·"BALLADS OF THE FLEXIBLE BULLET" REVIEWS:

01. Punknews.org (US)
02. Wasteofmind (Germany)
03. Inside Knowlede (UK)
04. Vampster (Germany)
05. In Your Face (Germany)
06. Blueprint-Fanzine (Germany)
07. RadarRadio (Germany)
08. Handlemedown (Germany)
09. Terrorverlag (Germany)
10. Metal.de (Germany)
11. Scarred For Life (Germany)
12. Metal Inside (Germany)
13. Triggerfish (Germany)
14. Bizarre Radio (Germany)
15. Dosenmusik (Germany)
16. Whiskey Soda (Germany)
17. The Pit (Germany)
18. With Love, The Underground (Germany)
19. My Revelations (Germany)
20. Heartbeatmedia (Germany)
21. Musicscan (Germany)
22. Helldriver Magazine (Germany)
23. Sweet Jane Music (Germany)
24. Metalnews (Germany)
25. Fuze (Germany)






Punknews.org (US)
Rating: 3,5 / 5
Datum: 2008-12-21

Following the same incendiary rule book as Strike Anywhere -- lyrical fusillades of socio-political fury, pounding uptempo drumming and spirited sing-alongs of solidarity -- Red Tape Parade’s debut, Ballads of the Flexible Bullet is a solid yet lengthy effort.

With Ballads, Red Tape Parade leaves lots of room for growing; the variety of influences -- though sub-generic -- don’t guarantee any set sound, opening many doors to possible directions in the future. That’s not to say it’s unfocused or inconsistent. Whether it’s the ardent, almost screamo-esque choruses of “Neutron” or the Lagwagon-worthy proficiency of “Great Escape,” the band surprisingly doesn't sound too all over the place.

"Deadleaves" has the vocalist, Wauz, shredding his vocal cords before the catchy outro of interweaving octaves and arpeggios. Here, Wauz sounds a little like an exaggerated Fat Mike with a wider range. The choruses of "Great Escape" even sound like something of the Fat Wreck variety with its melodic singing and speedy drums. With more typical hardcore tracks like "Theme Song" and "Less Than a Minute," Wauz forgets Fatty for high-register screams in the same vein as Dennis Lyxzén. Behind it all, the instrumentation comprises of some really catchy rythmns, shifty, old-school hardcore power chords and lots of harmonized layers. There are even some dynamic post-punk-like bridges as displayed in "One Cup of Coffee."

The only real downfall is how blunt the lyrics get. The band's ode to being old, "Old Guys" spits out spitefully disappointing lines like: "growing old is just as bad [as growing up] / sometimes it's even worse / that's why I wrote this song." Also, the aforementioned lengthiness of the album becomes apparent 11 tracks in; the band accomplished everything I could want up until the end of the anthemic “Fingerprints,” which has the potential to be one of the best closers I’ve heard in a while. The songs that follow (with the exception of the crucial "Dead Letter") just seem redundant.

With all that was mentioned, laced together with atmospheric samples from "Shawshank Redemption," "Unbreakable" and "Lost" (to name very few), Ballads of the Flexible Bullet sounds fairly mature for a debut. There isn't much they need to tweak, so things are moving in Red Tape Parade's favor for whatever comes next.

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Wasteofmind (Germany)
Author: Tito Wiesner | Rating: 7 / 10
Datum: 2008-12-11

Na wunderbar – die Lücke, die Boysetsfire hinterlassen haben, wird endlich gefüllt. So halbwegs zumindest – Red Tape Parade können jedenfalls nicht nur mit einem Gastauftritt von BSF-Frontmann Nathan aufwarten und sich zudem rühmen, seine neue Band The Casting Out permanent als Vorband supporten zu dürfen. Auch ansonsten gibt es zahllose Schnittpunkte; etwa das gekonnte Umschalten von schnellem Hardcore auf melodiösere, rockige, teils gar epische Sounds.

Allerdings sind die Jungs aus Süddeutschland noch ein ganzes Stück schroffer und fühlen sich zudem auch noch dem 80er-Hardcore-Punk verpflichtet: Ein Stück wie „Art Is No Excuse For Bullshit“ etwa ist Wut und Hass in Rotzbrockenform. Was Red Tape Parade wirklich auszeichnet, sind aber eben diese Stücke, die zwischen Aggression und Melancholie zerrissen sind: „Friendly Fire“, „Less Than A Minute“, „The Great Escape“ – allesamt ebenso heftig wie eingängig, genauso verzweifelt wie positiv.

Es dauert ein paar Durchläufe, bis sich die Songs in Kopf und Herz gespielt haben. Dann wird einem aber mit jedem weiteren Hören immer klarer: Hier wächst eine großartige neue Band heran, die man definitiv auf dem Schirm haben sollte.

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Inside Knowlede (UK)
Author: Martijn Welzen
Datum: 2008-12-09

Another German band cranks out it’s debut cd through Let It Burn records, and again it’s a pure hardcore band, with a different touch. A touch coming from Lifetime, NoFx and Minor Threat / Fugazi. It’s as urgent and authentic as punkbands were in the 80s. It’s not original by a long shot, but the great diverse music and the importance of the band’s message do make them stand out in today’s rather superficial scene. Amusement and food for thought. It’s a rare combination but it tastes like food of the Gods.

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Vampster (Germany)
Datum: 2008-12-03

Na also! Es gibt sie noch, die uncoolen Typen, die Hardcore sind. Um es ein für alle Mal klar zu machen, die Gangster-Kids, die "resistant" gegen das Systems und so´n Scheiß zu sein scheinen, sind nicht Hardcore. Ihr werdet euch wundern, wie alt und unhip die Typen sind, die sich dieser Musik schon jahrelang hingeben, auch schon lange bevor diese Musikrichtung so angesagt und Bravo-kompatibel war. Vorhang auf für RED TAPE PARADE, die mit "Ballads of the Flexible Bullet" ihr Debütalbum vorlegen und darauf so herrlich unverkrampft, aufrichtig und bodenständig agieren, dass man sich zurecht fragt, ob man mit der Rückbesinnung auf alte Stärken wieder einen frischen Wind in die durch Coolness verstaubten Schubladen bringen kann.

