnen hat.

Dafür scheppert "Das Ende Vom Lied" nochmal richtig schön los: Hier gibt es mehr Metal als auf dem ganzen Rest des Albums, vor allem die sehr geilen Gitarren im Hintergrund überzeugen voll und ganz. Gänsehaut schleicht sich die Arme hoch, wenn Ben singt "Das ist der Rhythmus zu meinem Abschied" und der Vorhang nach nur knapp 35 Minuten fällt.

Zero Mentality haben es wahrlich geschafft, sich aus dem Einheitsbrei von Bands abzuheben, die versuchen Metal, Rock und Hardcore zu kombinieren. Mit ihrer Experimentierfreudigkeit kreiern sie beinah einen neuen Stil, den man durchaus nach dem Album betiteln könnte. Obwohl hauptsächlich großartige Songs entstanden sind, fehlt dem Album der berühmte letzte Schliff im Stil, der sich aber sicher im Lauf der nächsten Werke noch perfektionieren wird.
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Hardkern

Germany
Author: Johannes Lumpe
Date: 2009-09-26
Rating: 4 / 5

Nach dem letzten Album "Invite Your Soul" und "Virtues And Vices" - der nicht so ganz gelungenen Split mit The Heartbreak Motel - schieben Zero Mentality nun ihr neues Album nach. "Black Rock" nennt sich der Klumpen, der eine ziemlich perfekte Symbiose aus Hard Rock und Metal bietet. Dabei haben die Herren aus dem Ruhrpott viel Wert auf eingängige Songs gelegt, die den Hörer nicht mehr aus ihren Fängen lassen. So in einem Sound gefangen zu sein ist wirklich etwas gutes und das erlebt man nicht allzu oft, doch Zero Mentality schaffen es wirklich einen zu Fesseln. Von richtige Rock-Groove-Brettern bis hin zu doch härteren, fast an Metalcore erinnernden Tracks ist hier alles vertreten - und dazu wirklich ausgewogen.

Zu Beginn muss man sich erst einmal an den Sound der Platte gewöhnen und die Vocals von Ben Fink sind nicht ganz unschuldig daran. Zum einen gibt es die Akzent-belastete Aussprache der englischen Sprache und zum anderen die ab und an merkwürdigen Betonungen. Auf der anderen Seite ist die Stimme so markant, dass diese Mankos fast schon wieder etwas positives haben. Zero Mentality heben sich mit "Black Rock" weiter vom Rest der Szene ab und wollen sich scheinbar nicht so einfach in ein Genre zwängen lassen. Damit würde man diesem Album auch nicht gerechet werden. Jeder Bereich ist sauber umgesetzt und es wirkt nichts zufällig zusammengewürfelt oder unpassend. Besonders herauszuheben sind Tracks wie "Black Rock", "Electric Lips", "No Salaam, No Shalom", "Feature dich selbst", "Come Home" oder "Das Ende vom Lied", wobei beim letzten die Vocals weitaus besser hätten sein können. Dafür ist hier der musikalische Part umso besser. Man sieht also, dass es hier genügend Tracks gibt, die das Album zu einer richtig guten Scheibe machen!

Für Fans der Kombo sowieso Pflicht und auch für alle anderen auf jeden Fall Wert mal reinzuhören!
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Ownblood-Magazine

Germany
Author: Benjamin
Date: 2009-09-23
Rating: 8 / 10

Wow, geiles Brett! Wie auch schon auf den ersten Platten der Jungs, zündete „Black Rock “ erst etwas zaghaft, geht dann aber mit voller Wucht durch die Decke! Der Metalanteil wurde noch mal deutlich aufgestockt was dem Sound keineswegs schadet. Zehn eingängige, leicht rockige erscheinende Metalkracher mit tollen Melodien die nur so vor Spielfreude sprühen. Zero Mentality sind für mich nach wie vor eine der wenigen deutschen Bands, die einen wirklich eigenen Sound vorweisen können und diesen von Album zu Album weiterentwickeln. Einfach ein hammerfettes Release was uns hier geboten wird mit geilen Metalgitarren und vor allem intelligenten Texten. Astreine Platte, muss man nix mehr hinzufügen.
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Burn Your Ears

