Storyteller Frontier Spirit

LiB 066 · 11/2013 · CD

STORYTELLER strive for high aims with their debut 'Frontier Spirit': Reviving Pop-Punk music in Europe and coining an album that can easily compete with genre top dogs such as New Found Glory, The Wonder Years or Man Overboard. And guess what! With the help of Aljoscha Sieg (Marathonmann, The Haverbrook Disaster, Light Your Anchor, etc.), some intense summer days writing the most intoxicating songs and the right attitude STORYTELLER reached that goal with bravery!

1.Kid In Mind
2.Tables Turn
3.Give And Receive
4.Dramedy
5.For Good And All
6.Lease Of Life
7.Empty Streets
8.One Year
9.Right Now
10.Ghost Town



Get the CD, 7.90 €

Fire Alive

Italy
Author: Walter
Date: 2014-03-13
Rating: 7.5/10

Thinking about pop punk from Europe you can’t forget Storyteller from Germany: I’m not a fan of this kind of music, anyway I’ve been impressed from this dudes. Excellent melodic vocals, great guitar works and professional approach into everything that’s called melody. This band is quite young, they’ve formed in 2012, but I’ve to admit that Storyteller know very good their own way: endless love for pop-punk, endless love to play this music. Maybe this times are a golden age for this genre, but trust me there’s a lot of talent on Storyteller and you shouldn’t mix them up with the crowd, because they’re a must in words like personality, sincerity and authenticity. Keep up the good (melodic at all) work!
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WLTU-Music

Germany
Author: ThEb
Date: 2013-12-02


Schmissiger Emocore, der sich tatsächlich eher am Punkrock als an Hardcore-Combos orientiert, aber alles ziemlich gut unter eine Kappe bringt. Gesanglich geht es kontinuierlich melodisch zu und die Vocals klingen dabei etwas nach SAVES THE DAY. Sogar die Riffs in "Tables turned" und "Give and receive" lassen an "Through being cool" denken, also kann man die zehn Songs ohne Bedenken weiterempfehlen. Echt schon länger nicht mehr so ein mitreissendes Album aus dem Bereich gehört, weil viele Bands es entweder total verwässern oder konsequent in die Tough-Guy-Richtung gehen. "Dramedy" überrascht dann mit crew shouts und coolen Tempiwechseln, ohne dabei vom eingängigen Refrain abzulenken. Alles in allem ein echt cooler Release auf dem ein Highlight das nächste jagt. Die Rhythmik ist genial und obwohl die Dessauer konstant hohes Tempo vorlegen, bleibt der Groove immer präsent.
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Allschools Network

Germany
Author: Markus L.
Date: 2013-11-24
Rating: 8/10

Ich hasse es! Zum dritten Mal fang ich nun diese Review an, ohne wirklich zu wissen, was ich überhaupt schreiben werde. Beim ersten Mal wollte ich das Teil mal einfach aus kindlichem Protest verreißen, beim zweiten Mal wollt ich mich schon behutsam annähern, doch war das alles einfach zu verkopft und schlicht daneben.

Und warum? Weil mich das Etikett Poppunk eher abstößt als begeistert, wurde man doch in den vergangenen Jahren nicht immer mit Qualität belohnt, wenn man sich denn mal ein solches Output gegönnt hatte. Zu oft entpuppte sich die als das nächste große Ding angekündigte Band als Griff ins Klo. Aber gut, zurück zum Anfang und einmal den ganzen negativen Ballast im Kontext dieses Genre über Board kippen...

Gleich vorweg: STORYTELLER machen es dem Hörer nicht leicht, auch wenn ihre Songs natürlich keineswegs auf besondere Art und Weise progressiv sind. Doch „Frontier Spirit“ braucht mehrere Anläufe bis es zündet, bis sich einzelne Songs als Hits entblößen. Von dem allseits bekannten und meist weniger beliebten, weil qualitativ flachen, Poppunk sind die fünf Jungs aus Dessau nämlich meilenweit entfernt. Schon allein die immer schön aus dem Vollen riffenden Gitarren sprechen hier eine mehr als deutliche Sprache, zumal auch das Thema Abwechselung in Sachen Tempiwechsel auf der Debüt-Langrille groß geschrieben wird. Man merkt STORYTELLER einfach ein gewisses Maß an Erfahrung in Sachen Songwriting an, ohne dass die Routine jedoch bei ihnen in Langeweile abdriftet.