RED TAPE PARADE spielen, das muss gleich zu Beginn klar gestellt werden, ihren Hardcore recht punkig, und zwar so sehr, dass man sich fragt, ob der Punk hier nicht sogar die Oberhand hat. Aber scheißegal, RED TAPE PARADE haben 16 hochmelodische Songs parat, die das Herz des Hörers im Sturm erobern. "Ballads of the Flexible Bullet" zündet sofort, reißt ebenso schnell mit und erfüllt das Herz des Konsumenten mit Kampfgeist und ja, auch ein wenig guter Laune. Diese geballte Lebensfreude manifestiert sich durch ordentliche Riffs und ebensolche Melodien, simplen Grooves und hohen Abwechslungsreichtum im Gesang. Hier wird hell und klar gesungen, gebrüllt und gekreischt, je nachdem, was der Song erfordert.

Apropos Song, hier haben sich einige richtig gute davon eingeschlichen: Flott zur Sache geht es bei dem Opener "Deadleaves", aber auch bei "One Cup of Coffee Closer to Death", "Substance" und "The Great Escape", aber auch langsamere Nummern wie "Friendly Fire", "Neutron" und "Flight 815" haben ihren Reiz. Die Regensburger Formation verarbeitet alle ihre Einflüsse, von MINOR THREAT bis hin zu BOYSETSFIRE, deren Sänger Nathan Gray auch einen Gastauftritt auf "Ballads of the Flexible Bullet" hat, größtenteils sehr homogen, so dass dieses Album trotz der verschiedenen Stile immer einem roten Faden folgt.

RED TAPE PARADE, deren Mitglieder unter anderem auch bei den ANYTHING BUT YOURS und DRIVING THE SALT aktiv sind, haben ein wirklich starkes Debüt in der Hinterhand, eines, das völlig unbeeindruckt von derzeit grassierenden Trends zeigt, wo der echte Hardcore-Punk dieser Tage stehen sollte. Und da ist es sogar gut, dass die Band ganz bewusst mit Elementen aus Pop und Rock ´n´ Roll spielt. "Ballads of the Flexible Bullet" macht Spaß, wird nicht langweilig, hat super Songs drauf, ist toll aufgemacht und gut produziert. Operation geglückt, Sirs!


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In Your Face (Germany)
Author: Timo | Rating: 7 / 10
Datum: 2008-11-20

Bereits auf ihrer Tour mit THE CASTING OUT überzeugten RED TAPE PARADE mit überaus druckvollem Punkrock und einer energiegeladenene Show. Mit "Ballads Of The Flexible Bullet" folgt nun auch das erste Album der fünf Bayern, die in ihrem eigenen Heimat-Bundesland wohl vorwiegend auf taube Ohren stoßen dürften. Textlich orientieren sich RED TAPE PARADE nämlich an älteren Vorbildern der Punkrockszene - wie beispielsweise GOOD RIDDANCE - die statt über belanglose Alltagssituationen ihres Lebens zu schwadronieren lieber über gesellschaftskritische und politische Themen singen.

Musikalisch geht es auf "Ballads Of The Flexible Bullet" ähnlich zur Sache, wie es live der Fall war. Die Songs haben selten eine wirklich klare Linie und entfalten gerade dadurch eine enorme Energie. Gezielt gesetzte Breaks und Stakato-Attacken geben sich mit straighten Punkrockrythmen die Klinke in die Hand. Der Gesang erinnert stellenweise an das kreischen einer Kreissäge auf Hochtouren - kann aber auch in ruhigeren, melodiöseren Momenten überzeugen. Am besten gefallen mir RED TAPE PARADE allerdings, wenn sie den Fuß voll auf dem Gaspedal stehen lassen und sich einfach mal von Anfang bis Ende durch einen Song durchdreschen. Doch ich bezweifle an dieser Stelle, dass meine persönliche Vorliebe für ein ganzes Album reichen würde. Von daher haben RED TAPE PARADE hier alles richtig gemacht.
Dass sich die Bayern auf diesem Debütalbum mit Nathan Gray überaus prominente Unterstützung ins Boot geholt haben, muss eigentlich nicht weiter erwähnt werden. Denn im Gesamtbild fallen die Songs, bei denen der THE CASTING OUT-Frontmann Vocals beisteuert, in keinster Weise auf. Und damit ist gemeint, dass es nicht negativ und auch nicht positiv ins Gewicht fällt. War auch gar nicht nötig, denn die Scheibe macht auch so schon jede Menge Spaß.

RED TAPE PARADE haben mit "Ballads Of The Flexible Bullet" ein überaus gelungenes Debütalbum vorgelegt. Und vielleicht, wenn die Band einige Jahre auf dem Buckel hat, wird man dieser Scheibe eines Tages hinterhertrauern. Bis es soweit ist, müssen sich RED TAPE PARADE aber noch ordentlich den Arsch abspielen, viel Zeit im Studio verbringen und hoffentlich nicht, wie viele anderen Bands, das Handtuch schmeissen. Darüber, dass ihnen die kritischen Themen ausgehen, muss man sich im erzkonservativen Bayern wohl keine Gedanken machen.

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Blueprint-Fanzine (Germany)
Author: Bernd | Rating: 8 / 10
Datum: 2008-11-18

Wenn man sich die Linernotes im CD-Booklet durchliest weiß man, welche Bands die Mitglieder von RED TAPE PARADE beeinflusst haben: Amerikanische Punk- und Hardcoregruppen wie MINOR THREAT, DAG NASTY, NOFX, PROPAGANDHI oder YOUTH BRIGADE begleiteten seit früher Jugend den Werdegang der Süddeutschen, und in der Tradition dieser Bands lässt sich konsequenterweise auch ihr Sound verorten. Irgendwo zwischen schnellem Melodic-Punk und Oldschool-Hardcore hauen sie 16 kraftvolle Hymnen raus, die trotz altbekannter Zutaten erstaunlich frisch und unverbraucht klingen. Textlich ist man dabei weit entfernt von fröhlichem „Sommer, Sonne, Skaten“-Blabla, sondern RED TAPE PARADE nehmen klar Stellung zu politischen und gesellschaftlichen Themen und beziehen sich immer wieder auf alte Szene-Ideale. Dass sie mit dieser Kombination gut ankommen belegt die Tatsache, dass der ehemalige BOYSETSFIRE-Frontmann Nathan Gray nicht nur höchstpersönlich einen Gesangspart zu dem Stück „Less than a minute“ beigesteuert hat, sondern die Jungs vor Kurzem auch als Support für seine aktuelle Band THE CASTING OUT mit auf Tour nahm. Vergesst all die ganzen Poserbands, die zwei Jahre Lang Musik machen und anschließend ihre Instrumente gegen Bausparverträge eintauschen – mit RED TAPE PARADE bekommt ihr eine Band, die an das glaubt was sie tut und die hoffentlich die deutsche Punk- und Hardcoreszene in Zukunft kräftig aufmischen wird!