Germany
Author: Kai Thonemann
Date: 2009-09-18
Rating: 5 / 5

Wow, da hat sich aber einiges getan: ZERO MENTALITY lassen alle Szene-Regeln hinter sich, haben sich eine große Portion Rock intravenös gegeben und wandeln auf den Spuren von AVENGED SEVENFOLD.

Das meine ich jetzt nicht musikalisch sondern einfach von dem Schritt her gesehen, den die Ruhrpöttler mit „Black Rock" gemacht haben. Denn genau wie die Amis mit „City Of Evil" haben ZM jede menge Mut bewiesen, sich total neu erfunden, Erwartungen in den Wind geschossen und stehen jetzt breitbeinig wie GUNS N ROSES oder MÖTLEY CRUE auf der Bühne. Alleine schon der „Wohoho-Part" vom Titelstück hätte auch Bands wie BORN TO LOSE zur Ehre gereicht. Und mit eben so einem Rocker zu beginnen, wird vermutlich schon mal einige alte Fans verwundern. Aber mit dem folgenden „Electric Lips" wird das Ganze dann auf die Spitze getrieben: der Fünfer klingt, als wären HIM über Nacht dicke, haarige Eier gewachsen und alle Peinlichkeit verflogen. Was für eine tiefergelegte, testosterongeladene und dieselgetränkte Granate! Und auch das folgende „No Salam, No Shalom" ist ein dreckiger Stampfer.

Erst ab dem vierten Stück hört man der Band (gegründet 2002) den Hardcore wieder deutlich an. Vor allem die Stimme wechselt sehr deutlich nach unten und man fragt sich schon fast, wie die Songs auf die gleiche Platte passen. Na zumindest werden sie vom ziemlich charakteristischen Sound von Jacob Bredahl (ehemals HATESPHERE) zusammengehalten, der die Band auch schon länger an den Reglern begleitet.

Natürlich kann man das hier auch albern finden - die dicken Hosen werden teilweise schon ganz schön tief getragen und der Sänger klingt auch manchmal grenzwertig. Aber in meinen Ohren setzt sich das sehr gelungen zusammen und selbst die ganzen Klischees machen sich wunderbar. Und da schließt sich dann wieder der Kreis mit dem AVENGED SEVENFOLD-Vergleich: dicke Hose und trotzdem gute Musik, die Klischees selbstbewusst wegstecken kann. Zwischendurch wird auch mal auf Deutsch gesungen und auch das wirkt nicht aufgesetzt. Zwar werden hier keine extrem ungewöhnlichen Sachen geboten, aber die Zusammenstellung und das Selbstbewusstsein, mit der das hier vorgetragen wird beeindruckt mich. Absolutes Gute-Laune-Album, welches man vermutlich sehr LAUT hören muss. Coole Weiterentwicklung, ziemlich mutig und gut gelungen!
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Music Scan

