Final Prayer I Am Not Afraid

LiB 059 · 05/2012 · CD

European Hardcore's pack leaders FINAL PRAYER returned to Let it Burn Records to release their iconic new album "I Am Not Afraid". Continuing to take the line of their "Berlin" ep FINAL PRAYER's new album has finally lead them to perfection in songwriting, sound and expression. Drawing from a big pool of new and exciting influences "I Am Not Afraid" on the one hand turned out to be the most challenging album for FINAL PRAYER and their fans. On the other hand "I Am Not Afraid" could not be more to the point or hardcore.

1.I Am Not Afraid
2.Reinventing Revolution
3.The Only Thing
4.Nonbeliever
5.Mind Eraser
6.All Of Us
7.Final Hour
8.Growing Colder
9.Heimathafen Kreuzberg
10.Nothing



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New Core

Deutschland
Date: 2012-12-05
Rating: 8,5/10

Final Prayer,Berlins Aushängeschild in Sachen Hardcore, sind mit ihrem dritten Longplayer „I am not afraid“ von GSR Music zu ihrem Ursprungslabel Let It Burn Records zurückgekehrt und zeigen sich weiter gereift und auf dem Höhepunkt ihres bisherigen Schaffens.

Die 10 neuen Songs bieten metallischen Hardcore der absoluten Spitzenklasse. Fette Moshparts, jede Menge Crew-Shouts, schnelles Geballer mit Thrash-Metall-Kante, Doublebass-Attacken und groovige Midtempoparts sind die gewohnten Zutaten für den typischen Final-Prayer-Sound. Nur dass, alles irgendwie noch fetter, besser und abwechslungsreicher klingt als zuvor. Die Songs bleiben schnell im Ohr, das Songwriting ist stark wie nie und die Produktion knallt ohne Ende. Die Texte sind hardcore-typisch und beim Stück „Heimathafen Kreuzberg“ wird mit Unterstützung von Jogges Empowerment auch mal auf Deutsch gesungen, was bei den Stuttgarter Kollegen allerdings deutlich besser funktioniert.

Musikalisch spielen die Berliner inzwischen in einer Liga mit Bands wie Hatebreed, Terror, Born From Pain oder 50 Lions, auch wenn die natürlich deutlich bekannter sind. Mit „I am not afraid“ zeigen sich Final Prayer auf dem Höhepunkt ihres bisherigen Schaffens und gehören derzeit mit zum Besten, was die europäische Hardcore-Szene zu bieten hat. Starkes Album.
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Poisonfree

Deutschland
Date: 2012-10-05

Ein bisschen spät dran sind wir mit der Besprechung des letzten Final Prayer Outputs, was uns aber nicht daran hindert, ein paar Wort zu verlieren. Wie erwartet gibt es hier toughen Hardcore, recht schnörkellos und wuchtig. Viel spielt sich im Midtempo ab, aber flott wirds natürlich auch mal. Neben einer Portion Metal glänzen einige Songs wie „the only thing“ mit einer ausgeprägten Southern Rock Kante, was dem Sound angenehm Tiefe verleiht. Die Stimme ist meist angenehm dreckig, das passt zum Umfeld. Hier und da gibts aber auch zaghafte Gesangsversuche, und die sind irgendwie recht gelungen. Natürlich gibts auch Gangshouts und ähnliches obligatorisches Dschungelgelöt. FP lockern ihren Sound aber auch an den richtigen Stellen auf. Für eine Bollo-Band ist der Chor im Opener schon beinahe als „gewagt“ zu bezeichnen. Auch „Heimathafen Kreuzberg“ (mit Jogges als Gast) ist von Struktur und Rhythmik ein bisschen mehr als Bollo.

Wenig neues, aber das war nicht zu erwarten, dafür aber eine mehr als solide Leistung für toughen Hardcore, der sonst oft aus Deutschland einfach aufgesetzt und albern wirkt.
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Got A Nerve Zine

Italy
Date: 2012-06-23

I'm – you are – we are...We are more than this!...screams out loud FINAL PRAYER's singer Stephan before the title track “I Am Not Afraid” kicks in. Someone may argue this but after eight years around the Berlin based quintet made it to become one of the most relevant among the European scene. We left the guys last year when they released an EP titled “Berlin” meant a sort of appetizer of the new full-length effort, their fourth, we're going to review here.
The formula of hardcore they play is the one their known for: heavy thrashing guitars, pounding drums a fierce voice that at times reminds much Hatebreed's Jasta. There's really a solid metal backbone here that seems to draw inspiration directly from some stuff from the 80's.
In the lengthy track “Mind Eraser” (opening up of the Berlin EP) they also fit in a cool guitar solo. And a track like “Nonbeliever” features some second voices in the chorus section which gives the heavy assault a pretty distinct mark.
Artwork job was handled by Vuki the guy who took care of Berlin cover as well as those of several German bands like Deliver, Teamkiller, Crisis Never Ends etc…
Who loves FINAL PRAYER won't be disappointed at all and those who're not familiar with these guys better they check this out.
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Helldriver