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RadarRadio (Germany)
Author: Carmelo & Keule
Datum: 2008-11-17

Story of the Year - Take Me Back

Rise Against - Injection

No Use For A Name - Pacific Standard Time

Random Hero - Bonechillers And Stonecasters

Paramore - Misery Business

Guitarshop Asshole - These Days

Los Fuocos - Suzanne

The Peepshows - Between a rock and a hard place

OJM - Sixties

Andrew W.K. - Party til you puke

Raised Fist - I've Tried

Waterdown - Thirst for action

The Offspring - The Kids Aren't Alright

Lagwagon - Twenty-Seven

Millencolin - Who's Laughing Now



Labelvorstellung: LET IT BURN RECORDS

RED TAPE PARADE - The Old Guys Will Have Their Say

,STORM & STRESS - what makes the world go round

THE BLACKOUT ARGUMENT - Vampire Searching For Some Light

TODAY WE RISE - Master and Johnson

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Handlemedown (Germany)
Author: Christian | Rating: 6 / 10
Datum: 2008-11-11

Größere Bekanntheit dürften RED TAPE PARADE aus dem Süden der Republik bislang nicht erlangt haben, wenngleich dies zuletzt in Teilen sicherlich relativiert werden konnte. Denn als permanenter Toursupport von THE CASTING OUT auf deren letzter Tour erreichte man bestimmt mehr Leute als je zuvor. Nathan Gray konnten die Jungs dann auch gleich als Gastsänger bei „Less Than A Minute“ verpflichten. Auf Tour wurde unter anderem auch auf ihr Debütalbum „Ballads Of The Flexible Bullet“ verwiesen, welches Mitte Oktober erschien. Darauf orientieren sich RED TAPE PARADE grob am HC-Punk der 80-er, Bands wie 7 SECONDS oder MINOR THREAT kommen einem rasch in den Sinn, nicht nur weil diese beiden Bands u.a. von Ihnen auch als Einflüsse genannt werden. Die Strukturen ähneln sich eben, schnell vorgetragener und vom Hardcore gestreichelter Punkrock, der aber mit seinen zahlreichen melodischen Parts die Brücke zum Melo-Core der 90-er schlägt. Das klingt nach einer Menge Herzblut, da man zum einen nicht irgendwelchen Trends hinterher hechelt, zum anderen aber auch was zu sagen hat, was die Texte der hier versammelten sechzehn Songs immer wieder beweisen. Dem guten Gesamteindruck kommt nur die manchmal etwas zu sehr nach Garage oder Proberaum klingende Produktion in die Quere. Das ist unter anderem auch auf den Gesang zu beziehen, der häufiger einfach nicht „rund“ wirkt, was aber auch schon live zu hören war. Zwar schreit und singt Frontmann Wauz sich förmlich die Lunge aus dem Leib, aber leider wirkt sein Organ immer wieder etwas kraftlos (bspw. bei „Neutron“ oder den Gesangsparts von „Friendly Fire“). Die Instrumentalfraktion wirkt da ausgereifter, dennoch könnte auch hier eine druckvollere, saubere Produktion für einen grundsätzlichen Schub nach vorn sorgen. Dennoch, am positiven Gesamteindruck ändert das nichts, denn „Ballads Of The Flexible Bullet“ ist ein vielseitiges Stück Musik mit deutlich mehr Höhen als Tiefen. Schnörkellose, aber melodische kleine Kraftpakete wie „Substance“ oder „Great Escape“ sind der Beweis dafür.

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Terrorverlag (Germany)
Author: Alexander Vogt
Datum: 2008-11-07

Es gibt Titel und Namen, die muss man wohl nicht wirklich verstehen. Zu „RED TAPE PARADE“ fällt mir jedenfalls erst mal spontan nichts ein, was Sinn macht. Aber muss denn immer alles Sinn machen? Ich denke nicht! Und darum denke ich auch nicht darüber nach, was uns die Band mit dem Albumtitel „Ballads of the flexible Bullet“ mitteilen möchte und konzentriere mich lieber um das Liedgut, das sich dahinter verbirgt.

Dieses verteilt sich auf 16 Kompositionen mit einer Gesamtspiellänge von 37 Minuten und vereint die Spielfreude des Punk mit der Entschlossenheit des Hardcore und der Unkontrolliertheit einiger Screamo-Elemente. Aus diesen Bausteinen kreieren RED TAPE PARADE ihren Sound, der über weite Strecken an BOYSETSFIRE erinnert; vor allem da sie ein gewisses Maß an Melodie nie außer Acht lassen. So bekommt man direkt bei „Deadleaves“ einen guten ersten Überblick über das, was einen auf dem Debüt-Album des bayrischen Quintetts erwartet. Der Opener startet mit einem der zahlreichen und jederzeit recht gelungenen Sprachsamples, bis der musikalische Einstieg der Band dann ziemlich (oldschool) hardcoremäßig einsetzt, dann aber in eingängigen und kernigen Rock umschwängt. So geht es dann auch beim folgenden „One Cup Of Coffee Closer To Death“, bei den man die Parallelen zu den bereits erwähnten BOYSETSFIRE schon gut erkennen kann. Diese scheinen auch nicht von ungefähr zu kommen, tourte man doch kürzlich mit THE CASTING OUT, jener Band, mit der Ex-BSF Sänger Nathan Grays seine musikalische Laufbahn nun fortsetzt. Schlagen Songs wie „Flight 815“, „The Great Escape“ und „Friendly Fire“ noch in die gleiche, eher melodische Kerbe, gibt es da auch noch die raue Seite. In dem knackig kurzem „Less Than A Minute“ lässt Vokalist Manuel so richtig die Sau raus und schreit wie am Spieß von Crew-Shouts begleitet zu entschlossenem Drumming und erdigem Riffing. „Tatooine“ und „Theme Song“ sind weitere Stücke, bei denen einem seine Stimmbänder fast schon leid tun. Generell ist zur erbrachten Leistung am Mikrofon zu sagen, dass hier sicherlich nicht „The Worlds Greatest“ am Werke ist, dennoch hat die Stimme von Herrn Mueller etwas für sich. Phasenweise wirkt sie etwas nervig, man hat allerdings dennoch das Gefühl, dass es irgendwie passend ist. Klingt komisch – ist aber so. Was den Umgang mit den Klangwerkzeugen angeht, verdeutlicht auch das eben letztgenannte Stück, dass die Herren nicht zum ersten Mal ihre Instrumente in der Hand halten: Nette, nicht wirklich aufdringliche Riffs, groovender Bass und treibende Drums, die einfach stimmig sind. Unter den überfallartigen Ausbrüchen, welche bei all der daraus resultierenden Hektik entstehen, leidet die technische Seite jedenfalls nicht – mehr noch: die Tempo- und Dynamikwechsel unterstreichen umso mehr das können der fünf Burschen, welches durch die ordentliche Produktion der LP noch mehr heraussticht.