Germany
Author: Arne Kupetz
Date: 2009-09-15
Rating: 8 / 10

Nur wenige Bands besitzen den Mut, ihren Sound konsequent weiter zu entwickeln und schrecken dabei nicht einmal vor gravierenden Stilbrüchen zurück. Neben den Nordlichtern von Smoke Blow und den Freiburgern Fear My Thoughts fallen auch ZERO MENTALITY aus dem Ruhrpott in diese Kategorie. In den sechs Jahren seines Bestehens hat sich das Antlitz des Quintetts merklich gewandelt. Ausgehend von einer Basis in New Yorker-Hardcore-Klängen ging es vom Debüt „In Fear Of Forever“ über „Invite Your Soul“ bis hin zum dritten Longplayer „Black Rock“ beständig in Richtung Metal-Rock. Der Let It Burn-Einstand der Gruppe ist der bisherige Höhepunkt dieser Entwicklung. Der Titel ist Anspruch und Versprechen zugleich, wobei die fünf Musiker sich gleichsam groovig wie dreckig zwischen Hardcore, Rock und Metal bewegen. Old School sind ZERO MENTALITY nach wie vor, doch inzwischen in ihrem Streben, eingängige und brachiale Heavy-Tracks zu schreiben. Mit Jacob Bredahl (ex-Hatesphere) haben die Jungs den richtigen Produzenten gesucht, denn seit seiner Zeit im Line-Up von Allhelluja hat er bekanntermaßen einschlägige Erfahrungen mit rollenden Dark-Sounds. Fans der ersten Stunde werden vielleicht traurig darüber sein, dass die NY-HC-Kante stark in den Hintergrund getreten ist, doch angesichts der intuitiv treffsicheren Hymnen von ZERO MENTALITY ist der Wandel schnell verziehen. Die Musiker aus dem Ruhrpott punkten mit reifen Tracks, die optimal ausbalanciert sind. Mal gehen sie offensiv Tempo, stellen im nächsten Moment tolle Melodien in der Vordergrund, um in der Folge mit Klavier-Einsatz, füllenden Synthies oder einem Frauen-Chor zu überraschen. „Black Rock“ ist ein unglaublich vielschichtiges, dichtes Album, bei dem es viel zu entdecken gibt, und das immer noch gehörig Arsch tritt.
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Allschools

Germany
Author: Clement
Date: 2009-09-12
Rating: 8 / 10

„Gibt es hier wirklich Leute, die auf diese Platte warten?“

„Invite Your Soul“ war gut, hatte starke Momente. “Black Rock” reißt dir die Kleider vom Leib und leckt dir die Krümel aus der Kimme. So fühlst du dich zumindest nach Genuss des neuen Ruhrpottkrachers, der fett von Jacob Bredahl in Szene gesetzt wurde. Was ist passiert? Ganz einfach, ZERO MENTALITY haben sich gesund geschrumpft, sie haben ihren eigenen Sound konsolidiert. Sie zelebrieren ganz einfach modernen Metal. Ganz tief gestimmt, mitunter prollig, aber immer mit einem Augenzwinkern schrieben sie zehn Songs, die leicht und locker ein riesige Bandbreite aktueller Trends in sich vereinen. Der Titeltrack rockt vorneweg und ballt die Faust, wenn dir „Black Rock“ entgegengeschmettert wird. Hinten raus wurde ein Mitgröhlpart implementiert, der Jungfrauenstimmung auf Konzerten hervorrufen dürfte (vorausgesetzt, Ben wird von 40.000 Leuten begleitet). Die elektrischen Lippen kredenzen vor allem ein lyrisches Feuerwerk, wenn “her body. the sweetest sin; I wanna be her siamese twin; her soul the song of songs; by my side is where she belongs” ertönt und nur ein Gitarrensolo darf kurz den relaxten Beat unterbrechen. Dann kommt die erste Faust, die auf deutsch gesprochene Einleitung (nur so viel: Es geht um Krieg, Glauben, Land und Ressourcen) von „No salaam no shalom” rotzt einen Groove los, der die Matte ordentlich weich klopft und diesmal von einem ausgedehnten Metalsolo interveniert wird. Abgelöst wird Faust durch die linke Autobahnspur. „Planet der Affen“ und „guest vocals by Lars from KOLDBORN und Kevin from END OF DAYS“ wird auf dem Grabstein stehen, wenn die Karre mit Brachialität und Karacho auf den Vordermann gesetzt wird. Dann eine Atempause, die letzten Sonnenstrahlen im Sommer genießen und dabei mit weiblicher Begleitung „mother kills – her helpless kids; dead-end street – murder-suicide; ward creates – condemned souls; looks after them – with devils charity“ sacken lassen. Auf „Fragile Heart“ verliest Ben im ihm typisch prolligen Unterton eine nachdenkliche Botschaft und die Band rockt dazu gefühlvoll, fast balladesk. Auf „Feature Dich Selbst“ nehmen ZERO MENTALITY den ruhigen Grundton des vorherigen Songs auf und pumpen dennoch genügend Adrenalin durch die Venen (insgesamt ist bei ZERO MENTALITY immer ein Vorrat Härte im Gepäck, der die dicke Hose so richtig in Wallung und Stimmung bringt). „Come Home“ ist kurz und schmerzlos, mit Groove und einer erdigen Verbundenheit zum Rotzrock ausgestattet. Feuerzeuge an, Taschentücher raus. Eine Frauenstimme, eine nicht eingestöpselte Gitarre, deren Stecker bei 2:28 die Schweinenase findet und auf Betrieb langsam, mit viel Gefühl ein kurzes Intermezzo gibt. „Das Ende Vom Lied“ verbindet dann noch einmal sämtliche Facetten von „Black Rock“ indem nachdenkliche Lyrics mit einer fetten, schneidenden Metalkante auf den Weg gebracht werden, um dann in eine Thrash Salve zu münden. Auch hier wieder ein feines Solo, bevor gesprochene Worte (im Allgemeinen sind die auf „Black Rock“ gewählten Worte ohne Umschweife direkt vor den Latz geknallt) und eine Orgel ein Album beenden, auf das sich das Warten mehr als gelohnt hat.
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Stardust