Deutschland
Date: 2012-05-28
Rating: 5,5/7

Final Prayer aus Berlin waren zwar nie für ihren Schöngeist bekannt, wohl aber für ihren durchschlagenden Hardcore. Die Band liefert seit ihrer Gründung guten Qualitätshardcore ab. Nach ihrem letzten Album „Filling The Void“ von 2008 wurde es erst mal ruhiger um die Berliner, bis sie sich 2011 mit einer amtlichen EP zurück meldeten. Man ging in der Vergangenheit immer sehr energisch und motiviert vor und hatte daher die Nase immer ein Stückchen vorn. Dennoch manövrierte man sich immer weiter in eine musikalische Einbahnstraße. Das scheint die Band gemerkt zu haben und so präsentiert sie sich auf „I Am Not Afraid“ deutlich gereifter. Das Album startet sehr untypisch mit einem Gruppen-Mantra, bevor die Band dann doch mit der dicken Hardcore Keule zuschlägt. In dieser Hinsicht hat sich die Truppe ihre Stärken bewahrt. Die Riffs peitschen, die Breaks sitzen, die Drums donnern und die Vocals sind angepisst wie eh und je. Doch immer wieder tauchen unerwartete Einflüsse auf. Ob es fast melodische Gesangsausflüge sind, rockige Gitarrensoli, düstere Doom-Riffs oder gar Melodien. Die Band hat ihren Sound in Nuancen erweitert und ist dadurch deutlich interessanter geworden. Die Tracks selbst sind darüber hinaus eingängiger als je zuvor. Das Album ist trotz der frischen Elemente sehr kompakt und fokussiert ausgefallen. In „Heimathafen Kreuzberg“ gibt sich Empowerment Frontmann Jogges die Ehre als Gast. „I Am Not Afraid“ zeigt eine deutlich gereifte Band und das mit Abstand stärkste Album von Final Prayer. (rg)
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We Love The Underground

Deutschland
Author: 2012-06-02
Date: 2012-05-28
Rating: 8/10

Eigentlich hatten die Berliner sich doch aufgelöst… nun gut, den bisherigen Bassisten mit Dennis Sommer von BLACK FRIDAY'29 zu ersetzen war wahrscheinlich die bessere Variante. Wenn man sich die zehn neuen Songs anhört, dann muss man sogar sagen, dass es eine Schande gewesen wäre, wenn FINAL PRAYER endgültig das Handtuch geworfen hätten. Im Vergleich zum letzten Longplayer "Filling The Void" haben sich die Vocals etwas verändert und insgesamt sind die Songs kompakter und noch temporeicher geworden. Erinnert mich inzwischen doch das ein oder andere Mal an Scott Vogel und ist eben noch tighter geworden, ohne auf Neuerungen zu verzichten, denn schon der Opener "I Am Afraid" bietet untypische Facetten. Aber keine Angst "Reinventing revolution" ist wieder ein astreiner Hardcore-Track, wie man ihn seit 2004 von den Jungs aus Kreuzberg kennt. Auch Puristen sollten sich mit den ganz dezenten melodischen Vocals in "Nonbeliever" arrangieren können, denn trotz der Experimente muss man sagen, dass der neue Longplayer eher die Tugenden der Band unter Beweis stellt und nur ganz minimal experimentiert. ThEb
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Durchdes Welt

Author: Durchde
Date: 2012-05-23

Final Prayer habe ich leider erst seit drei Jahren auf dem Schirm. Als mich Let it Burn mit der Early Discography CD -Best of Times- bemusterten, war ich überrascht, dass ein lupenreiner Hatebreed meets Terror Metalcore nicht nur den Herren aus Übersee bestimmt ist. Die verarbeitete Wut auf die Gesellschaft und politischen Misstaten, der mittlerweile seit acht Jahren bestehenden Combo, sind in jeder Zeile und Akkord präsent und führen unter anderem dazu, dass Final Prayer bisher mit allen namhaften Bands der Szene tourten. Die jahrelange harte Arbeit hat sich gelohnt und Final Prayer an die Spitze des metallischen Hardcore gebracht.
Auf den vorangegangenen Releases dürfte so ziemlich jede Facette zwischen Two Step, Metalgewitter und Bollo Core verarbeitet worden sein. Mit dem nunmehr dritten Album
- I am not afraid – steht die Band an der Schwelle zwischen Copy and Paste von alt her gebrachtem oder sich neu zu orientieren.
Final Prayer schlagen letzteren recht mutigen Schritt ein, welcher bei vielen Bands zu einem gefälligen kommerziellen Album geführt hat. Von all dem sind die Berliner glücklicherweise meilenweit entfernt. Ich möchte wirklich wissen in welchem Zaubertrank die Band gefallen ist und wie sie es scheinbar aus leichter Hand schaffen sowohl clean Vocals, rockige Metalparts und New York Hardcore Grooves mit althergebrachten tighten Metalcore zu vermengen und in jedem Moment unverkennbar nach FP zu klingen.