Balladen findet man auf „Ballads of the flexible Bullet“ zwar nicht (was wieder die Frage nach der Bedeutung aufwerfen könnte), dafür aber 16 knackige, unterhaltsame Songs, die gut zu unterhalten wissen. Der ganz große Hit befindet sich nicht darunter, dafür sind sie aber im Gesamtbild angenehm abwechslungsreich. Der Mix aus Hardcore, Punk und Screamo gepaart mit Melodie gelingt dem Fünfer sehr gut und wird durch die Sprachsamples zu Beginn oder am Ende des Liedgutes schön in Szene gesetzt. Nicht ausschließlich, aber vor allem „One Cup Of Coffee Closer To Death“, “Dead Letter Office“, “Friendly Fire” und das punkige „Fingerprints“ sollte bei allen nun Neugierigen mal durch den Player sausen - und Freunden von BOYSETSFIRE seien RED TAPE PARADE ohnehin ans Herz gelegt.

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Metal.de (Germany)
Rating: 5 / 10
Datum: 2008-11-05

Es ist ja immer wieder lobenswert, wenn es auch im Jahre 2008 immer noch Bands gibt, die sich auf alte Helden wie DAG NASTY, MINOR THREAT oder die 7 SECONDS berufen. Denn gerade diese Truppen schufen zu ihrer Zeit eine einzigartige Mischung aus Hardcore und Punk, lange bevor der sogenannte MTV-Punk groß in Mode kam.

RED TAPE PARADE aus Bayern versuchen nun mit ihrem Erstling "Ballads Of The Flexible Bullet" zu ähnlichen Großtaten aufzubrechen. Die Einflüsse der oben genannten Kapellen schimmern an allen Ecken und Enden durch, auch bilde ich mir ein das ein oder andere NOFX-Zitat herauszuhören, was wohl hauptsächlich auf die stimmliche Nähe von RTP-Fronter Wauz zu Fat Mike von NOFX zurückzuführen sein wird.

Alles in Butter also im schönen Bayern? Mitnichten. Denn es reicht halt nicht, sich große Bands als Vorbild zu nehmen und sich sklavisch an diese Helden zu klammern. Das, was gerade diese Vorbilder auszeichnete, nämlich Mut zur Innovation und vor allem großartige Songs, fehlt hier leider zu großen Teilen noch.
Denn wenn ich etwas in der Art von DAG NASTY, NOFX oder LAGWAGON hören will, lege ich mir halt doch lieber die Originale rein, als eine halbgare Kopie.

Potential ist bei RED TAPE PARADE sicher vorhanden, doch um irgendwann einmal ein Wörtchen im internationalen Vergleich mitreden zu können, muß sich hier noch einiges tun.

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Scarred For Life (Germany)
Datum: 2008-10-29

Hier zu Lande sind Red Tape Parade bereits eine ordentliche Hausnummer in Sachen Hardcore/ Punkrock, die für Qualität steht. Und nachdem man sich ihr Demo bereits im Internet besorgen konnte, gibt es jetzt mit „Ballads Of…“ endlich das offizielle Debüt-Album zu begutachten, auf dem uns der Fünfer 16 absolut gelungene Songs um die Ohren haut.

Red Tape Parade haben sich dem Hardcore/ Punk der Richtung Minor Threat und 7 Seconds verschrieben, also ordentlich Hau-Drauf mit einer ordentlichen Spur Aggressivität, sie beweisen aber gleichzeitig ein Gespür für starke Melodien. Die Band bietet ein spitzen Songwriting, jeder der Tracks ist auf den Punkt genau, Backing-Vocals finden sich nur da wo sie auch hingehören, die Songs sind verspielt, ohne aber allzu vertrackt zu sein. Anspieltipps würde ich mir an dieser Stelle am liebsten sparen, da die Platte eigentlich keinen Ausfall zu beklagen hat, manche Nummern sind eben nur noch besser als der Rest. So als Beispiel „Friendly Fire“ oder „Theme Song“. Das RTP aber auch anders als hart können, beweisen sie mit dem melodischen „Fingerprints“, welches an Fat-Wreck-Bands wie Lagwagon erinnert, oder dem ruhigen „Less Than A Minute“, mit Nathan Gray (Boy Sets Fire) als Gastsänger.

Red Tape Parade wissen ganz genau, wann es richtig ist vom Gas zu gehen und wann man wieder ordentlich durchtreten sollte - und liefern uns so ein abwechslungsreiches Album ab, das in keinem Moment langweilig klingt und bei dem jeder der 16 Songs überzeugt und ein Grund mehr ist, sich „Ballads Of The Flexible Bullet“ in den Plattenschrank zu stellen.

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Metal Inside (Germany)
Author: Lars Heitmann
Datum: 2008-10-28

RED TAPE PARADE sind eine Band, die auf der einen Seite Humor hat (ihre Selbstbeschreibung ist herrlich, „ugly, old, uncool“), auf der anderen Seite aber auch klar Stellung gegen Seximus, Rassismus Homophobie beziehen. Textlich geht es auf ihrem Debütlangeisen sicher gut zur Sache, musikalisch sind sie da einen Tick zahmer, was nicht mit zahnlos verwechselt werden sollte. In den 15 Songs (plus Intro) geben die Bayern gut Gas und bleiben bei aller eingängigen Poppigkeit hart genug, um auch die Hardcore-Gemeinde anzusprechen. Die wird auch die melodischen Gitarren und den aggressiven Gesang mögen, mit denen RED TAPE PARADE sich in die Nähe von RUINER und EMPTY VISION bringen, textlich ist da ebenfalls Übereinstimmung zu finden. Auch wenn sich auf „Ballads Of The Flexible Bullet” keine ganz großen Kracher finden, sind Songs wie das melodische „The Great Escape“ oder der Wutbrocken „Theme Song“ gelungene Stücke, die zu überzeugen wissen und das Album kaufenswert machen.