Germany
Author: Arne Kupetz
Date: 2009-09-11
Rating: 13 / 15

Nur wenige Bands besitzen den Mut, ihren Sound konsequent weiter zu entwickeln und schrecken dabei nicht einmal vor gravierenden Stilbrüchen zurück. Neben den Nordlichtern von Smoke Blow und den Freiburgern Fear My Thoughts fallen auch ZERO MENTALITY aus dem Ruhrpott in diese Kategorie. In den sechs Jahren ihres Bestehens hat sich das Antlitz des Quintetts merklich gewandelt. Ausgehend von einer Basis in New Yorker-Hardcore-Klängen ging es vom Debüt „In Fear Of Forever“ über „Invite Your Soul“ bis hin zum dritten Longplayer „Black Rock“ beständig in Richtung Metal-Rock. Der Let It Burn-Einstand der Gruppe ist der bisherige Höhepunkt dieser Entwicklung. Der Titel ist Anspruch und Versprechen zugleich, wobei die fünf Musiker sich gleichsam groovig wie dreckig zwischen Hardcore, Rock und Metal bewegen. Old School sind ZERO MENTALITY nach wie vor, doch inzwischen in ihrem Streben, eingängige und brachiale Heavy-Tracks zu schreiben. Mit Jacob Bredahl (ex-Hatesphere) haben die Jungs den richtigen Produzenten gesucht, denn seit seiner Zeit im Line-Up von Allhelluja hat er bekanntermaßen einschlägige Erfahrungen mit rollenden Dark-Sounds. Fans der ersten Stunde werden vielleicht traurig darüber sein, dass die NY-HC-Kante stark in den Hintergrund getreten ist, doch angesichts der intuitiv treffsicheren Hymnen von ZERO MENTALITY ist der Wandel schnell verziehen. Die Musiker aus dem Ruhrpott punkten mit reifen Tracks, die optimal ausbalanciert sind. Mal gehen sie offensiv Tempo, stellen im nächsten Moment tolle Melodien in der Vordergrund, um in der Folge mit Klavier-Einsatz, füllenden Synthies oder einem Frauen-Chor zu überraschen. „Black Rock“ ist ein unglaublich vielschichtiges, dichtes Album, bei dem es viel zu entdecken gibt, und das immer noch gehörig Arsch tritt.
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Fuze