Als Anspieltipp empfehle ich den Opener und zugleich Titeltrack des Albums „I am not afraid“ mit dem ungewöhnlichen hymnenartigen Chor der Marke Manowar.
Ebenfalls genial ist die Nummer „Nonbeliever“, welche ultra schnelle Parts, clean Vocals Metal Gefiedel und brettharten Hardcore zugleich bietet. Ein wahrhafter Brecher stellt die Nummer „All of us“, welche mit einem herrlichen Chorus und besten Crew Shouts aufwartet.
„Heimathafen Kreuzberg“ ist eine beeindruckende Koalition zwischen den Stuttgartern Empowerment, bei dem Shouter Jogges gleich den kompletten Gesang übernimmt.

Final Prayers neuster Output – I am not afraid – ist ein dermaßen angenehm frisches Werk geworden, auf dem jeder Track eine eigenständige und durchdachte Nummer dar stellt, welche sowohl musikalisch als auch textlich ganz vorne mitspielt.
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Metal.de

Deutschland
Author: Fabian
Date: 2012-05-20
Rating: 8/10

Ich muss ja zugeben, dass die letzten Outputs der Berliner Originale FINAL PRAYER nicht gerade überwältigend waren. Während man mit dem Hochhalten der Kreuzberger-Prolo-Attitüde beschäftigt war, dümpelte die Musik eher im Mittelfeld der metallischen Hardcore-Acts. Mit dem Einlegen der neuen Scheibe "I Am not Afraid" scheint sich das Blatt aber ganz klar zu wenden, denn schon die ersten Töne des Openers brennen sich im Ohr ein. "I am, you are, we are [..]" shoutet einem die Gang ganze sieben mal entgegen, bevor der Sturm losbricht: Walzende Hardcore-Riffs der Marke HATEBREED treffen auf den angepissten Fronter, der sich merklich in Richtung kraftvoll entwickelt hat. Das klingt erstmal nach Standardkost, was die Klasse der Tracks dann aber ausmacht, sind die wirklich starken Hooklines, die sich Titel für Titel ins Gehör setzen und erstaunlich viel Abwechslung bieten.


Mit "Reinventing Revolution" gibt es einen klassischen Brecher ohne Gnade, während sich Shouter Stephan in "The Only Thing" auch mal zur gesungenen Melodie hinreißen lässt, was mit seiner rauen Stimme sehr an den letzten JASTA-Output erinnert. Dann die große Überraschung, ein cleaner Refrain und ein Rock´n´Roll-Solo in "Nonbeliever"? Oh ja, und das klingt verdammt gut. Überhaupt ist man nicht abgeneigt, auch mal den Blick über den sehr begrenzten Hardcore-Tellerrand zu wagen, ob metallisch wie "Mind Eraser" oder mit stramm angezogener Geschwindigkeit, wie in "Growing Colder", Langeweile kommt hier nicht auf. Damit aber auch wirklich niemand vergisst wo die fünf Jungs herkommen und was das bedeutet, gibt es mit "All Of Us" einen klassischen Unity-Track, der ganz klar auf Live-Shows abzielt, und "Heimathafen Kreuzberg" lässt mit deutschem Text und nur einer Minute Spielzeit keinen Zweifel mehr daran, dass man die Hauptstadt liebt.


Nach einer halben Stunde Spielzeit gibt es dann noch einen kräftigen Arschtritt zum Abschied, denn das starke "Nothing" geht einem einfach nicht mehr aus dem Kopf. Mit "I Am Not Afraid" ist es den Jungs also definitiv gelungen, sich an die Speerpitze der deutschen Hardcore-Szene zu setzen, denn die zehn Songs bieten durchweg starke Kost aus altbekannten Mitteln und vielen neuen Ideen. Und wer mit einem Augenzwinkern darüber hinweg sieht, dass die Heimatliebe und das prollige Hardcore-Gehabe eben nicht nur in New York oder Boston zu Hause sind, wird seinen Spaß an der Scheibe haben. Für Fans ein Muss. Für Interessierte heißt es definitiv reinhören!