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Triggerfish (Germany)
Author: Sabrina Thron | Rating: 4 / 6
Datum: 2008-10-27

You bring the matches, I bring the gasoline

Nachdem es das Demo bereits 2007 als kostenlosen Download gab, liegt mit "Ballads Of The Flexible Bullet" nun das Debütalbum von RED TAPE PARADE vor. Anders als der Titel vermuten lässt, geht es hier keineswegs ruhig und gediegen zu. Die fünf Bayern spielen eine Mischung aus Punk und 80er Jahre Hardcore, hier und da gemischt mit Pop-Punk Einflüssen. Ein Blick ins Booklet gibt Aufschluss über die Inspirationsquellen der Songs: DAG NASTY, LAGWAGON und PROPAGHANDI werden genauso aufgeführt wie die Star Wars Filme oder Kultautor Stephen King.

Das Ergebnis sind 16 energiegeladene Songs, die trotz einer kurzen Laufzeit von weniger als 40 Minuten zum größten Teil überzeugen können. Der Sound ist hier und da etwas kantig, hat aber spontanen Kellercharme, die Gesangparts sind besonders ruppig, doch ist dies für ein Erstlingswerk durchaus ok und hat sich bei anderen Bands ja auch schon mal als Markenzeichen etablieren können.

Die Texte behandeln neben persönlichen Erfahrungen auch politische Themen wie Homophobie ("Theme Song") oder rechnen mit der aktuellen Punkszene ab. "Art Is No Excuse For Bullshit" lautet hier das Motto, wobei "Substance" sowohl musikalisch wie auch textlich am besten gelungen ist:

"This music failed to change the world, but I know it changed my life."

Man merkt der Musik an, dass es hier nicht einfach nur um Genre geht, sondern ein Lebensgefühl in den Songs ausgedrückt wird. Die Sichtweise des Fans und Konzertgängers wird aufgegriffen. Gerade für Bassist Oise dürfte es daher eine besondere Freude gewesen sein, dass niemand geringerer als Nathan Gray, ehemaliger Sänger von BOYSETSFIRE, bei "Less Than A Minute" die Gastvocals übernimmt. Tatsächlich konnte man bereits im September und Oktober RED TAPE PARADE im Vorprogramm zu Nathans neuer Band THE CASTING OUT erleben und sich von ihren Live-Qualitäten überzeugen.

Mit "Ballads Of The Flexible Bullet" liefern RED TAPE PARADE zwar ein etwas raues und kratziges Debüt ab, aber präsentieren nichtsdestotrotz eine Mischung aus Punk- und Hardcore-Parts. Eingängige Melodien und intelligente Texten, machen es letztendlich noch lohneswerter, hier mal reinzuhören.

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Bizarre Radio (Germany)
Author: Michael Konen | Rating: 8/15
Datum: 2008-10-22

Boysetsfire gibt es nicht mehr. Dafür gibt es aber die quasi Nachfolgeband The Casting Out. Diese war neulich in deutschen Landen auf Tour, als Support mit dabei im Gepäck „Red Tape Parade“ aus Regensburg, deren Album Debüt „Ballads Of The Flexible Bullet“ nun vorliegt. 16 Songs, 37 Minuten. Guten Tag. Hier gibt es ordentlich auf die Horchlappen. Und so preschen die Jungs auch munter los. Eine bunte Mischung aus Screamo-Punk und Hardcore mit den gängigen Spoken Word Songintros à la Good Riddance kommen einem entgegengewabert, wobei die schwache, drucklose Produktion schon arg auffällt. Man fühlt sich an alte Ensign, Blount und sogar teilweise an die legendären I-Spy erinnert. Aber auch Vergleiche mit aktuellen Bands drängen sich einem auf: Frickelig wie Tribute to Nothing und schnell wie Rentokill, jedoch ohne den letzten Druck.

Erfreulich sind die für eine deutsche Band gelungenen Lyrics, bzw. Songtitel und die interessanten Linernotes zu den jeweiligen Songs, bei denen die musikalische Sozialisation der Band besonders deutlich wird. Nichtsdestotrotz fehlt der letzte Tick Professionalität in der Musik von Red Tape Parade. Da hilft auch der Gastauftritt von Ex Boysetsfire Sänger Nathan Gray bei „Less Than A Minute“ nicht.
Als Vorband für The Casting Out reicht es und das wird die Jungs wohl am meisten freuen. Ob es aber für Boysetsfire in Höchstform gereicht hätte, darf bezweifelt werden. Da müsste man als Vorband schon das Niveau von Death By Stereo erreichen. Und mit Verlaub: Das haben Red Tape Parade noch längst nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

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Dosenmusik (Germany)
Author: panic at my disco | Rating: 10/15
Datum: 2008-10-22

"Punk is about the music AND the message"

...ist das Motto der fünf Jungs aus Bayern, was sie auf ihrem Erstlingswerk auch schon mit einschlägigen Songnamen wie "Art Is No Excuse For Bullshit" oder "If Love Is War She's Got The Neutron Bomb" beweisen.
Musikalisch wird sich sehr stark an klassischen Punk- und Hardcorebands wie Minor Threat, NOFX, Boysetsfire und Lagwagon orientiert. Das verstecken Red Tape Parade aber auch nicht, sondern weisen diese Bands klar als ihre Einflüsse auf. Das ist in Ordnung, denn an Energie stehen sie ihnen in nichts nach.

Aufgewertet wird "Ballads Of The Flexible Bullet" mit eingeschobenen Filmzitaten und ab und zu wagt die Band den Ausflug in etwas melodischere Gefilde, wie etwa bei "Friendly Fire" oder "The Great Escape" (das im Übrigen extrem nach Boysetsfire klingt).
Ansonsten überwiegt der Anteil an aggressivem Punkrock mit viel rotzigem Geschrei, das mir persönlich manchmal etwas auf die Nerven geht. Die Stimme des Sängers klingt zwar "punkig", ist aber teilweise recht dünn und krächzend, womit ein Kellerpunkband-Image erzeugt wird, dass dem übrigen, hochwertigeren Auftritt dieser Band nicht gerecht wird.
Ähnliche Band: Minor Threat
Weitere vergleichbare Bands: NOFX, Lagwagon, Boysetsfire, Good Riddance

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Whiskey Soda (Germany)
Author: k-ryper | Rating: Note: 2
Datum: 2008-10-21

Ob es sich hier wirklich um Balladen handelt? Wohl kaum, denn die Bayern Red Tape Parade stehen für Hardcore der melodischen Machart. Nach einer relativ erfolgreichen Demo hat der Fünfer, der sich aus Nürnberg, Regensburg und Zwiesel rekrutiert, sein Debütalbum "Ballads Of The Flexible Bullet" eingespielt, das es auf 16 Songs in 37 Minuten bringt.