Germany
Author: Carl Jakob Haupt
Date: 2009-09-11

Im Kampf um die Aufmerksamkeit dieser medial völlig überforderten Gesellschaft – oder zumindest des Teils, der sich für laute Gitarrenmusik begeistern kann – haben ZERO MENTALITY drei Vorteile gegenüber anderen Bands: einen unverkennbar eigenen Sound, relativ dicke Eier und einen ziemlichen Schuss. Das alles sind Dinge, um die die allermeisten deutschen Bands einen weiten Bogen machen. Aus welchem Grund auch immer. ZERO MENTALITY jedenfalls mischen Hardcore mit Metal und Rock, singen auf Deutsch und Englisch und nennen das Ganze lässig „Black Rock“. Dass die fünf Ruhrpott-Männer auf ihrer sechsten Veröffentlichung mehr nach TURBONEGRO als nach MADBALL klingen, macht die Platte nicht schlechter als frühere Veröffentlichungen – im Gegenteil. „Black Hardcore“ klänge schließlich längst nicht so geil wie „Black Rock“. Obwohl: Die Stimme von Sänger Ben Fink schielt neben aller Old-School-Prolligkeit immer öfter in Richtung John Henry von DARKEST HOUR, wenn dieser sich etwas zurücknimmt. „Black Metal“ wäre aber aus naheliegenden Gründen auch nicht gegangen. Also eben „Black Rock“. Passt gut, wollen wir hören, finden wir geil. Alle anderen Bands verziehen sich lieber noch einmal eine Runde in den Proberaum und hören Songs wie „Feature dich selbst“.
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Durchdes Welt

Germany
Author: Durchde
Date: 2009-09-05

Auf den Namen – Black Rock – hört das neuste Output der liebenswerten Ruhrpottler. Auch wenn man wieder gewohnt prollig zu Werke geht, lässt nun vermehrt ein gesundes Maß an Selbstironie durchblicken. Die Lyriks sind auf den Punkt gebracht, hier geht es ohne wenn und aber zur Sache. Gleich im Titeltrack punkten Zero Mentality mit einem coolen Station Mitgröhlpart, welchen Manowar nicht besser hin bekommen hätten.

Mit – Black Rock – löst man Fesseln und der ganze unnötige szeneübliche Ballast wird weit von sich geworfen. Zero Mentality machen den Anschein das gesamte Spektrum vom traditionellen Rock bis hin zum Metalcore vereinen zu wollen. Man bewegt sich in einem Bereich von Accept über Type O Negative bis hin zu Hatebreed. Das ganze jedoch nie ohne ihre im New York Hardcore verwurzelten Roots völlig zu verlieren.
Es wird weder davor zurück geschreckt im vorletzten Song „Dead Ember“ mit Akustik Gitarre und weiblichem Gesang eine stimmungsvolle Rockballade zu schreiben, Pianoklänge einzuarbeiten oder zwischen Deutsch und englischen Texten hin und her zu jonglieren.
Besonders spannend finde ich die Übergänge vom toughen Metalcore zum bodenständigen staubigen Rock.

Zero Mentality sind mit ihrem am 9. Oktober erscheinendem neuem Longplayer beim Münchener Let it burn Label gelandet, das von nun an durch Soulfood Music in Deutschland und Österreich vertrieben wird. Jacob Bredahl hat sich hinter die Regel gesetzt und der Band den wohl bis dato druckvollsten Sound gezaubert.