Oberflächlich ließen sich ihre Texte sicher als Genre-üblich einordnen. Man nehme einen guten Schuss Jugend, mixe diesen mit Frust über erlittene Enttäuschungen und der Sehnsucht nach dem Neuen, dem anderen Leben. Das ist weder neu noch schlecht, sondern schlicht persönlich. Und auch im etwas gehobenen Alter kann ich diese Texte noch sehr gut nachvollziehen, denn an manchen Tagen gebe ich mich durchaus gerne dieser jugendlichen Romantik hin. Schlimm? Macht nichts. Zumindest mir nicht.

Die oft von den geschätzten Heinz-Hormann-Fraktionskollegen vorgebrachte Kritik der fehlenden Hits kann und will ich nicht teilen, denn die Platte hat mit „Dramedy“, „Give and Receive“ oder auch „Empty Streets“ nämlich genau das. Dazu muss man aber genauer hinhören und den Songs die Chance zur Entfaltung geben, die sie auch verdienen. Das kann mitunter zwar eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, aber wer musikalisches Fast-Food will, soll seine Ohrmuscheln halt einfach mit irgendeiner Tough-Guy-Bollo-Mucke beschallen. Die gibt’s ja bekanntlich auch wie Sand am Meer.

„Who cares what you say, you waste my time away!“...Ja, so ist das. Unbewusst geben STORYTELLER damit eigentlich schon die beste und passendste Antwort all den potentiellen Nörglern da draußen, die heutzutage natürlich niemals BLINK 182 gehört haben wollen, weil es eben anno 2013 nicht mehr cool ist und die Zeiten extrem hart, denn das Ghetto lebt bekanntlich in jedem von uns. Oder etwa doch nicht?
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Der Gute Ton

Deutschland
Author: David Santilian
Date: 2013-11-06
Rating: 3.5/5

Willkommen in Dessau, anerkannte B-Ware deutscher Städtekultur und jetzt auch schon mit 800jährigem Bestand. Gut, ganz so trist und hoffnungslos ist die Stadt dann doch nicht – das mag unter anderem an den Jungs von Storyteller liegen, die gleichsam gelassen wie auch ehrgeizig einer Vision folgen: Bringen wir den Pop-Punk zurück nach Europa! Das Genre liegt fest in der Hand der Amerikaner – alle erfolgreichen Spartenwerke kamen von dort zu uns rüber geschwappt. Aber nicht nur Freunde inländischer Wirtschaft haben erkannt: Man muss nicht immer importieren. Das ist auch der mutige Versuch, den Storyteller mit Frontier Spirit hier wagen:

#1 – Kid In My Mind (3:27)
“I don’t wanna grow up these days” – Dieser Versuch wird damit begonnen, dass man bereits mit der ersten Zeile des Albums die grundlegende Skaterpunk-Attitüde auf den Punk(t) bringt. Hier schwingt gleichermaßen die Angst vor’m Älterwerden mit wie auch das Bedürfnis, das Kind im Manne auf ewig für sich zu erhalten. Ein Gefühl, das jahrelang durch Bands wie blink182, sum41 und die ganzen Klassiker transportiert wurde, fangen Storyteller hier ein in einem typischen Pop-Punk-Gewand.
Trifft 3 von 5 gute Töne.

#2 – Tables Turn (3:12)
Schroffe Gitarrenriffs, die einen Gang höher schalten, lassen Storyteller in der Instrumentierung gleich einen Hauch härter wirken als andere Genrevertreter. Zweifelsohne schimmern hier dezente Hardcore-Roots durch, geprägt durch die Bandhistorie der Mitglieder. Verglichen mit dem arg runden Kid In My Mind ist Tables Turn der tendenziell härtere Gegenpart, der dadurch auch gleich ein Stück interessanter wirkt.
Trifft 3,5 von 5 gute Töne.

#3 – Give And Receive (3:59)
Frontier Spirit zwingt den Hörer zum Aufpassen, wenn es darum geht, Songs klar zu unterschieden. Gerade in der Gesangsspur ähneln sich die Rhythmen vieler Lieder. Nummer 3 ist eine lohnenswerte und auch lobenswerte Ausnahme. Man darf hier den ersten Refrain auf der Platte erwarten, der etwas prägnanter heraussticht und auch zum Mitsingen motiviert. Give And Receive erinnert hier in Zügen an die Pop-Rock-Exkurse, die sich Papa Roach manchmal leistet. Anders als in Kalifornien wirkt das in Dessau dafür sehr stimmig!
Trifft 3,5 von 5 gute Töne.