Dag Nasty, NOFX, Descendents, Boysetsfire ... - ihre Einflüsse verhehlen Red Tape Parade keineswegs, sondern kommentieren diese bei jedem Song einzeln gerade heraus im Booklet der CD. Zu der letztgenannten Band wird dabei eine ganz besondere Beziehung gepflegt. Schließlich spielte man erst kürzlich als Support für Ex-Boysetsfire-Sänger Nathan Grays neue Band The Casting Out. Im Gegenzug ist dieser im Song "Less Than A Minute" zu hören. Auffallend sind auch diverse, mit Ambient-Musik unterlegte Filmzitate, vergleichbar mit Shai Hulud.
Ansonsten bewegt sich die Musik in Bereichen zwischen Punk Rock und Post-Hardcore, wirkt dabei sehr einheitlich und sowohl mit Gesang als auch Geschrei überzeugend.

Es ist sicherlich nicht einfach über 16 Songs lang hohes Niveau zu fahren, und so kommen auch auf "Ballads Of The Flexible Bullet" ein paar wenige Songs unter, die mit dem Rest nicht mithalten kann. Generell jedoch setzt das Album die hohe Qualität der Demo fort, und schafft einen beachtlichen Einstand für die fünf Bayern.

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The Pit (Germany)
Author: Tanja Schröder | Rating: 6,5/10
Datum: 2008-10-20

Aus dem tiefsten Bayern kommen Red Tape Parade zu uns mit ihrem Debütalbum “Ballads Of The Flexible Bullet”. So bieten sie uns nun 16 Songs in knappen 37 Minuten.

Sie spielen modernen Punk, Hardcore mit teilweise melodischen Ansätzen. Interessant ist der Einsatz von Samples zu Beginn oder Ende eines Tracks. Ansonsten sind die Stücke zumeist sehr ähnlich aufgebaut. Viele von ihnen kommen sehr schnell, hektisch und geschrien herüber, wie „One Cup Of Coffee Closer To Death“, die dann aber einen ruhigeren Mittelteil haben. Die Songs, welche mit einem Sample beginnen, sind häufig in flottem Tempo und eher kurz gehalten, wie „Art Is No Excuse For Bullshit" oder „Substance“ und sind somit sehr direkt, ohne viel Geschnörkel.

Die Stimme von Sänger Wauz ist zwar kraftvoll und passt zur Musik, aber überschlägt sich zuweilen manchmal, was dann das Hektischere unterstreicht. Wenn der Gesang in den geschrienen Teilen noch bearbeitet wird, klingt das Ganze dann sehr grell und nicht unbedingt angenehm. Ansonsten aber gute Gesangsleistung, die man vor allem in melodischeren Passagen erkennt.

Der Sound ist aggressiv, aber mit viel Spielfreude versehen. Die Leistungen aller Bandmitglieder sind solide, es gibt keine herausragenden Stellen oder technischen Finessen, sondern bodenständigen Punk-Rock. Den besten Eindruck der Musik bekommt man beim Schlusssong „Flight 815", der die verschiedenen Stimmungen und Spielweisen der vorangegangenen Songs gut zusammenfasst.

Fazit: Red Tape Parade lassen für manche vielleicht ungewohnte Töne aus dem gemütlichen Bayern erklingen, liefern aber ein solides Erstlingswerk ab. Was den Höreindruck etwas stört, ist der zuweilen doch hektische Klang und die grelle, kratzige Stimme. Positiv ist dafür das gelungene Songwriting, das sich mit persönlichen sowie auch politischen Themen befasst. Für alle Fans von modernem Punk ist dies bestimmt eine erfrischende Platte, werden doch als Einflüsse Bands wie Minor Threat, Good Riddance oder 7 Seconds genannt.

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With Love, The Underground (Germany)
Author: Thomas Eberhardt | Rating: 7 / 10
Datum: 2008-10-19

Diese Bayern dürften so manchem Indiefan durchaus ein Begriff sein, schließlich spielte Oise Ronsberger schon bei LÀ PAR FORCE. RED TAPE PARADE lassen die ruhigen Klänge aber beiseite und haben sich ganz den Klassikern der 80er und 90er Jahren gewidmet, so gehören Einflüsse wie 7 SECONDS, DAG NASTY und LIFETIME zu den Ideengebern des Fünfers aus dem Süden. Eine fundamentale Frage muss da wohl lauten, ob man da nicht lieber eigene und kleinere Brötchen gebacken hätte. Solche Bedenken kann man aber spätestens beim zweiten Lied "One Cup Of Coffee Closer To Death" ad acta legen, denn nicht nur rein muskalisch, sondern auch inhaltlich steht man in der Tradition der genannten Bands, druckte sogar einige deren Zitate ins Booklet, um einen Zusammenhang und eine Kontextuierung herzustellen. Die 16 Lieder halten zwar nicht alle höchstes Niveau aber zusammen mit dem Booklet und ihrem ganz eigenen Humor, weiß die Band zu gefallen, selbst wenn mir die Back-Ups zu hoch gekreischt sind. Ein Song zum Reinhören? "If Love Is War She's Got The Neutron Bomb"! Reichlich Stoff, den man ganz in Ruhe geniessen sollte.