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Stageload

Deutschland
Author: Jannik Holdt
Date: 2012-05-06

Schon mit ihrer “Berlin”-EP, die im letzten Sommer erschienen war, hatten Final Prayer ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Nach längere Pause und Neubesetzung am Bass (Dennis – Ex Black Friday ’29) zeigte man sich kreativ und frisch, wie schon lange nicht mehr. Dieser eingeschlagene Weg wird mit der nun folgenden LP “I Am Not Afraid” konsequent fortgesetzt.

Gewohnt metallisch geht es straight zur Sache. Schnörkellos aber leidenschaftlich wird einem “Reinventing Revolution” vorgesetzt. Doublebase-Passagen fehlen ebensowenig wie ein fetter Moshpart. Was für ein Brett! Keine Verschnaufpause, mit “The Only Thing” hagelt es erneut harte Riffs, Two-Step-Parts und wutentbrannte Shouts – dafür gibt es im Refrain eine ordentliche Portion Eingängigkeit und Melodie. Überraschend anders und gut! Das trifft ebenfalls auf “Nonbeliever” zu. Im Refrain gibt es Gesang von One On One-Fronter Nobby und das klingt verdammt geil! In Sachen Eingängigkeit eigentlich noch kaum zu übertreffen. Teilweise gesprochene Passagen wie in “All Of Us” hat man so von Final Prayer auch noch nicht zu hören bekommen. Aber wie schon zu Beginn erwähnt, man gibt sich experimentierfreudig. Gerade diese Tatsache macht “I Am Not Afraid” extrem abwechslungsreich und hörenswert. Denn zwischen den typischen FP-Brechern, wie “Mind Eraser” oder “Final Hour”, finden sich immer wieder ungewohnte Elemente wieder.

Bei “Heimathafen Kreuzberg” hat man sich Verstärkung durch Empowerment-Sänger Jogges geholt und singt mal auf deutsch. Das Ergebnis klingt tierisch pissig, trashig und rotzig. Zum Abschluss wütet sich Stephan dann durch einen fast 5 minütigen Song. Nicht grade die typische Hardcore-Song-Länge. Trotzdem ist “Nothing” eine gelungene Hymne zum Abschluss mit reichlich Crewshouts und Singalong-Potenzial – sicherlich ein Kandidat für die Konzertplaylist.

Mit “I Am Not Afraid” zeigen die Berliner, dass man auch nach über 8 Jahren Bandbestehen überraschen kann. Natürlich erfinden sich Final Prayer hier nicht gänzlich neu, wissen aber mit der ein oder anderen Soundänderung positiv zu überraschen. Ein tolles Hardcorealbum, dass vor allem abwechslungsreich ist und sich auch mit der internationalen Konkurrenz (z.B. 50 Lions, Reign Supreme) locker messen kann.
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The Pit

Deutschland
Author: Katharina Neuert
Date: 2012-05-05
Rating: 7,5/10

Deutscher Hardcore erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit, da stellt sich gar nicht erst die Frage nach großen Szenehelden. Final Prayer aus Berlin gehören aber mittlerweile ohne Zweifel zu den renommiertesten Truppen der deutschen Szene; der The-Pit.de-Redaktion fielen die Hauptstädter beschämenderweise erst mit ihrer Best-Of-Platte „Best Of Times“ auf, die darauffolgende EP, sinnvoll „Berlin“ betitelt, knallte dann aber schon richtig deftig aufs Parkett. Auf gerade einmal drei Songs zeigte der Fünfer seine geballte Power – da wurde es recht bald Zeit für einen Nachschlag, der jetzt in Form der neuen Scheibe „I Am Not Afraid“ in den Startlöchern steht. Und da die Musikszene in sich völlig inzestuös ist, findet man auf der neuen Platte einen alten Bekannten wieder – Ex-Black Friday 29]-Basser Dennis hilft am Bass aus.

Gute acht Jahre hat die Truppe mittlerweile auf dem Buckel, in denen sie neben diversen Alben auch gefühlte eine Million Liveshows hinter sich gebracht und sich somit eine grundsolide Fanbase erspielt hat – dementsprechend heiß erwartet wurde die neue Scheibe in Szenekreisen. Inzwischen gibt es wieder ein bisschen mehr Metaleinflüsse als noch auf der „Berlin“-EP und überhaupt scheinen Finale Prayer auf „I Am Not Afraid“ alles zu vermischen, was sie ausmacht – eine Mixtur aus Hardcore, Punk und Metal, die ordentlich kracht, aber überraschenderweise nicht sofort wirkt.