#4 – Dramedy (3:39)
Wie Give And Receive macht Dramedy - trotz der betrübten Lyrics – alles richtig, wenn es um die Kreation einer Gute-Laune-Atmosphäre geht. Es macht einfach unheimlich viel Spaß, Storyteller mit diesem Song zu lauschen. Insbesondere der Acappella-Ausklang mit Gang-Vocals bringt eine gelungene Variation in die ansonsten sehr dichte Instrumentierung.
Trifft 3,5 von 5 gute Töne.

#5 – For Good And All (3:10)
Herrlich punkige Griffbrettzimmerei erwartet uns im fünften Lied. Nach der ausdauernden, aber letztlich doch nicht geglückten Flucht vor dem Erwachsenwerden folgt nun das wehmütige Zurückblicken auf längst vergangene Tage. Wer kennt sie nicht? Die Freundschaften, von denen man sich versprach, dass sie für die Unendlichkeit bestimmt sind. Egal, was passiert, man bleibt ein Team – dass man dann aber selbst mit seiner persönlichen Veränderung für die größte Herausforderung einer festen Freundschaft werden kann, erkennt man oftmals erst zu spät. Natürliche, wenn auch nicht schöne Entwicklung, die wohl viele nachvollziehen können. Storyteller packen das in einem soliden Song, ohne auch nur einen Tropfen bösen Blutes zu vergießen. Kein Nachtreten, nichts. Daumen hoch.
Trifft 3,5 von 5 gute Töne.

#6 – Lease of Life (3:23)
Die Hälfte des Albums ist durch und die Jungs machen ganz klar deutlich, dass sie es mit ihrem europäischen Skaterpunk-Revival ernst meinen. Das ist gut! In Lease of Life schafft man es ein weiteres Mal, neue Melodien in die Vocals zu bringen, auch wenn diese teilweise zu gefangen wirken im Pop-Punk-Korsett. Da ginge definitiv mehr, wenn Storyteller den Mut fassen würden, die Reanimationsversuch des Genres durch eine Erweiterung der musikalischen Grenzen umfangreicher zu gestalten. Denn auch das ist eine Art Frontier Spirit.
Trifft 3 von 5 gute Töne.

#7 – Empty Streets (3:03)
“Thank you for another wasted year – The days I spent with you, my dear.” – Autsch. Ähnlich wie bei Stereo Monuments Why You (Retro Radio) können auch “simple” Lyrics ohne rhetorische Spitzfindigkeiten ihren unheimlichen Reiz haben. Obwohl es an ekstatischen Ausbrüchen und einem wahrlichen Klimax fehlt, zeigt sich Empty Streets als der aggressivste Song der Platte. Leider wird das bitterböse Statement nur in Nuancen durch die Instrumente projiziert. In solchen Momenten wünsche ich mir etwas mehr emotionalen Einsatz von Vocalist Rico Opitz. Ausbrechen ganz klar erwünscht! Der lupenreine Pop-Punk-Gesang darf auch mal gegen ein krächzendes Schreien weichen und einen eingesprochenen Part.
Trifft 3,5 von 5 gute Töne.

#8 – One Year (2:49)
Songwriter-Breitseite mit Akustikgitarre. Auch in langsameren Zügen ist Storyteller genießbar, hierfür bringt One Year den absolut notwendigen Tempowechsel um Frontier Spirit mehr Charakteristika zu verleihen. Es fällt stark auf, dass immer wieder tiefe und starke Sehnsüchte nach alten Zeiten aufkommen. Ein wiederkehrendes Motiv, welches immer etwas melancholisch nicht nur den Verlust einer tollen Zeit, sondern scheinbar auch eines noch tolleren Menschen thematisiert. Wie dem auch sei: Dieses Lied funktioniert. Mehr als gut.
Trifft 4,5 von 5 gute Töne.

#9 – Right Now (3:25)
Manches Mal schwächelt Storyteller dabei, den Refrain deutlicher auszumalen, so dass er zwischen den Strophen gern ein wenig verschwimmt. In Right Now beweist man, dass es auch anders geht: Schnellere Verse wechseln sich mit einem melodischeren Chorus ab, der Song wirkt dadurch viel geordneter und die einzelnen Parts wesentlich stärker gewichtet. Wenn in der Mitte der zweiten Hälfte der Gitarrensound zurückgeschraubt wird, nur um kurz darauf erneut butterweich wieder einzusetzen, zeigt sich, dass Storyteller in Sachen Songstruktur nur wenig an ein Debütalbum erinnern lassen.
Trifft 4 von 5 gute Töne.