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My Revelations (Germany)
Author: Christoph Füllenbach | Rating: 11 / 15
Datum: 2008-10-17

Wenn es zwei Musikrichtungen gibt, die für mich nicht richtig in den Freistaat Bayern passen wollen, dann sind es Hardcore und Punkrock. Beides verbinden die fünf Herren von der roten Parade jedoch so wunderbar miteinander, dass ich mir das wohl noch einmal genauer durch den Kopf gehen lassen sollte. Poppiger Punk trifft teils sehr aggressive Shouts und im Hintergrund werden die Instrumente malträtiert, so und nicht anders sollte es aussehen. Die instrumentale Baustelle der Band vollbringt zwar keine technischen Wunder, warum sollten sie dies aber auch tun, wenn es auch mit leichteren Mitteln so gut klingen kann? Häufig werden sehr passende Samples eingespielt, welche teils Bezug auf die Texte haben, teils aber auch einfach nur als Einleitung oder Schluss genutzt werden. Ein wunderbares Beispiel dafür, stellt "Substance" dar, wo Samples und Song zusammenpassen, wie Faust auf Auge, wunderbar! Wauz am Gesang zeigt ordentlich Varianz, mal klar, mal mächtig böse und wenn mal die Gefahr besteht, dass es langweilig werden könnte, dann wird die Stimme einfach mal durch den Synthesizer gejagt. Die Jungs geben als Einfluss unter anderem NOFX, LAGWAGON und GOOD RIDDANCE an, wo ich ganz einfach mal zustimme.
Jeder der auch nur ein bisschen was für flotten Ami - Punk übrig hat, tut nichts falsch daran, sich RED TAPE PARADE mal ganz genau anhören, was eigentlich auch jeder tun sollte, der im Moment Ausschau nach einer guten, spassigen Band hält!

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Heartbeatmedia (Germany)
Author: Tanja
Datum: 2008-10-17

I tried to drink myself to sleep, I tried to fuck the pain away. The more things change the more they stay the same. Seems like the only thing that still holds true, a record, a cup of coffee and the thought of you. That one night in that strange bed where I couldn’t deliver and not even “too drunk” as an excuse and honesty is overrated…

Ich muss zugeben, der Bandname Red Tape Parade hört sich schon irgendwie spassig an. Umso schwerer wird dann auch die Einschätzung, was einem da wohl entgegendröhnt, wenn man bisher noch nichts von der Band vernommen hat. Außer dem extravaganten Bandname kommen die Jungs auch noch aus Bayern, umso schwerer wird die Einschätzung, was bei diesem Album wohl hinten rauskommen wird. Also dann einfach mal vorurteilsfrei auf “Play” gedrückt und zurückgelehnt. Ganze 16 Songs haben die 5 Jungs zu bieten. Die Tracks absolvieren dabei die Grätsche zwischen Punk und Hardcore meisterlich und sind in ihrer Gesamtheit als melodische Mischung aus gutem, alten Punkrock und Oldschool-Hardcore zu bezeichnen, aber auch der ein oder andere Pop-Punk Einfluß lässt sich nicht verleugnen. Zugegebenermaßen kann man deutlich raushören, dass die Jungs früher vor allem Dag Nasty, Good Riddance und Lifetime gehört haben müssen. Schön auch, dass die Lyrics Tiefgang haben, politisch angehaucht sind und nicht nur von oberflächlichem, belanglosen Zeug erzählen. Im Song “Less Than A Minute”, der übrigens einer meiner Favoriten ist, hört man eine Stimme, die einem verdammt bekannt vorkommt. Kein Geringerer als Nathan Gray (Boysetsfire) ist hier mit von der Partie! Red Tape Parade haben also hier ein Album geschaffen, das vor wütenden Tracks nur so überquillt, von Grund auf ehrlich klingt, abwechslungsreich ist, aber auch die ganze eigene Duftmarke setzt. Was will man mehr???

FAZIT: Diese Bayern haben mich überzeugt und ich muss sagen, dass ich von diesem Werk mehr als positiv überrascht bin. Ich hab den Jungs ja schon einiges zugetraut, aber das was die einem hier vor die Füße klatschen klingt dreckig, kratzig und genial rund zugleich. Legt Euch lieber diese Scheibe zu, als Euer Geld sinnlos auf dem Oktoberfest zu verprassen! Hier wechseln sich geile, herzzerreißende Screamoparts mit angenehm, melodischem Gesang ab. Es gibt also das volle Programm, von 80er Jahre Hardcore über Herz und Hirn bis hin zu (dicken) Eiern!

We promise to stay hungry!

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Musicscan (Germany)
Author: Arne | Rating: 8 / 10
Datum: 2008-10-16

Während sich etliche angesagte Hardcore-Bands vornehmlich über ihr Image und nicht die Musik „vermarkten”, wählen RED TAPE PARADE den genau entgegen gesetzten Ansatz. Mit dem erklärten Ziel gestartet, der Underground-Szene Hingabe, Aufrichtigkeit und Melodie zurück zu bringen, spielen sich die fünf Bayern auf ihrem Debüt-Longplayer durch einen unterhaltsamen und beständig veränderten Stil-Mix aus temporeichem Old School-Hardcore, eingängigem Punk-Rock und einem an den frühen Dischord-Tagen angelehnten Emo-Verständnis. Die besondere und „andere“ Einstellung merkt man „Ballads Of The Flexible Bullet“ sofort an, denn die Scheibe klingt herrlich „unaktuell“ und authentisch, obwohl die Produktion modernen Ansprüchen durchaus gerecht wird. Die 16 Stücke leben einen besonderen Charme, der sich einerseits aus ihrer rückwärts gewandten Anlage und andererseits dem hohen Sympathie-Bonus, den man RED TAPE PARADE unweigerlich entgegen bringt, ableitet. Die Süddeutschen sind darauf aus, Spaß zu haben und wenn ihnen danach ist, auch einmal politisch Farbe zu bekennen. Das durchgängig intuitiv arrangierte und gespielte Song-Material von „Ballads Of The Flexible Bullet“ besitzt einen ausgeprägten Unterhaltungswert, wobei einige der Stücke sogar das Potenzial besitzen, ob ihrer hymnischen Tendenzen nachhaltig zu wirken. Bassist Oise Ronsberger kennt man u. a. von Là Par Force und als Macher des Dancing In The Dark Labels, und auch die anderen Beteiligten sind zweifellos keine Rookies. Denn um einen derart ausgewogenen und lebendigen Old School-Sound zwischen Fugazi, Dag Nasty, Minor Threat, Good Riddance und 7 Seconds zu spielen, muss man schon einige Jahre „dabei“ sein und die verwandten Stil-Elemente vollends verinnerlicht haben.