Prominente Unterstützung gibt es auch diesmal, wenn auch vielleicht nicht ganz so große Namen wie auf der letzten EP, wo immerhin Bestandteile von War From A Harlots Mouth und Beatsteaks mitwirkten, dafür aber direkt aus den Tiefen der Szene: Sänger Jogges, seines Zeichen Frontschreier der Punkrocker Empowerment, und auch Nobby von den inzwischen aufgelösten One On One steuert seine Vocals für einen Song bei. Man darf gespannt sein, wie die Kombination mit Final Prayers Stephan klingt.

Beim ersten Blick auf die Tracklist fällt direkt ein Song ins Auge, den man schon kennt: „Mind Eraser“ war immerhin schon auf der letzten EP vertreten. Und bei genauerem Suchen findet man auch den zweiten Track, „Final Hour“, ebenfalls schon auf „Berlin“ zu finden und hier nochmal in die Tracklist geschmuggelt. Los geht es aber erst einmal mit dem Titeltrack, der direkt recht gewöhnungsbedürftig ausfällt: Da trifft ein düster-monoton gesprochenes Intro auf Hardcore-Rhythmen und –Gebell – damit muss man erst einmal klarkommen. Schlecht ist der Song aber nicht, er zündet nur nicht beim ersten Hören. Dafür rast „The Only Thing“ auch nach mehrmaligem Hörer fast unerkannt an einem vorbei – schade eigentlich, denn das ist wirklich nicht die Qualität, die Final Prayer normalerweise abliefern.

„Nonbeliever“ mit Gastsänger Nobby ist da schon ein anderes Kaliber: Rasant galoppiert der Song nach vorne, während sich Stephan die Seele aus dem Leib brüllt. Im Refrain gibt es dann klaren Gesang – nicht gerade tonrein, aber irgendwie charmant und vor allem passt das Ganze zum Song - eine erste positive Überraschung also auf dem bislang eher durchschnittlichen Tonträger, die hoffentlich nicht die letzte bleiben wird.

„All Of Us“ gesellt sich zu „Nonbeliever“ auf die Liste der Anspieltipps – der Song könnte den Prototyp des Mosh-Songs darstellen, die Dynamik kommt richtig geil aus den Boxen und auch die Vocals strotzen nur so vor Eiern. So muss Hardcore klingen und nicht anders, sehr fein.

„Heimathafen Kreuzberg“, zu dem Jogges nicht nur Vocals, sondern auch Lyrics beigesteuert hat, entpuppt sich als etwas über eine Minute langer Unterricht in Old School Hardcore. Richtig fies und dreckig verrotzt kommt der Track rüber, man muss ihn aber irgendwie trotzdem immer wieder hören. Auch das finale „Nothing“ hebt den Bewertungsschnitt und die Laune noch mal beträchtlich – was etwas dröge anfing, hat sich doch noch zu einem wirklich guten Hardcore-Album gemausert, obwohl man hier immer die wirklich brilliante „Berlin“-Ep im Kopf hat, die nicht ganz erreicht werden kann.
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Partyausfall

Deutschland
Author: Felix
Date: 2012-04-27
Rating: 9/10

Es gibt so gewisse Bands, ohne die man sich bestimmte Genres gar nicht mehr vorstellen kann. Heavy Metal ohne Manowar, was soll das denn bitte sein? Genauso verhält es sich da bei Final Prayer aus der Bundeshauptstadt, die schon seit einigen Jahren äußerst umtriebig im Veröffentlichen von Platten, Spielen von Liveshows und Schaffen von mitreißendem Hardcore sind. Aber damit kommt natürlich auch großer Anspruch, vor dem sich auch der geneigte Musikredakteur nicht verschließen kann. Gelingt es Final Prayer auch auf der dritten Langrille "I Am Not Afraid", die mittlerweile altbekannte Mixtur an den Mann zu bringen, ohne dabei die Innovation auf der Strecke liegen zu lassen?

A propos Manowar. Etwas erinnert mich das schon, was man beim einleitenden Titeltrack zu hören bekommt. Kann aber gut sein, dass das ausschließlich an der extensiven Verwendung des Wortes "Warrior" liegt. Denn nach dem sich immer weiter steigernden Chor wird nach einem kurzen Break gleich wieder die erste Kelle aus dem Final Prayer-Kessel ausgeschenkt: deftiger Midtempo-HC mit dieser unvergleichlich kernigen Stimme von Frontsau Stephan, die mich gleich dazu bewegt, mit aufgepusteten Backen und wirbelnden Armen durchs Zimmer zu stapfen. Ich habe aber große Fenster, das kommt blöd.
Fakt ist jedenfalls, dass das Feeling gleich wieder da ist, was mich damals wochenlang und eigentlich auch noch heute jedes Mal fesselt, wenn ich die "Right Here Right Now" in den Player lege. Dieses knackige Riffing am Anfang von "Reinventing revolution" und die anschließenden fies groovenden Parts, bei denen man sich den Kopf einfach locker schrauben möchte. Enorm zuträglich ist hierbei auch der wirklich grandiose Sound! Großen Respekt an die Toningenieure, die hier für Recording, Mix und Master verantwortlich zeichnen. Kann mich nur schwer an eine Platte dieses Genres erinnern, die mich soundtechnisch so vom Hocker geblasen hat.