#10 – Ghost Town (3:22)
Raus aus dem Jetzt, das aufgebraucht und leer scheint, raus aus der Geisterstadt! Musikalisch bleibt man unverändert auf dem gleichen, überdurchschnittlichen Niveau, aber Storyteller zeigen eine innere Weiterentwicklung auf. Am Ende steht hier die traurige Gewissheit, dass man nicht immer jung und in seinen altbekannten Strukturen bleiben und bestehen kann. Die eigenen Veränderungen und der Wandel seines Umfelds holen einen ein. Ein Teil muss erwachsen werden – das Kind In My Mind darf jedoch gern bestehen bleiben. Und ähnlich offen und mit einem Fragezeichen behaftet, wie das alles wohl weitergehen mag, endet auch der letzte Song: Abrupt und mit dem – hier passenden - Gefühl unvollendet zu sein.
Trifft 3 von 5 gute Töne.

Fazit: Das Auf und Ab in Sachen Liebe, das heraus gezögerte, letztlich aber notwendige Erwachsenwerden, vergangene Freundschaften und persönlich Rückschläge: Trotz der eher melancholischen Geschichten, die Storyteller hier zu erzählenhaben , ensteht nie eine wirklich depressive Stimmung. Kann man unter fehlender Emotionalität verbuchen - oder einfach als konsequente Spielart modernen Pop-Punks. Auf dem Gebiet überzeugen die Jungs um Rico Opitz als hausgemachte Alternative zu den bekannten Genregrößen! Sie bewegen sich über die volle Spielzeit des Albums penibel genau in diesem selbst gesetzten Rahmen, lassen dadurch ein wenig Varianz missen. Erstaunlich zukunftsweisendes Fazit aus der sehr an der Vergangenheit klammernden Reise durch das Album: Man muss weiterziehen, auf zu neuen Zielen. Frontier Spirit eben.

Anspieltipps: One Year - Right Now - Empty Streets
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Burn Your Ears

Deutschland
Author: Kai
Date: 2013-11-05
Rating: 7/10

Anfang des Jahres stellten sich STORYTELLER mit einer EP vor und legen jetzt schon mit einem Full Length nach – da hat es jemand eilig. Und ja, ihr melodischer Poppunk kann einiges.

Die Frage ist vermutlich, ob man dem „netten" Gesang etwas abgewinnen kann. Denn musikalisch gesehen machen die Jungs aus Dessau eine Menge richtig, greifen nicht zu tief in die Emo-Kiste, nehmen auch nicht zu viel Hardcore mit rein und klingen damit irgendwie wie eine Mischung aus Bands wie A DAY TO REMEMBER, SMILE AND BURN, FOUR YEAR STRONG, THE WONDER YEARS und etwas Skatepunk. Nur hat mir der Gesang für die meisten dieser Vergleiche hier etwas zu wenig Ecken und Kanten.

Und das ist echt schade, weil sie teilweise ordentlich Gas geben, variabel sind und ihre Instrumente echt gut beherrschen. Auch die Produktion ist gut und drückend, aber eben noch nicht „zu viel". Und die Jungs wissen auch, wo das Gaspedal liegt – oder was man mit Akustik-Gitarren anfangen kann. Ich bin mir sicher, wenn der Sänger live durchhält, würde ich die Band ganz gut abfeiern. Und so wälze ich mich hier zwischen sechs und sieben Punkten hin und her. Denn mit einer etwas raueren Stimme könnte ich „Frontier Spirit" echt richtig gut abfeiern.

STORYTELLER klingen auf ihrem Album ziemlich modern, biedern sich aber nie zu stark an. Außerdem machen sie auch klar, dass Härte zwar eine Rolle für sie spielt, aber eben nur als Stilmittel und dass sie sich nicht in die längst überlaufende Reihe von MelodicHardcore-Bands einreihen wollen. Und das macht dann bei einem so fluffigen und gut reinlaufenden Album eben doch noch den Unterschied – und deshalb gibt es dann doch sieben Punkte.
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Stageload

Deutschland
Author: Jannik Holdt
Date: 2013-10-09
Rating: 5/8

Pop-Punk ist inzwischen ja wieder eine ganz große Nummer. Dank Bands wie Set Your Goals, The Wonder Years oder auch Man Overboard erlebt dieses lange totgeglaubte Genre ein sehr erfolgreiches Revival. Klar, dass da auch die deutsche Musikszene nicht von unberührt bleibt. Storyteller aus Dessau gibt es seit 2012 und nach einer EP seht ab dem ersten November mit “Frontier Spirit” auch die erste LP in den Regalen.