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Helldriver Magazine (Germany)
Author: Rolf Gehring | Rating: 4 / 7
Datum: 2008-10-15

Red Tape Parade aus dem tiefen Bayern existieren noch nicht besonders lange und dieses Album ist ihr Debüt. Dennoch war die Band bereits mit Boy Sets Fire auf Tour und hat bei Let It Burn eine Labelheimat gefunden. Das Demo aus dem letzten Jahr gab es zum freien Download und erfreute sich wohl großer Beliebtheit. Die Band aus Bayern wandelt auf sehr untrendigen Pfaden, was sie sehr sympathisch macht. Die Band positioniert sich irgendwo zwischen angepisstem Hardcore der alten Schule, melodischem Punk und etwas Pionier-Emo. Das Ergebnis klingt recht roh und ungehobelt. Das ist aber genau der große Pluspunkt der Band. Red Tape Parade klingen einfach nicht so vorhersehbar und glatt gebügelt wie die meisten ähnlich gelagerten Bands. So findet man auf dem Album zwar nicht die großen Hits, wohl aber 16 ehrliche Punk Songs mit Tiefgang. Die Jungs gestalten ihre Platte sehr abwechslungsreich, mal flotter, mal melodisch, mal angepisst, mal nachdenklich. Die Songs werden mit stimmungsvollen Samples verziert und bei "Less Than A Minute" gibt sich Boy Sets Fire Sänger Nathan die Eher und steuert Gastgesang bei. Ein Manko der Platte ist der Gesang von Frontmann Wauz, der definitiv ausdrucksstärker sein könnte. Weiterhin klingen die Riffs, Melodien und Arrangements oft etwas blass. Dennoch eine interessante Band, die Potential hat.

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Sweet Jane Music (Germany)
Author: Dennis Grenzel
Datum: 2008-09-28

Wer bereist erste Erfahrungen mit Red Tape Parade aus Regensburg, Zwiesel und Würzburg hat machen können, der wird wissen, dass sich diese Band keinem musikalischen Lager eineindeutig zuordnen lässt. Auch das Debütalbum "Ballads Of The Flexible Bullet" dieses Fünfers macht keinerlei Anstalten, sich in ein bestimmtes Genre pressen zu lassen, denn das hier Vorgetragene ist Punkrock, Hardcore und auch Pop-Punk zugleich. Auch die Einflüsse, welche Red Tape Parade benennen, sind äußerst vielseitig, so wird man hier doch Formationen des Schlages Lifetime, Minor Threat, Good Riddance, Fugazi, 7 Seconds und auch LagWagon genannt bekommen. Und ähnlich geht es dann auch auf "Ballads Of The Flexible Bullet" zu. Mal ganz im Hardcore angesiedelt, wechseln Red Tape Parade ihr Gesicht von Song zu Song und lassen ein Album entstehen, das auf der einen Seite ungemein vielseitig ist, das im Umkehrschluss jedoch in gewisser Weise auch einen roten Faden etwas vermissen lässt. Eindimensionalität kann man dem Quintett dabei jedoch keineswegs vorwerfen. Immer wieder schaffen es Red Tape Parade, den Hörer mit ihrer Flexibilität zu überraschen. Punkrock wandelt sich binnen kürzester Zeit zu Pop-Punk, aus gesetzten Pop-Punk-Strukturen wird binnen kürzester Zeit ein ungezügelter UpTempo-Song, der sich dann schon dem Hardcore zuordnen lässt.
"Ballads Of The Flexible Bullet" ist in Summe ein recht abwechslungsreiches Album mit einigen Schwächen in Sachen musikalischer Konsequenz. Was für den einen Abwechslungsreichtum bedeutet, ist für den Zweiten dabei vielleicht schon Sprunghaftigkeit. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass "Ballads Of The Flexible Bullet" allemal gut unterhält und politisch Farbe bekennt.

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Metalnews (Germany)
Author: Markus Jakob | Rating: 5 / 7
Datum: 2008-09-28

"Rundum stimmig!"

„We are a pro-gay, pro-choice, anti-organized religion and anti-racist punk band. So please find someone else to open up for your christian 'hardcore' bands, OK?“ - ein Statement, wie es konkreter und bodenständiger nicht sein könnte! Wer mit derlei Einstellungen übereinstimmt und mal wieder Bock, auf Hand gemachte, ehrliche Indie-Musik hat, der liegt bei diesen fünf Bayern genau richtig.

RED TAPE PARADE haben es sich zum Ziel gesetzt, Ihre Einflüsse von Bands wie MINOR THREAT, LAGWAGON, 7 SECONDS oder GOOD RIDDANCE mit modernen Pop-Punk-Zutaten und melodischem Punkrock zu versüßen. Geschafft haben sie es und zwar mit Bravour - „Ballads Of The Flexible Bullet“ strotzt nur so vor Abwechslungsreichtum zwischen rotzigem Punk, ursprünglich dreckigem Hardcore, Pop und zeigt stellenweise auch Post-Elemente sowie Samples, die dem Gesamtbild jeweils noch mehr Tiefe verleihen. Richtig einordnen will man sich aber in keiner der bereits genannten Schubladen – dafür benutzt man die jeweils genretyischen Merkmale hie und da mal mehr, mal weniger oder lässt auch mal eine asoziale Hardcore-Nummer auf den Hörer los, um sich danach wieder sehr viel eingängiger zu präsentieren.

Optisch fügt sich hier ebenfalls alles sehr schön zusammen. Das Artwork von „Ballads Of The Flexible Bullet“ kommt extrem gelungen, mit kräftigen Farben interessanten Zusammenstellungen [hier sieht ein Album auch im „spärlichen“ Jewelcase richtig nach was aus - Top!], was zu ebensolcher Musik einfach passt wie Arsch auf Eimer. Sympathische Truppe, super Erstlingswerk und mit Sicherheit eine interessante Zukunft!

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Fuze (Germany)
Author: Christian Suchard
Datum: 2008-09-28

RED TAPE PARADE sind eine dieser Bands, über die man sich super mit seinen Freunden streiten kann. Machen die Fünf aus Deutschlands Süden Punkrock oder Hardcore? Ist "art is no excuse for bullshit" der coolere Songtitel oder hat doch "If love is war, she's got the neutron bomb" den besseren Namen? Ist die Band am besten wenn sie an der Dreiminutenmarke kratzt oder geht sie doch mehr ab, wenn sie alles in knapp sechzig Sekunden presst? Sind die Gangshouts oder der Gastauftritt des ehemaligen BOYSETSFIRE-Sängers Nathan Gray zwingender? Die ganze Diskussion lässt sich am besten dadurch beenden, das man das sagt, was eh alle denken: Ist doch egal, denn das hier ist ganz einfach tolle Musik. Ehrlich und wütend, totzdem hoffnungsvoll und nie plakativ kritisch, immer abwechslungsreich und gleichzieitg eindeutig RED TAPE
PARADE: eine großartige Mischung aus dreckigen Zerrgitarren, die nicht nur kratzen, sondern mit hymnischen Melodieläufen auch schmusen können.

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