Man muss an dieser Stelle aber auch feststellen, dass Final Prayer nicht gerade experimentierfreudig zu Werke gehen. "I Am Not Afraid" ist genauso, wie man eine Platte dieser Band erwartet. Das soll aber keinesfalls negativ gemeint sein: Auf die Reaktionen hätte ich mich ja gefreut, wenn in diesem Review Phrasen wie "Clean-Gesang", "Jazz-Parts", "Synthesizer", "Dubstep-Parts" oder "Zombies" vorkommen würden.
Nein, Final Prayer konzentrieren sich darauf, was sie in den letzten Jahren perfektioniert haben: heftige Midtempo-Songs untermalt von druckvollem Drumming, einen Haufen Crewvocals und Moshparts, die plötzlich um die Ecke geschlichen kommen und dir die Füße unter dem Körper wegreißen. Gutes Beispiel ist da "Nonbeliever", der über vier Minuten permanent nach vorne treibt und die Energie der Band on stage unglaublich gut transportiert. Gerade das hintere Drittel des Songs: Einfach Hände in die Luft recken und auf dem unsichtbaren Moped fahren!

Auf das bereits auf der letztjährigen "Berlin"- EP enthaltene "Mind eraser" folgt eines der absoluten Highlights von "I Am Not Afraid": "All of us", ein Song, der sich vor Kalibern wie "The anthem" oder "Wartime" alles andere als verstecken muss. Es ist wohl der rhythmischste Song des Albums, wechselt aus durchläufigen Double Bass-Passagen in "All of us - together - forever - as one" - Crewvocals, nur um für den anstehenden Breakdown noch einmal richtig Kraft zu tanken.

Auch die restlichen vier Tracks auf "I Am Not Afraid" geben sich keine Blöße und reißen mich als Hörer extrem mit. Die Eine-Minute-Zehn-Hymne "Heimathafen Kreuzberg", stilecht mit Feature von Jogges (Empowerment, Ex-Sidekick) ist da noch die Kirsche auf dem Kuchen und so bleibt für mich abschließend nur Eines zu sagen:

Final Prayer sind auch 2012 einfach das, was sie schon immer gewesen sind: authentisch, mitreißend, emotional und ehrlich. Und wie man es von ihnen gewohnt ist, gehören auch die Lyrics zu dem besten, was man im hiesigen Hardcore zu hören bekommt. Gerade Songs wie "Mind eraser" beleuchten die Probleme des Lebens, mit denen sich jeder von uns jeden Tag herumschlagen muss, mal auf eine andere und extrem persönliche Seite. "I Am Not Afraid" entwickelt sich so zu einem wirklich grandiosen Album, welches - wie auch jede einzelne andere Platte der Berliner - in den gut sortierten Plattenschrank gehört. Dicke Empfehlung!

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Take Your Shot Fanzine

Greece
Date: 2012-04-27

Through years of solid work Final Prayer have managed to establish themselves as kingpins of German (and why not, European) heavy hardcore scene. Yes, I am glad cause in this world of uncertainty at least I know what to expect from a FP album: groovy beats, heavy guitars, mean vocals and all the ingredients that make for a brutal, streetwise hardcore record. But watch out, the surprise on this album is that FP pack a lot of catchy parts (still heavy, don't worry) and memorable songs.

While Final Prayer plunder and pillage with their heavy-ass, beatdown-flavored hardcore action, it's like they pack the Midas touch this time around; I say this because every song is special, every song has character and something unique to it. This record is mature, it is clever and catchy and and at the same time it is loyal to its roots and full of attitude. FP is not another band pretending to be tough and using the same old ingredients, on the contrary they have a lot of imagination and have made a record that goes beyond the fashions and cliches of today's scene. I bet that I will be able to listen to I am Not Afraid some 5 years later and derive the same pleasure from it as I do today. It's the type of HC that can stay untouched by the wrath of time.

You can understand that there is no necessity to talk about the quality of the production and so on; you and I both know that on a Final Prayer album and a Let it Burn Records release, shit like that is always meticulously delivered and this is also the case here. The production sound is huge, crystal-clear and thankfully for this style, not too metallic.