Mit 10 Tracks wollen uns Storyteller nun ihre Definition von Pop-Punk beibringen. Man startet zünftig mit “Kid In Mind” und kann gleich die ersten Pop-Punk-Must-Have’s abhaken. Melodische Gitarren – Check! Ohrwurm-Refrain – Check! Lyrics über das Erwachsen werden – Check! Das alles will der geneigte Hörer doch geboten bekommen. Song Nr. 2 “Tables Turn” klingt dann eine Spur härter und die Gitarrenriffs kommen in Easycore-Manier daher. In die gleiche Kerbe schlägt dann auch “Empty Streets” – ebenfalls ein eher aggressiverer Song der Platte.

Die weiteren Songs orientieren sich eher am Opener und kommen sehr eingängig daher. Mit “One Year” gibt es auch noch eine kleine Akustik-Ballade zu hören. Auf Dauer fehlt mir aber bei einem Großteil der Songs die Abwechslung. Die Songs gleichen sich oftmals zu sehr. Trotzdem ist “Frontier Spirit” kein schlechtes Album – aber eben auch kein herausragendes. Genre-Fans können hier nicht viel falsch machen. Das Album ist stark produziert und die Herren von Storyteller ohne Frage leidenschaftliche Musiker.
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Partyausfall

Deutschland
Date: 2013-10-06
Rating: 7/10

Nachdem Anfang des Jahres die freshe Debüt-EP "Take Me Home" erschien, drücken Storyteller aus Dessau weiterhin aufs Gas und präsentieren nun ihren ersten Longplayer mit Namen "Frontier Spirit". Die Band existiert erst sein Mitte 2012, alle fünf Mitglieder haben jedoch bereits Unmengen an Erfahrungen in anderen HC-Kombos gesammelt, was der eigentlichen Ausrichtung, Pop Punk in Europa wiederzubeleben, auch hin und wieder einen höheren Härtegrad hinzufügt.

Insgesamt hat sich in der kurzen Zeit seit der EP nicht viel getan, und so geht es auf der Full Length auch genau so weiter, wie es auf "Take Me Home" geendet hat: Ohne große Umwege prescht der Pop Punk auf "Kid In Mind" los, singt Frontmann Rico "I Dont´t Want To Grow Up These Days", lässt man sich von dem treibenden Tempo nach vorne pushen und genießt die melodischen Riffs, die an bekannte Größen wie Blink 182, New Found Glory oder The Wonder Years erinnern. Das alles geht auch gut rein, sprich kommt ohne große Kanten daher und besitzt einen gewissen Pop Appeal, der nicht zu schmierig ist und in´s Ohr zu gehen weiß. Ähnlich geht es auch weiter, immer wieder blitzen jedoch die Hardcore-Roots der Bandmitglieder durch, sei es mit abgedämpften Metal-Riffs auf "Tables Turn" und "Empty Streets" oder dem Einsatz der Double Bass, etwa auf "Give And Receive". Der Sound bleibt jedoch weiterhin im Bereich Pop Punk, man vermischt also nicht einfach verschiedene Genres. Die Tracks bieten über die gesamte Spielzeit auch eine recht gelungene Abwechslung, sprich es wird mal ruhiger, mal gibt es auch die Akustikgitarre ("One Year"), auf "Right Now" gibt es Skate-Punk á la Lagwagon und "Ghost Town" lädt gar zum Schunkeln, Feuerzeug-Anzünden und Mitsingen ein.

Klarer Kritikpunkt an "Frontier Spirit" sind die größtenteils wenig charakteristischen Gitarren. Hier hätte man mehr Skills anbringen und auch schickere Melodien ausarbeiten können, so ist es oft ein wenig wischiwaschi und Storyteller schaffen es nicht, mit außergewöhnlich guter Handarbeit aus der Masse hervorzustechen. Die Songs machen trotzdem Spaß, keine Frage, aber auch vermisst man hin und wieder höhere Tempi, gerade wenn man bedenkt wie wunderbar überschlagend sich der Frontmann über die erste Verse des EP-Titeltracks gejagt hat.