Und sollte die neue Platte keinen Anklang finden, dürften die feinen Bandpics im Textheftchen eine hervorragende „Pressemappe“ zur Bewerbung eines neuen H&M Posterboys dienen. Nein ganz ehrlich das Layout wirkt genau wie der Sound frisch und aufgeräumt.
Zero Mentality beweisen 2009 erneut Ideenreichtum und den Mut über den Tellerrand zu blicken. So prima kann Hardcore mit Metalkante klingen…
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Heartbeatmedia

Germany
Author: Tanja Adis
Date: 2009-08-26

Please do not hurt this fragile heart of mine. I humbly beseech don’t tear it apart, oh just stay with me and I will be fine. We’ll be cheek by jowl and two souls to guard. And because nothing’s what it seems to be and fate can’t just be forcibly made, I have paid the price for my misery, mending my heartache with this serenade…

Zero Mentality, ein aus dem Ruhrpott stammendes Bollwerk, das bereits seit 6 Jahren ziemlich viel Holz ins Hardcore-Feuer wirft, meldet sich mit einem neuen Longplayer und einem neuen Label zurück. Da die Jungs nicht gerade auf konventionellen Kram stehen, dürfte es gar nicht schwer zu erahnen sein, dass Sie mit “Black Rock” ein ebenso unkonventionelles Album servieren, das fast schon einer Neuinterpretation des Hardcore, Rock und Metal gleichkommt. Die fünf Jungs haben sich schon immer dagegen gesträubt, mit der grossen Masse im Strom mitzuschwimmen, anders wären solche Releases wie “Black Rock” es ist, auch gar nicht möglich. Heutzutage gleicht eine derartige Veröffentlichung wirklich der “Nadel im Heuhaufen”, denn welche Band macht sich momentan noch die Mühe, wirklich eigenständig zu klingen? Zero Mentality haben sich erfolgreich mit Händen und Beinen gegen irgendwelche Schubladisierungen gesträubt, womit der Hörer ein Album geliefert bekommt, das er/sie so nicht erwartet hätte. Denn “Black Rock” liefert das, was der Titel verspricht, einen Rocksound, der hart und absolut tough klingt. Diverse Metalriffs werten die Darbietung auf und auch das was landläufig als Hardcore bezeichnet wird, kommt immer mal wieder zum Zuge. Die Mischung macht es hier aus und dafür haben Zero Mentality ein sehr feines Händchen. “Black Rock” bietet somit die ganze Breitseite an dicken Metalriffs der Marke Slayer, rockige Songstrukturen und absolut herzzerreissende Vocals, die tief unter die Haut gehen. Song Nummer 10, ein ziemlich dunkler Rockkracher, ist in deutscher Sprache verfasst worden und nennt sich “Das Ende vom Lied”, der Titel ist auch hier Programm. Aber nicht nur das, Zero Mentality gehen sogar hin und mischen innerhalb von einzelnen Songs deutsche mit englischen Lyrics (“No Salaam No Shalom”, “Planet Der Affen”).

FAZIT: Der aufgeschlossene Musikkonsument wird dieses Album schon alleine wegen seiner extremen Eigenständigkeit ganz tief ins Herz schliessen. Zero Mentality haben sich mit “Black Rock” wirklich sehr viel Mühe gegeben und lassen von dicken Gangvocals, bis hin zu einer Frauenstimme immer wieder Neues mit einfliessen, was den Hörer zweimal hinhorchen lässt. Über allen 10 Tracks hängt aber dennoch das Damoklesschwert des “Black Rock” und somit hält das Album doppelt, was es verspricht. Ein Kauf lohnt sich!!!

Pearl of beauty combines sweetness and grace!
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Sweet Jane Music