If you care about the hardcore scene and what it represents, I guess that this record will hardly escape you. You will meet somewhere along the way. If you are into hardcore for real, you will understand and become friends with the integrity delivered on I Am Not Afraid. It contains the essence that has always brought together fans of this music and lifestyle from around the world; it's the force that unites all of us with one common parameter, and that parameter is living by the rules of hardcore. While I listen to this record, I can imagine the cloudy Berlin skies and the city concrete that these hardcore dudes step on. Now it's taken on a worldwide level.
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VICE Magazine

Deutschland
Author: EGON KAFFEEKRÄNZCHEN
Date: 2012-04-25

Dass Berlin ein ach so hartes Pflaster ist, erweist sich bei näherer Betrachtung natürlich als verklärender Mythos. Schließlich sind die meisten Straßen flächendeckend mit Hundescheiße ausgepolstert. Dennoch machen sich einige Botschafter der Toughness auf ehrenvolle Weise um die Aufrechterhaltung des Images verdient – allen voran diese allseits abgefeierten Scharfmacher des Hardcore-Proletariats. Und man muss schon sagen, ihr neues und sämtliche Bandqualitäten noch einmal zuspitzendes Album erscheint einem als der bestmögliche Soundtrack, um, auf einem Bulldozer thronend, entlang der städtischen Achse der neuen Bürgerlichkeit von Berlin Mitte Richtung Prenzlauer Berg einmal geziemend für Recht und Unordnung zu sorgen.
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Music Discovery

Deutschland
Date: 2012-04-25
Rating: 8/10

Final Prayer melden sich mit einem guten Release zurück. Hardcore als solide Handarbeit, das bekam ich schon früher von der Band zu hören und dem sind sie auch heute noch treu. Oldschool steht hier an vorderster Front, denn hier sucht man vergeblich moderne Spielereien. Hier heißt es einfach und gerade heraus. Meist im Midtempo Bereich, dadurch etwas schleppender, als man es vielleicht erwarten würde. Dadurch bekommen die Songs zwar ordentlich Druck, aber auf Dauer fehlt mir dann einfach der Biss. Hier klingen Biohazard und Co ordentlich mit und das ist auch gut so. Abwechslung steht aber trotzdem auf dem Programm und wenn es dann mal flotter wird und noch klarer Gesang neben dem typischen Schreigesang kommt, erinnert das wie bei „nonbeliver“ dann auch etwas nach Pro-Pain oder Stuck Mojo. Dies sind die Einflüsse, die sich ausmachen lassen. Final Prayer sind keine Band mit einem komplett eigenen Stil, da sie sich zu sehr an die Standards halten, dafür machen sie dies aber gut und solide und die Scheibe weiß zu gefallen. Auf Dauer vielleicht zu gleich für meinen Geschmack, das mag aber auch daran liegen, daß Hardcore nur ein Nebenzweig von dem ist, was ich musikalisch sonst bevorzuge. Mich würde mal interessieren, wie die Jungs live klingen, denn wenn sie den Dreh raus haben, sollte sich da die Menge ordentlich bewegen.
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Burn Your Ears

Deutschland
Author: Kai
Date: 2012-04-21
Rating: 8,5/10

Die Berliner von FINAL PRAYER sind zurück und legen hier ihr Meisterstück ab. Direkt ab den ersten Tönen von "I Am Not Afraid" wird klar, dass es sich dieses Mal um etwas Großes handelt. This is Berlin, not New York!

Mittlerweile steht Dennis von BLACK FRIDAY 29 am Bass, aber das kann noch nicht die Erklärung für den Sprung des New York Hardcore-Quintetts sein. Denn seit ihrer Gründung 2004 hat sich einiges getan. Zuletzt hat ihre „Berlin-EP" noch große Hoffnung gemacht, die meiner Meinung nach auf dem neuen Werk vollkommen bestätigt werden. Denn für ein Album dieses Genres zeigen sich FINAL PRAYER ziemlich abwechslungsreich. Natürlich hagelt es hier Groupshouts und Moshparts, aber man vergleiche diese Platte doch zum Beispiel mal mit den ebenfalls kürzlich wieder aufgetauchten STRENGTH APPROACH: da ist das hier in Sachen Songwriting, Facettenreichtum und Druck einfach um Längen besser.

OK, die Berliner setzen auf ziemlich dicken Sound – aber er steht ihnen und es handelt sich auch um eine Band, die dem Muskelshirt der Produktion auch gerecht wird und darunter nicht verhungert aussieht. Jeder einzelne Song dieses dritten Albums drückt ohne Ende, was am schnellen Midtempo der Band liegt. Aber zwischendurch heben sie die Geschwindigkeit auch mal an und haben damit noch größere Kraft in den folgenden Breakdowns. In den Passagen erinnern sie dann schon etwas an TERROR – müssen aber keine Angst vor diesem Vergleich haben.