"Frontier Spirit" ist so schlussendlich eine mehr als ordentliche Pop Punk-Platte, und gerade im Raum Europa bewegt man sich damit auf höheren Ebenen. Man hätte sich jedoch erhofft, dass das Album ein paar mehr Hits parat hat und so auch langfristig den Weg auf den Plattenteller schafft. Storyteller gelingt es jedoch locker, sich in dem Genre einen Namen zu machen und die Kids mit ihrem Sound abzuholen. Somit ist die Pflicht mehr als erledigt, einzig bei der Kür könnte man das nächste Mal noch einen Zacken zulegen. Ergo: Storyteller auschecken und sich den deutschen Herbst versüßen lassen.

Pro:
- Schicker Pop Punk mit viel Power
- Gut geschriebene Tracks

Kontra:
- Hitdichte könnte zwei, drei Mal größer sein
- Sound könnte noch mehr Charakteristika vertragen
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Alterna Stage

Author: Nico
Date: 2013-09-12
Rating: 4/5

Am 01. November 2013 werden die fünf Jungs der deutschen Pop-Punk Band Storyteller unter dem Namen Frontier Spirit ihr erstes Album veröffentlichen. Die zehn Songs weisen leider kaum Veränderungen auf und klingen, außer wenigen Ausnahmen, alle recht ähnlich, was aber auf keinen Fall bedeuten soll, dass Frontier Spirit eine schlechte Investition ist. Ganz im Gegenteil - Wer auf poppigen Skate-Punk á la New Found Glory oder The Wonder Years steht, kann mit dem Album absolut nichts falsch machen. Zumindest ein wenig Abwechslung bekommt man in Form des etwas härteren Empty Streets und des halb akustischen Liedes One Year geboten.

Mit Frontier Spirit braucht sich die Band aus Dessau sicherlich nicht hinter Größen wie New Found Glory oder Senses Fail zu verstecken, jedoch hätte etwas mehr Abwechslung dem Album sicherlich gut getan. Da es nur einen großen Kritikpunkt gibt und das Album ansonsten durchgehend gut klingt, gibt es hierfür 4 von 5 möglichen Punkten.
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Dearly Demented

Deutschland
Date: 2013-09-08
Rating: 7/10

Mehr als nur ein Album

Seit 2012 rocken STORYTELLER durch die Republik. Nach der EP “Take Me Home” haben die Dessauer nun ihr Debütalbum aufgenommen. Die Band lässt den Pop Punk wieder aufleben und will sich mit “Frontier Spirit” hinter den Genregrößen NEW FOUND GLORY oder THE WONDER YEARS einreihen.

Die musikalische Bezeichnung Pop Punk trifft bei STORYTELLER wie die Faust auf's Auge: Zielstrebige Songs, die sich mit viel Melodie ihren Weg durch den Gehörgang bahnen, reihen sich aneinander. Insgesamt gibt es zehn Tracks, die leider recht ähnlich klingen. Der Opener “Kid In Mind” ist genauso rockig und melodie-süchtig, wie der vorletzte Song “Right Now”. Nur “Empty Streets” ist dann doch mal etwas aggressiver, wohingegen “One Year” dafür mit einem schönen Akustig-Gewand geschmückt ist. Ihr seht, wir haben auf “Frontier Spirit” mit keinerlei Entwicklungen und nur minimalen Veränderungen zu kämpfen – alles schön smooth.

“Frontier Spirit” wurde von Aljoscha Sieg im Sommer 2013 aufgenommen. Er hat auch schon für MARATHONMANN oder LIGHT YOUR ANCHOR, die beide genauso wie STORYTELLER bei Let It Burn Records unter Vertrag stehen, gearbeitet. Der Sound des Albums ist zeitgemäß klar. Doch durch die recht unspektakuläre Musik wurde Aljoscha Sieg als Tontechniker nicht an seine Grenzen gebracht – alles locker und cool also. Und das ist auch das einzige Manko: “Frontier Spirit” hätte etwas mehr Abwechslung nötig. Hier und da ein bisschen frecher Punk oder ein Hardcore-Breakdown hätte gut getan. Ansonsten ist das Album aber eine runde Sache und erfüllt völlig seinen Zweck. Ideal als Soundtrack für amerikanische Teenie-Filme oder die perfekten Sommermonate unter Freunden. Perfekt um diese Geschichten zu erzählen.
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Overall Rating

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