Germany
Author: Dennis Grenzel
Date: 2009-08-25
Rating: 5 / 6

Es ist schön zu sehen, dass es noch immer Bands gibt, die sich nicht allzu ernst nehmen, sich ihren Aufgaben im selben Atemzug jedoch noch derart begeistert verschreiben, dass man sichtlich darum bemüht zu sein scheint, gegenwärtigen Trends und Hypes von der Schippe zu springen. Zero Mentality, die sympathisch-proletenhaften Ruhrpott-Metaller von nebenan, haben schon immer verdammt viel Unsinn erzählt, haben eben diesen jedoch mit einem musikalischen Fundament versehen, das so manch gestandenem Metal-Act glatt die Stirn bot. Mit "Black Rock" debütiert das Ruhrpott-Komplott auf Let It Burn Records und hat dabei an der Seite von Produzent Jacob Bredahl mal eben ein Album eingezimmert, das derart überzeugend geraten ist, dass es einem an so mancher Stelle gerade mal die Sprache verschlägt. Bestechendstes Merkmal an "Black Rock" ist sicherlich seine mannigfaltige Genrezugehörigkeit, könnte man das hier Dargebotene doch an mancher Stelle dem Metal zuordnen, dem Rock oder aber manchmal sogar dem Hardcore. Im Laufe der letzten Jahre haben Zero Mentality den Metal-Anteil in ihren Songs etwas erhöht, ohne jedoch dabei das Metalcore-Klischee allzu sehr zu strapazieren. Das komplette Gegenteil ist sogar der Fall: Was bei anderen Bands aufgesetzt und proletenhaft klingt, das erfreut sich bei "Black Rock" einer ungetrübten Echtheit. Bereits der eröffnende Titelsong "Black Rock" ersteht mit einer ungestümen Rauheit quasi aus dem Nichts und verdeutlicht bereits, dass sich Zero Mentality zum Erschaffen einer apokalyptischen Atmosphäre anno 2009 wesentlich mehr Zeit nehmen. Die sei ihnen angesichts der Güte von "Black Rock" dann aber auch gegönnt!
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FFM-Rock

Germany
Author: Jochen Strubel
Date: 2009-06-10

Die Jungs aus dem Ruhrpott haben hier ein Rock Eisen im Feuer, das ganz heiß geschmiedet wurde, jenseits des Einheitsbreis legen sie gleich mal mit dem Titelsong los, der mit hart groovenden Riffs von Dennis und Thorsten einen geilen Schub haben und auch Basser Andre sehr gut zu vernehmen ist. Die Nummer entwickelt sich nicht nur zur Ohrwurm Nummer, sondern auch zum Mitgröhlen. Sänger Ben ist mit seinem Organ nirgends einzuordnen, denn er läßt sich glücklicherweise nicht in das noch so kleinste Klischee packen. Melodisch startet "Electric Lips", wirkt dann etwas düster und Gothic angehaucht und auch eine Nummer, die im Ohr hängen bleibt. Mit "No Salaam, No Shalom" werden die Jungs wieder eine Spur härter, aber auch hier steht der Groove ganz oben. Mit dem "Planet Der Affen" geht richtig die Post ab, da könnte man als Vergleich schon fast Slayer heran ziehen, denn ZERO MENTALITY geben hier in feiner Manier Gas. Dagegen klingt "Devils Charity" schon allein durch die verzerrten Vocals etwas moderner und ist auch mehr auf Breaks bedacht. Etwas mehr in gedämpftem Tempo drückt "Fragile Heart" ungemein, auch die akustischen Passagen versprühen da ein klasse Flair und ein wenig mehr im Gothic Rock Bereich siedelt sich dann wieder "Feature dich selbst". Knackig rockig mit einem Hang zum Punk fegt "Come Home" los, die sanfte Ballade "Dead Ember" fällt da komplett aus dem musikalischen Rahmen, ist aber wunderbar und einfühlsam von Jacqueline vorgetragen. Als Abschluss kommt mit "Das Ende Vom Lied" noch eine melodische Nummer, die durch die Keys im Hintergrund richtig warm klingen, während die Riffs richtig hart erklingen. Wenn es in letzter Zeit eine richtig positive Überraschung gab, dann ZERO MENTALITY, die sich nicht irgendwo rein drücken lassen, sondern eine Platte mit 10 überzeugenden Songs gemacht haben, die man sich nicht durch die Lappen gehen lassen sollte.
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Overall Rating

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LET IT BURN
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