Was FINAL PRAYER hier vor allem auszeichnet, ist der Druck, den sie erzeugen und dass sie es dabei auch noch schaffen, sich nicht die ganze Zeit nur selber zu wiederholen – was in diesem Genre gar nicht mal so einfach ist. Und bei dem Sturm, den sie hier entfachen, gleichzeitig noch ihr abwechslungsreichstes Album vorzulegen – ist mal eine Kampfansage! Eines der stärksten Hardcorealben aus dem Bereich, welches in letzter Zeit durch meine Anlage geschreddert ist.
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Mass Movement

UK
Author: Martijn Welzen
Date: 2012-04-16

At a time when European hardcore wasn’t as strong as it was during it’s heyday Final Prayer stubbornly clung to their own sound, holding on to grooving metal core and didn’t and don’t care what was deemed ‘popular’ or ‘contemporary’, and by doing so the guys from Berlin improved in both songwriting and as musicians. ‘I Am Not Afraid’ is the result of their stubborn refusal to change. There’s a breath of fresh air going through the hardcore scene, and the bands that have survived the winter of the genre will be at the forefront of a new wave. Final Prayer brutally blast their way through the ice and dust, with their own, almost hypnotizing, rhythms, which are at points closer to Terror than ever before. No need to be afraid, the sun is out and Final Prayer are back to guide us to the future of brutal European hardcore… Martijn Welzen
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Ondalternativa

Italy
Author: Meskio
Date: 2012-04-12
Rating: 4/5


La Let it Burn Records ci regala la nuova fatica dei Final Prayer, cinque loschi figuri berlinesi che propagano il verbo di Hatebreed in terra europea. Qui c'è vera intransigenza hardcore, per chi non vuole sentirsi dire che l'idea di fratellanza e resistenza è finita, spazzata via dal profitto di giovani bands plasticose costruite ad hoc dalle case discografiche: qui si respira tutta la rabbia, i chilometri macinati per suonare, le delusioni, le soddisfazioni e il mazzo fatto, a seguito di qualche CD, split e demo.

Un inizio anthemico quello che ci porta "I am not afraid", bello tonico e sostenuto dove si notano l'ottima produzione e le doti strumentali del gruppo, compatto e ficcante come pochi: ecco, di qui alla fine la storia non cambierà di tanto poiché a una coerenza stilistica (si prega di leggere i testi) corrisponde una scelta musicale compatibile e consapevole. Non ci sono mega riff, non ci sono comparsate di stelline semi-pop e non ci sono lustrini: c'è una doppia cassa metallica che ogni tanto fa capolino ("Reinventing revolution") e addirittura una canzone che corrisponde al nome di "Mind eraser" che inizia come un pezzo degli Slayer, seguita da un urlo e, dopo un riff ad alto tasso luciferino, da quella doppia cassa poc'anzi citata che ci conduce in un hardcore in stile newyorkese moderno. Ci sono variazioni e dissonanze chitarristiche che si accompagnano a un cantato più parlato, più rallentato verso il finale ("The only thing"); se chiudete gli occhi vedrete gente con il dito alzato a cantare "All of us", che ha un bel giro di chitarra che mi ha ricordato tantissimo gli Integrity.

"Final hour" e "Heimathafen Kreuzberg" sono veloci, più tecnica la prima contro il minuto e dieci della seconda; insieme a "Growing colder", pezzo che rientra nello stile più classico, con tanto di breakdown, e alla finale e quadratissima "Nothing" (con qualche spiraglio di tesa melodia), rappresentano il quartetto di chiusura di un CD bellissimo e coinvolgente per chi mastica hardcore metallico tutti i giorni ma che potrà essere interessantissimo anche per chi si avvicina al genere o non è avvezzo del tutto a certe sonorità.







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Outofstephc

Author: outofstephc
Date: 2012-04-12
Rating: 8,5/10

This Hardcore outfit from Berlin joined Daily Hero Studio once again to track the follow-up of the ‘Berlin’ EP after Dennis Sommer (Ex Black Friday ’29) replaced founding member Felix Heiduk on bass-guitar. The album will be released by Let it Burn Records in May.

‘I Am Not Afraid’ is what hardcore should sound like: hard, rough, energetic and with a good 80s vibe. But ‘I Am Not Afraid’ has become a groovy and divers album with a perfect combination of heavy breakdowns, catchy melodies and sing-along’s and the album has a healthy dose of metal and punk mixed into the sound, just enough to appeal to a larger crowd than the die-hard hardcore scene alone.
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Overall Rating

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A TRAITOR LIKE JUDAS & LIGHT Y...
Guerilla Homefires (vinyl EP)

LET IT BURN
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